
Katalonien verdoppelt Feuerwehrpräsenz zu Sant Joan wegen hoher Waldbrandgefahr
Innenministerin Núria Parlon kündigt einen verstärkten Notfalleinsatz für die Nacht des 23. Juni an, der eine Aufstockung des Feuerwehrpersonals um 50 % sowie über 600 Alkohol- und Drogenkontrollen vorsieht, um auf die erhöhte Waldbrandgefahr nach den jüngsten Regenfällen zu reagieren.
Erhöhtes Waldbrandrisiko
Nach einer Reihe von Bränden in Lleida am Wochenende und jüngsten Regenfällen, die für mehr brennbares Material gesorgt haben, ergreift die katalanische Regierung zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen für die traditionellen Feierlichkeiten mit Freudenfeuern und Feuerwerk zu Sant Joan. Innenministerin Núria Parlon erklärte:
Das Ministerium wird den PROCICAT-Plan in der Vorwarnstufe aktivieren, um Zwischenfälle zu überwachen. Viele Gemeinden werden zudem ihre eigenen lokalen Notfallpläne in der Alarm- oder Vorwarnphase auslösen.Vorsicht ist nie genug.
Verstärkung der Rettungsdienste
Die Feuerwehr wird vom 23. Juni um 19 Uhr bis zum 24. Juni um 21 Uhr mit 50 % mehr Personal als üblich im Einsatz sein. Zu den zusätzlichen Einheiten gehören die Waldbrand-Unterstützungseinheiten GRAF und die aktiven Präventionsteams EPAF sowie mehr als 200 Agents Rurals zur Überwachung. Die CAT112-Notrufzentralen in Reus und Barcelona werden ebenfalls ihr Personal aufstocken, da bei den Feierlichkeiten im letzten Jahr zwischen 20 Uhr am 23. und 8 Uhr am 24. insgesamt 1.356 Anrufe eingingen.
Verkehrs- und Mobilitätsplan
Der Servei Català de Trànsit (SCT) startet seinen Einsatz bereits am Wochenende zuvor, da 610.000 Fahrzeuge erwartet werden, die den Großraum Barcelona verlassen, und 290.000, die zurückkehren. Auf den Autobahnen AP-7 und C-32 werden zusätzliche Spuren geöffnet und Beschränkungen für Schwerlastverkehr gelten, insbesondere am 24. Juni. Parlon merkte an, dass das Datum an einem Mittwoch dazu führen könnte, dass viele einen Brückentag einlegen, was die üblichen Verkehrsströme verändern wird.
- Beginn der Verkehrsoperation des SCT; 610.000 Fahrzeuge werden erwartet, die den Großraum Barcelona verlassen
- Beginn der Feuerwehrverstärkung; 50 % mehr Personal im Dienst
- Aktivierung des PROCICAT-Plans in der Vorwarnstufe; 678 Alkohol- und Drogenkontrollen durch die Mossos
- Ende der Feuerwehrverstärkung
Kampagne für öffentliche Sicherheit
Unter dem Slogan "No petis la revetlla" rät der Zivilschutz davon ab, Feuerwerkskörper bei nicht autorisierten Händlern zu kaufen, diese in einem Umkreis von 500 Metern zu Wäldern zu zünden oder Freudenfeuer ohne kommunale Genehmigung zu entzünden. Die Kampagne berücksichtigt auch die Bedürfnisse von Menschen mit sensorischer Überempfindlichkeit sowie von Haustierbesitzern und fördert ein inklusives Fest. Die Empfehlungen erstrecken sich auf praktische Schritte wie das Entfernen von Wäsche von Balkonen sowie das Schließen von Türen und Fenstern in der Nähe von Feiern. Parlon betonte, dass selbst offensichtliche Vorsichtsmaßnahmen Verletzungen verhindern können, die jedes Jahr vom medizinischen Notdienst (SEM) behandelt werden müssen.


