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Portugiesischer Schauspieler Nuno Homem de Sá wegen häuslicher Gewalt verurteilt, erhält dreijährige Bewährungsstrafe

Nuno Homem de Sá wurde wegen körperlicher und psychischer Gewalt gegen seine Ex-Freundin Frederica Lima schuldig gesprochen und zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung sowie einer sechsmonatigen elektronischen Fußfessel verurteilt.

Nuno Homem de Sá wurde am Montag, den 15. Juni 2026, wegen häuslicher Gewalt gegen seine ehemalige Partnerin Frederica Lima verurteilt. Das Gericht in Torres Vedras verurteilte den 64-jährigen Schauspieler zu einer dreijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung, verbunden mit der Auflage, für die ersten sechs Monate eine elektronische Fußfessel zu tragen und 3.000 Euro Entschädigung an das Opfer zu zahlen.

Urteilsverkündung

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Homem de Sá Lima sowohl körperlicher als auch psychischer Gewalt ausgesetzt hat. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe gefordert, der sich der Richter anschloss. In der Urteilsbegründung merkte der Richter an, dass der Schauspieler zwar nicht vorbestraft sei, jedoch "die erwiesenen Tatsachen nicht eingeräumt" und diese verharmlost habe.

Natürlich bin ich nervös, wären Sie das nicht? Wer die Wahrheit kennt, hat die Wahrheit auf seiner Seite.

Vor der Urteilsverkündung sprach Homem de Sá mit Reportern und wirkte dabei nervös, aber zuversichtlich. Er bestritt die Vorwürfe des Stalkings auf der Autobahn A1 und behauptete, Limas Ex-Freund habe diesen Vorwurf bereits entkräftet.

Reaktion des Opfers

Nach dem Urteil veröffentlichte Frederica Lima ein Video auf Instagram, in dem ihr Anwalt, Dr. Miguel Matias, zu Journalisten spricht. Sie dankte ihm für seine "enorme Kompetenz, Professionalität und Haltung" und erklärte, sie lasse seine Worte für sich selbst stehen.

Ich habe meinem Anwalt und dem Gericht versprochen, dass ich während des Prozesses nicht sprechen werde. Ich habe dieses Versprechen gehalten.

Lima thematisierte zudem die Strafen bei häuslicher Gewalt und schrieb: "Jeden Tag sehe ich in den Nachrichten, wie die Zahlen zu häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Frauen steigen, niemand tut etwas, die strafrechtlichen Rahmenbedingungen sind schwach und die Urteile, wenn sie denn gefällt werden, werden zur Bewährung ausgesetzt."

Heute bin ich gelassener, nur weil ich akzeptiert habe, dass wahre Gerechtigkeit niemals geschehen wird und ich mich damit abfinden musste.

Sie beschrieb den einzigen Sieg darin, ihren Namen reingewaschen und bewiesen zu haben, dass sie immer die Wahrheit gesagt habe, betonte jedoch, dass keine Bewährungsstrafe die "Jahre der Folter", die sie ertragen musste, ungeschehen machen oder ihr Frieden und Sicherheit zurückgeben könne.

Ein zweijähriger Rechtsstreit

Wichtige Phasen des Falls
  1. Frederica Lima erstattet Anzeige wegen häuslicher Gewalt gegen Nuno Homem de Sá.
  2. Homem de Sá erscheint vor Richter in Loures; Identitäts- und Wohnsitzauflage sowie Annäherungsverbot auf 500 Meter verhängt.
  3. Lima gibt ein TV-Interview bei SIC und beschreibt Tritte und Ohrfeigen während der Beziehung.
  4. Gericht in Torres Vedras verurteilt den Schauspieler zu drei Jahren auf Bewährung, elektronischer Fußfessel und 3.000 Euro Entschädigung.

Frederica Lima brachte den Fall vor etwa zwei Jahren zur Anzeige. Im September 2025 erschien Homem de Sá vor einem Richter in Loures, der eine Identitäts- und Wohnsitzauflage verhängte, ihm untersagte, sich Limas Wohn- und Arbeitsort auf weniger als 500 Meter zu nähern, und jeglichen Kontakt zu ihr verbot. Im November 2025 gab Lima dem Sender SIC ein ausführliches Interview, in dem sie von "Tritten" und "Ohrfeigen" während ihrer Beziehung berichtete.

Der Prozess endete am 15. Juni 2026 mit der Bewährungsstrafe und der Auflage der elektronischen Überwachung. Limas Anwalt, Dr. Miguel Matias, der auch Opfer im Casa-Pia-Fall vertrat, war während des gesamten Verfahrens eine zentrale Figur ihrer Verteidigung.

Torres Vedras

4 Quellen

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