
Waldbrände in Segovia zwingen zwei Orte zur Evakuierung – Feuer erreicht höchste Gefahrenstufe
Zwei Waldbrände in der spanischen Provinz Segovia haben am Sonntagnachmittag zu präventiven Evakuierungen geführt, nachdem der Brand in Navas de San Antonio auf die höchste Gefahrenstufe 2 hochgestuft wurde. Ein weiteres Feuer in Tírig (Castellón) erzwang ebenfalls die Evakuierung von Catí.
Brand in Navas de San Antonio
Ein Waldbrand in Navas de San Antonio, Provinz Segovia, begann am Samstag gegen 16:00 Uhr, als ein Fahrzeug auf dem Seitenstreifen der Autobahn AP-6 in der Nähe der Zone Telégrafo Feuer fing und die Flammen auf den umliegenden Wald übergriffen. Das Feuer zwang die Behörden, sowohl die N-VI als auch die AP-6 am Samstag für mehrere Stunden in beide Richtungen zu sperren. Der Brand wurde zunächst ab Samstag 18:00 Uhr auf IGR-Stufe 1 (Índice de Gravedad Potencial) eingestuft, doch windbedingte Reaktivierungen am Sonntagnachmittag veranlassten die Junta de Castilla y León, den Notstand um 17:41 Uhr auf IGR-Stufe 2 anzuheben.
- Brand beginnt, nachdem Fahrzeug auf AP-6-Seitenstreifen nahe Telégrafo brennt
- IGR-Stufe 1 ausgerufen; N-VI und AP-6 in beide Richtungen gesperrt
- Nacht als positiv beschrieben; Arbeiten zur Perimetersicherung laufen weiter
- Windböen von 40 bis 50 km/h aus Südwest vorhergesagt
- IGR auf Stufe 2 angehoben; Evakuierungen von Los Ángeles de San Rafael und Vegas de Matute angeordnet
Evakuierungen angeordnet
Nach einer dringenden Sitzung des Centro de Coordinación Operativa (Cecopi) ordneten die Behörden die sofortige präventive Evakuierung zweier Siedlungen an: Los Ángeles de San Rafael in der Gemeinde El Espinar und Vegas de Matute. Die Gemeinde El Espinar stellte die Polideportivo Municipal als Notunterkunft zur Verfügung und organisierte Busse für Bewohner ohne eigenes Fahrzeug. Die Gemeinde Vegas de Matute öffnete das Colegio de Villacastín zur Unterbringung der Evakuierten. Der technische Leiter der Brandbekämpfung, José Luis Sánchez, hatte am Sonntagmorgen erklärt, die Priorität liege in der Konsolidierung der Brandgrenze und die Lage sei stabil, doch Windböen aus Südwest mit bis zu 40 km/h führten am Nachmittag zu heftigen Reaktivierungen entlang der Westflanke und in bereits abgebrannten Gebieten.
Einsatz von Ressourcen
Mehr als 40 Luft- und Bodenfahrzeuge sind im Einsatz. Die Bereitstellung von Castilla y León umfasst fünf Hubschrauber, acht Bodenmannschaften, sechs Löschfahrzeuge, acht hubschraubergestützte Brigaden und sechs Planierraupen sowie drei Techniker und fünf Umweltbeauftragte. Die Autonome Gemeinschaft Madrid entsandte auf Ersuchen der Junta Verstärkung: fünf Bodeneinheiten und drei Hubschrauber. Am Sonntagmorgen waren etwa 30 Mittel zugewiesen, zeitweise waren fast 60 Mittel aktiviert.
- Bodenmannschaften
- 8 Einheiten
- Hubschraubergestützte Brigaden
- 8 Einheiten
- Löschfahrzeuge
- 6 Einheiten
- Planierraupen
- 6 Einheiten
- Hubschrauber
- 5 Einheiten
Brand in Tírig (Castellón)
Ein weiterer Waldbrand in Tírig, Provinz Castellón, begann am Freitag am späten Nachmittag, wobei Hinweise auf einen Blitzeinschlag als Ursache deuten. Die Löschteams arbeiten an zwei Fronten: einer nördlichen Front, die die Gemeinde Catí betrifft, und einer südlichen Front im Gemeindegebiet von Tírig. Die Bevölkerung von Catí war seit Samstag eingeschlossen und wurde am Sonntag per Es-Alert-Nachricht zur Evakuierung aufgefordert, wobei die Bewohner angewiesen wurden, die Straßen CV-128 oder N-232 in Richtung Xert zu nehmen, gemäß den Anweisungen der Guardia Civil. Die Südfront verbesserte sich aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit über Nacht.
Weitere aktive Brände
Am Sonntagnachmittag waren in der Region weitere Waldbrände aktiv. Ein Feuer in Revenga (Provinz Segovia) wurde kurz vor 17:00 Uhr gemeldet und auf IGR-Stufe 1 hochgestuft. Brände waren auch in Quintela (León) und San Adrián de Juarros (Burgos) aktiv.


