BerichtTrump spricht mit Selenskyj und Putin

Diplomatie · Évian-les-Bains

G7 einig über verstärkten Druck auf Russland – Trump winkt mit Ölsanktionen – Selenskyj fordert Putin zu Verhandlungen

Beim G7-Gipfel in Évian einigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, den wirtschaftlichen und militärischen Druck auf Moskau zu erhöhen. Donald Trump deutete an, dass die USA bald wieder Ölsanktionen verhängen könnten, da sich die Rohölmärkte entspannt hätten.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, BFMTV, N-tv und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Évian-les-Bains · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 16.06.G7-Staatschefs halten Sitzung zur Ukraine ab und vereinbaren verstärkte Militärhilfe und Energiesanktionen gegen Moskau.
  2. 16.06.Trump sagt, die USA seien bereit, die Ölsanktionen gegen Russland wieder aufzunehmen, und verweist auf reichlich vorhandenes Rohöl.
  3. 16.06.Von der Leyen erklärt: „Das Blatt wendet sich für die Ukraine“ – die Dynamik auf dem Schlachtfeld verändere sich.

G7-Staatschefs zeigen geschlossene Haltung zur Ukraine

Die Staats- und Regierungschefs der G7 und der Europäischen Union trafen am Gipfel in Évian‑les‑Bains mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen und vereinbarten, den Druck auf den Kreml zu verstärken. Nach Angaben italienischer Diplomatenquellen sei die Gruppe „sehr geeint“ gewesen und habe eine „Botschaft der Einheit an Selenskyj“ gesendet. Die Sitzung brachte drei klare Elemente hervor: fortgesetzten und wenn möglich verstärkten Druck auf Moskau, stärkere Energiehilfe (Italien stellt 30–35 Millionen Euro zur Verfügung) und verstärkte Luftabwehrhilfe. Bundeskanzler Friedrich Merz sprach von einem „Fenster für Diplomatie“, während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen optimistischen Ton anschlug und erklärte, dass sich die Dynamik im Krieg verändert habe.

„Das Blatt wendet sich für die Ukraine.“

Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspräsidentin

Trump: USA bereit, Ölsanktionen wieder aufzunehmen

US-Präsident Donald Trump signalisierte, dass Washington bereit sei, die Sanktionen gegen russische Ölexporte wieder zu verhängen, die zuvor gelockert worden waren, um die globalen Rohölmärkte während des Iran-Konflikts nicht zu beeinträchtigen. Am Rande des Gipfels traf Trump den Präsidenten der VAE, Mohamed bin Zayed al-Nahyan, und sagte zu Reportern: „Wir haben die Sanktionen aufgehoben, weil wir das Öl natürlich nicht behindern wollten. Aber wir sind in der Lage, das bald zu tun.“ Der Kurswechsel erfolge, da das Öl nun „frei fließe“, so der US-Präsident, wodurch die frühere Sorge vor Preisspitzen entfallen sei. Europäische Beamte bestätigten, dass die G7 vereinbart habe, den wirtschaftlichen Druck, insbesondere durch Öl- und Gassanktionen, zu erhöhen.

„Russland sollte einen Deal machen.“

Donald Trump, US-Präsident

Selenskyj schlägt Treffen mit Putin in den USA vor

Selenskyj enthüllte, dass er Trump ein trilaterales Treffen auf amerikanischem Boden vorgeschlagen habe, mit dem Argument, dass das Format es „Putin viel schwerer machen würde, abzulehnen, zumindest vor Präsident Trump.“ Frühere Angebote, sich an einem Ort zu treffen, an dem konkrete Entscheidungen getroffen werden könnten, seien von Moskau abgelehnt worden. Der ukrainische Führer sagte, dass, falls Russland auch den in den USA stattfindenden Vorschlag ablehne, „weiterer Druck notwendig sein wird.“ Trump, der am Sonntag vor dem Gipfel sowohl mit Selenskyj als auch mit Wladimir Putin telefonierte, zeigte sich vorsichtig: „Vielleicht können wir etwas tun. Beide sind offen.“

„Wir haben Trump vorgeschlagen, ein solches Treffen in den USA zu organisieren, in einem Format, das es Putin viel schwerer machen würde, abzulehnen.“

Volodymyr Zelenskyy, Ukrainischer Präsident

Großbritannien, Kanada und die EU verhängen neue Sanktionen

Mehrere G7-Mitglieder kündigten noch während des Gipfels neue Strafmaßnahmen gegen Moskau an. Am Montag verhängte das Vereinigte Königreich 70 weitere Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte, rüstungsindustrielle Lieferketten und illegale Finanznetzwerke, die zur Umgehung früherer Beschränkungen genutzt werden. Kanada folgte diesem Beispiel nach einem bilateralen Treffen zwischen Premierminister Mark Carney und Selenskyj und setzte 162 Personen, Organisationen und Schiffe auf seine Sanktionsliste – beschrieben als „alle Vermögenswerte der russischen Kriegsmaschinerie.“ Die Europäische Kommission legte letzte Woche ihr 21. Sanktionspaket vor, das einen Vorschlag zur Einfrierung der Preisobergrenze für russische Ölkäufe bei 44 Dollar pro Barrel enthält. Frankreich, Großbritannien und Italien haben auch Tanker der russischen Schattenflotte beschlagnahmt, und Berlin wurde aufgefordert, sich mit seiner eigenen Marine an der Abfangoperation verdächtiger Schiffe zu beteiligen.

Erneuter westlicher Optimismus über die Lage der Ukraine an der Front

Hinter dem diplomatischen Vorstoß steht eine überarbeitete Einschätzung der militärischen Lage. Deutsche Quellen sagten, die Front habe sich „eindeutig zugunsten der Ukraine entwickelt“ und Russland könne den Krieg nicht gewinnen. Von der Leyen stellte die aktuelle Situation der von 2025 gegenüber und bemerkte, dass die Ukraine die Front halte, während Russlands Erschöpfung offen sichtbar sei. Der britische Premierminister Keir Starmer wiederholte die Stimmung und sagte, es gebe „einen echten Konsens im Raum unter den G7, dass die Sanktionen tatsächlich wirken, da die Ukraine Erfolge erzielt und Territorium zurückerobert.“ Der Gipfel vereinbarte auch weitere militärische Hilfe, insbesondere für die Luftverteidigung. In der Zwischenzeit setzte die Ukraine ihre Angriffe tief im russischen Hoheitsgebiet fort: Am Dienstag traf eine Drohne eine Raffinerie bei Moskau, was die veränderte Dynamik unterstreicht, auf die die G7-Führer setzen, um den Kreml an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen