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Marius Borg Høiby, Sohn der norwegischen Prinzessin, wegen zweifacher Vergewaltigung zu 4 Jahren Haft verurteilt

Marius Borg Høiby, der 29-jährige Sohn von Prinzessin Mette-Marit, wurde am Montag von einem Gericht in Oslo wegen zweifacher Vergewaltigung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil markiert den Abschluss eines aufsehenerregenden Prozesses, der das norwegische Königshaus erschüttert hat.

Das Urteil

Marius Borg Høiby, der 29-jährige Sohn der norwegischen Prinzessin Mette-Marit, wurde am Montag vom Bezirksgericht Oslo in zwei Fällen der Vergewaltigung für schuldig befunden. Er wurde zu vier Jahren Haft verurteilt; zudem wurde ein zweijähriges Kontaktverbot zu einem der Opfer erlassen. In zwei weiteren Anklagepunkten wegen Vergewaltigung sprach das Gericht ihn mangels Beweisen frei. Høiby, der keinen königlichen Titel trägt, aber der Stiefsohn von Kronprinz Haakon ist, nahm nicht persönlich an der Verhandlung teil, sondern wurde per Videoschalte zugeschaltet. Das Urteil folgt auf einen langwierigen Prozess, der auf großes öffentliches Interesse stieß.

Der Prozess und die Beweislage

Der Prozess, der am 3. Februar begann, dauerte sechs Monate und umfasste rund 40 Anklagepunkte, darunter Körperverletzung, Verstöße gegen Kontaktverbote, Drogendelikte und Verkehrsverstöße. Die Staatsanwaltschaft gab an, dass sich die Vergewaltigungen zwischen 2018 und 2024 gegen vier verschiedene Frauen richteten, oft während diese schliefen oder handlungsunfähig waren. Zu den vorgelegten Beweisen gehörten Nachrichten, Fotos und Videos von Høibys Mobiltelefon. Das Gericht befand ihn der Körperverletzung an seiner Ex-Freundin Nora Haukland für schuldig, dem einzigen öffentlich genannten Opfer. Høiby räumte einige geringfügigere Straftaten ein, bestritt jedoch alle Vergewaltigungsvorwürfe. Der Fall wurde aufmerksam verfolgt, wobei sich Kronprinz und Prinzessin vom Gerichtssaal fernhielten.

Wichtige Daten im Fall Marius Borg Høiby
  1. Festnahme nach einer Auseinandersetzung in der Wohnung einer Freundin in Oslo; die Polizei findet ein Messer, das in der Schlafzimmerwand steckt.
  2. Prozessbeginn am Bezirksgericht Oslo.
  3. Das Gericht gewährt eine vorübergehende Freilassung für einen Familienbesuch; das Berufungsgericht blockiert die Entscheidung.
  4. Urteil: schuldig in zwei Fällen von Vergewaltigung, Verurteilung zu 4 Jahren Haft.

Folgen für das Königshaus

Die Verurteilung hat die ohnehin unter Druck stehende Monarchie weiter belastet. Prinzessin Mette-Marit (52) leidet an Lungenfibrose und steht auf der Warteliste für eine Lungentransplantation. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich während des Prozesses erheblich. Das Königshaus hatte zudem mit Enthüllungen über Mette-Marits frühere Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu kämpfen, wofür sie sich öffentlich entschuldigt hat. Laut aktuellen Umfragen, die von norwegischen Medien zitiert werden, ist die öffentliche Unterstützung für die Monarchie erstmals unter 70 % gefallen.

Strafmaßforderungen und Berufung

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sieben Monaten gefordert, während die Verteidigung argumentierte, Høiby müsse von den Vergewaltigungsvorwürfen freigesprochen werden und dürfe für die von ihm eingeräumten Straftaten nicht mehr als 18 Monate erhalten.

Strafmaßforderungen im Fall Høiby · Jahre
Forderung der Staatsanwaltschaft
7.58 Jahre
Forderung der Verteidigung
1.5 Jahre
Urteil
4 Jahre

Das dreiköpfige Richtergremium entschied auf vier Jahre. Høiby behält das Recht auf Berufung, und sein Anwaltsteam hat angedeutet, dass sie dies in Erwägung ziehen. Ein Versuch in der vergangenen Woche, ihn vorübergehend freizulassen, damit er Zeit mit seiner kranken Mutter verbringen konnte, wurde von einem Berufungsgericht abgelehnt.

Oslo

5 Quellen

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