
Simeone bestätigt: Atlético wird Julián Álvarez trotz Barcelona-Interesse nicht verkaufen
Atlético de Madrids Trainer Diego Simeone sagt, der Verein habe beschlossen, Julián Álvarez nicht zu verkaufen, und lehnt damit Barcelonas 100-Millionen-Euro-Angebot sowie den öffentlichen Transferwunsch des Stürmers von der Weltmeisterschaft ab.
Simeone unterstützt Vereinsentscheidung, nicht zu verkaufen
Diego Simeone, Cheftrainer von Atlético de Madrid, erklärte am Samstag auf einer Pressekonferenz in Seoul, dass die Position des Vereins zu Julián Álvarez geklärt sei. Der argentinische Stürmer stehe nicht zum Verkauf, trotz des Interesses des FC Barcelona und eines öffentlichen Transferwunsches des Spielers selbst während der Weltmeisterschaft 2026. Simeones Äußerungen fielen vor dem dritten Testspiel von Atlético gegen Manchester City in der südkoreanischen Hauptstadt am Sonntag.
Die Lage ist sehr klar. Die Institution hat eine Entscheidung getroffen, die Miguel Ángel sehr gut erklärt hat. Aus sportlicher Sicht sind wir sehr glücklich, einen Spieler wie Julián zu haben, und wir werden ihm helfen, weiter zu wachsen und sich zu verbessern und uns wieder das zu geben, was er uns in diesen zwei Jahren gegeben hat.
Die Entscheidung, auf die Simeone Bezug nahm, wurde am 17. Juli von CEO Miguel Ángel Gil Marín öffentlich gemacht, als Reaktion auf Äußerungen von Barcelonas Präsident Joan Laporta über das Angebot des katalanischen Vereins.
Öffentlicher Wunsch des Spielers und Reaktion des Vereins
Am 22. Juni, nach Argentiniens WM-Spiel gegen Österreich, brach Álvarez sein Schweigen und sagte, er habe mit den Vereinsverantwortlichen gesprochen und glaube, dass ein Transfer für alle Beteiligten das Beste sei. Er nannte kein bevorzugtes Ziel, obwohl Barcelona ihn weiterhin als Priorität für den Angriff betrachtet.
Ich habe mit den Leuten im Verein gesprochen, mit denen ich sprechen musste. Ich denke, das Beste für alle ist ein Transfer, und ich möchte meinen Traum verwirklichen.
Gil Maríns Antwort war eindeutig. Er bestätigte, dass Atlético ein 100-Millionen-Euro-Angebot von Barcelona abgelehnt habe und weder 150 noch 200 Millionen Euro akzeptieren würde. Der Verein reichte auch eine Beschwerde bei der FIFA ein wegen angeblicher unzulässiger Annäherungsversuche Barcelonas an den 26-Jährigen. Atlético hatte zuvor ein 150-Millionen-Euro-Angebot von Real Madrid für den Spieler abgelehnt.
- Álvarez wechselt für 75 Millionen Euro zu Atlético de Madrid
- Álvarez beantragt öffentlich einen Transfer nach Argentinien gegen Österreich bei der WM
- Gil Marín lehnt Barcelonas 100-Millionen-Euro-Angebot ab und schließt einen Verkauf aus
- Simeone bestätigt in Seoul, dass der Verein Álvarez nicht verkaufen wird
- Álvarez soll wieder ins Training von Atlético einsteigen
Vertrag und Leistung
Álvarez wechselte 2024 für 75 Millionen Euro zu Atlético. Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2030 und enthält eine Ausstiegsklausel in Höhe von 500 Millionen Euro. In zwei Spielzeiten beim Verein erzielte der Stürmer 49 Tore und lieferte 17 Vorlagen in 106 Einsätzen, was ihn zu einem zentralen Bestandteil von Simeones Projekt macht.
- Transferkosten für Atlético (2024)
- 75 € Mio.
- Angebot von Barcelona
- 100 € Mio.
- Angebot von Real Madrid (abgelehnt)
- 150 € Mio.
- Ausstiegsklausel
- 500 € Mio.
Griezmann-Präzedenzfall
Simeone zog einen Vergleich mit Antoine Griezmann, der Atlético nach Zahlung seiner 120-Millionen-Euro-Ausstiegsklausel in Richtung Barcelona verließ, dann 2022 ins Metropolitano zurückkehrte und sein Ansehen bei den Fans wiederherstellte, bevor er am Ende der letzten Saison ging. Der Trainer deutete an, dass Álvarez einen ähnlichen Weg gehen könnte, indem er sich auf dem Platz beweist.
Wir hatten in diesen Jahren eine Passage mit Antoine, der gehen und zurückkommen musste und auf dem Platz die Qualität und die Hierarchie beweisen musste, die er hat. Ich sehe keinen anderen Weg, als aus sportlicher Perspektive zu arbeiten, wie es unsere Pflicht ist, und zu versuchen, ihm zu helfen, so wie wir es in diesen zwei Jahren getan haben.
Was als Nächstes passiert
Álvarez soll am Montag, den 10. August, wieder ins Training von Atlético einsteigen. Seine Einstellung bei der Rückkehr könnte darüber entscheiden, ob der Konflikt zwischen dem Spieler, Atlético und Barcelona in seine Endphase eintritt. Simeone hob auch die Ankunft des südkoreanischen Mittelfeldspielers Kang-in Lee hervor und sagte, der Verein werde ihn weiterentwickeln und er werde dem Team helfen.


