Sicherheit · Mailand
Mitarbeiter der ATM Mailand untersucht, nachdem Passagier sexistischen Chat mit Überwachungsfotos von Frauen entdeckt
Ein Fahrgast fotografierte einen dienstfreien Straßenbahnfahrer, der auf seinem Handy durch eine WhatsApp-Gruppe scrollte, in der Kollegen Standbilder der Überwachungskameras von Fahrgästinnen und vulgäre Kommentare teilten. Ein Mann wird nun formell untersucht.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Rai news, 20 minutos, il Giornale.it und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein Fahrer der Linie 15 wird formell des unbefugten Zugangs zu einem Computersystem beschuldigt, nachdem eine Fahrgästin ihn beim Betrachten des Chats gesehen hatte.
Die Polizei vollstreckte Durchsuchungsbefehle bei vier weiteren ATM-Angestellten, die in dem Chat schrieben, als die Fahrgästin ihr Foto machte; sie sind derzeit nicht angeklagt.
Die WhatsApp-Gruppe „Ticinese-Mitarbeiter“ teilte Standbilder der Überwachungskameras von Fahrgästinnen sowie sexistische Kommentare; die Ermittler prüfen, ob das Filmmaterial durch Abfotografieren eines Fahrermonitors oder durch Hacken der Unternehmensdatenbank erlangt wurde.
Das Mailänder Verkehrsunternehmen suspendierte die Mitarbeiter vom Dienst und von der Bezahlung, erstattete Strafanzeige und informierte die nationale Datenschutzbehörde.
Eine junge Frau fotografierte den Handybildschirm eines Fahrers, auf dem der Körper einer Frau zu sehen war, und reichte über Anwältin Cathy La Torre Anzeige bei der Mailänder Staatsanwaltschaft ein.
Entdeckung in einer vollen Straßenbahn
Eine junge Frau, die mit der Mailänder Straßenbahnlinie 15 fuhr, bemerkte einen dienstfreien Fahrer der ATM, der auf seinem Handy durch eine WhatsApp-Gruppe namens „Ticinese-Mitarbeiter“ scrollte. Auf dem Bildschirm war das Foto des Körpers einer Fahrgästin zu sehen, das offenbar von den fahrzeuginternen Überwachungskameras stammte. Sie fotografierte den Bildschirm selbst ab, hielt so das Bild und die Benutzernamen anderer Gruppenmitglieder fest und reichte später über ihre Anwältin Cathy La Torre eine Anzeige ein.
Der Inhalt des Chats
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe – Schätzungen zufolge mit mindestens sieben, nach anderen Angaben mehr als zehn Teilnehmern – dazu genutzt wurde, Standbilder von Frauen, die aus den Überwachungskameras von Bussen und Straßenbahnen stammten, zu teilen. Die Bilder waren von sexistischen und vulgären Kommentaren begleitet. Eines der Mitglieder soll ein pensionierter ATM-Mitarbeiter sein. Der Mailänder Generalstaatsanwalt Marcello Viola hat ein Ermittlungsverfahren wegen unbefugten Zugangs zu einem Computersystem eingeleitet.
Ermittlungen ausgeweitet
Die Polizei vollstreckte Durchsuchungsbefehle bei dem Tatverdächtigen, einem Fahrer der Linie 15, sowie bei vier weiteren ATM-Angestellten, die derzeit nicht formell untersucht werden. Handys und andere IT-Geräte wurden beschlagnahmt. Die Staatsanwälte Grazia Colacicco und Carlo Enea Parodi versuchen zu klären, ob die Bilder durch einfaches Abfotografieren des Monitors im Fahrerstand oder durch Zugriff auf die Unternehmensdatenbank erlangt wurden, in der die Aufnahmen bis zu sieben Tage gespeichert werden. Nur Mitarbeiter der Leitstelle sind zum Zugriff auf dieses Archiv befugt.
Reaktion der Institutionen
Die ATM erstattete Strafanzeige und meldete den Vorgang zudem der italienischen Datenschutzbehörde, dem Garante della Privacy. Alle an dem Chat beteiligten Mitarbeiter wurden vom Dienst und von der Bezahlung suspendiert. Das Unternehmen erklärte, es lehne jede Form schädlichen Verhaltens ab.
Breitere Reaktionen
Der Fall verbreitete sich schnell in den sozialen Medien. Die Autorin und Aktivistin Carlotta Vagnoli griff ihn in ihrem Newsletter auf, und weitere Influencer beteiligten sich an der Diskussion. Im Regionalrat der Lombardei kritisierte der Fraktionsvorsitzende der Demokratischen Partei, Pierfrancesco Majorino, öffentliche Persönlichkeiten, die seiner Ansicht nach Gewalt gegen Frauen verharmlosen, und nannte als Beispiel Roberto Vannacci.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Rai newsChat sessista, c'è un primo indagato. Sospesi i dipendenti coinvolti
- 20 minutosInvestigan un chat de trabajadores del transporte público de Milán con fotos de pasajeras
- il Giornale.itChat sessista fra i dipendenti Atm, cinque perquisizioni: c'è un indagato, lavoratori sospesi
- Il MessaggeroChat sessista tra gli autisti Atm, c'è un primo indagato: sospesi i dipendenti iscritti al gruppo "Ticinese Staff
- Marcello Viola
- Mailänder Generalstaatsanwalt, der die Ermittlungen zu der sexistischen Chatgruppe bei der ATM leitet.
- Cathy La Torre
- Anwältin, die die Fahrgästin vertritt, die den WhatsApp-Chat entdeckt und angezeigt hat.
- Carlotta Vagnoli
- Autorin und Aktivistin, die den Fall in ihrem Newsletter thematisierte.
- Pierfrancesco Majorino
- Fraktionsvorsitzender der Demokratischen Partei im Regionalrat der Lombardei, der sich zu dem Fall äußerte.
- Roberto Vannacci
- Öffentliche Person, die von Majorino dafür kritisiert wurde, Gewalt gegen Frauen zu verharmlosen.
- Grazia Colacicco
- Mailänder Staatsanwältin, die das Verfahren wegen unbefugten Zugangs gegen den ATM-Mitarbeiter bearbeitet.
- Carlo Enea Parodi
- Mailänder Staatsanwalt, der das Verfahren wegen unbefugten Zugangs gemeinsam mit Colacicco bearbeitet.
- Orte
- Mailand
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