
Hubschrauber kollidieren über Rio de Janeiro – sechs Tote, 20 Elektroautos in Flammen
Zwei Hubschrauber sind am Sonntag über der Westzone von Rio de Janeiro zusammengestoßen. Alle sechs Insassen kamen ums Leben, durch den Aufprall entstand ein Feuer, das rund 20 Elektrofahrzeuge zerstörte.
Was geschah
Zwei Hubschrauber kollidierten am Sonntag, den 14. Juni 2026, um 8:59 Uhr Ortszeit über der Westzone von Rio de Janeiro in der Luft. Alle sechs Insassen kamen ums Leben. Beide Maschinen stürzten in der Nähe des Stadtteils Recreio dos Bandeirantes ab, Trümmerteile verteilten sich in einem Umkreis von etwa 100 Metern. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch unbekannt, die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet.
- Zwei Hubschrauber kollidieren in der Luft über Recreio dos Bandeirantes.
- Feuerwehr wird alarmiert; ein Hubschrauber stürzt auf BYD-Parkplatz und entzündet Feuer.
- Rettungskräfte finden fünf Leichen im ersten Hubschrauber; sechstes Opfer später im zweiten Wrack entdeckt.
- Feuer unter Kontrolle gebracht; Straße aufgrund von Trümmerteilen teilweise gesperrt.
Absturzstelle und Brand
Einer der Hubschrauber stürzte auf einen Parkplatz, den der chinesische Elektroautohersteller BYD von einer verlassenen Kirche gemietet hatte. Der Aufprall löste eine Explosion und ein Großfeuer aus, das rund 20 Elektrofahrzeuge zerstörte. Eine dicke schwarze Rauchsäule stieg in den Himmel und war mehrere Kilometer weit zu sehen. Der zweite Hubschrauber explodierte nicht; er landete mit dem Fahrwerk nach oben. Ein Heckteil traf ein Gebäude, andere Teile fielen auf eine vielbefahrene Straße, die teilweise gesperrt wurde. Trotz der schweren Schäden am Boden wurden keine Verletzten unter den Menschen in der Umgebung gemeldet.
Mindestens sechs Todesfälle wurden bestätigt, alle waren Besatzungsmitglieder der an dem Unfall beteiligten Luftfahrzeuge.
Opfer und Rettungseinsatz
Alle sechs Insassen der beiden Hubschrauber kamen ums Leben. Feuerwehrsprecher Fabio Contreiras sagte, die Rettungskräfte hätten zunächst fünf Leichen im ersten Hubschrauber gefunden; das sechste Opfer wurde später im zweiten Wrack entdeckt. Die Militärfeuerwehr entsandte rund 45 Einsatzkräfte und 15 Fahrzeuge zum Unglücksort. Sie löschten die Flammen etwa eine Stunde nach dem Absturz, gegen 10:00 Uhr Ortszeit, und verhinderten so ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude. Hubschrauber sind in Rio de Janeiro ein gängiges Verkehrsmittel für Geschäfts- und Tourismusreisen.
Ermittlungen
Die Identitäten der Opfer wurden noch nicht bekannt gegeben, die Ursache des Zusammenstoßes in der Luft wird weiterhin untersucht. Tödliche Unfälle mit Kleinflugzeugen sind in Brasilien relativ häufig. Erst letzten Monat stürzte ein Kleinflugzeug in Belo Horizonte in ein Gebäude, wobei der Pilot und der Copilot ums Leben kamen.


