
Marokko-Stürmer Saibari fällt für Viertelfinale gegen Frankreich aus – Ouahbi betont: Atlas-Löwen jagen den Titel
Marokko muss im Viertelfinale der Weltmeisterschaft am Donnerstag gegen Frankreich auf Stürmer Ismael Saibari verzichten, aber Trainer Mohamed Ouahbi sagt, seine Mannschaft gebe sich nicht mit dem Einzug unter die letzten Acht zufrieden, sondern strebe den Turniersieg an.
Verletzungsrückschlag für Marokko
Marokko muss gegen Frankreich ohne Stürmer Ismael Saibari auskommen, der sich im Achtelfinalsieg gegen Kanada eine Oberschenkelverletzung zugezogen hat. Saibari traf in allen drei Gruppenspielen und verwandelte den entscheidenden Elfmeter im Elfmeterschießen gegen die Niederlande in der zweiten Runde. Trainer Mohamed Ouahbi bestätigte, dass der Stürmer für das Viertelfinale nicht bereit ist, hofft aber, dass es nicht das Ende seines Turniers ist.
Er ist nicht bereit, aber ich hoffe, es ist nicht das Ende des Turniers für ihn.
Frankreichs Angriffsstärke
Frankreich erreichte das Viertelfinale nach einem mühsamen 1:0-Sieg gegen Paraguay, bei dem Kylian Mbappé sein siebtes Turniertor per Elfmeter erzielte. Der französische Kapitän liegt gemeinsam mit Lionel Messi und Erling Haaland an der Spitze der Torschützenliste, wobei ein Bericht Messi acht Tore zuschreibt. Neben Mbappé bilden Ousmane Dembélé, Michael Olise und Bradley Barcola eine der gefährlichsten Angriffsreihen der WM. Dembélé erzielte in der Gruppenphase einen Hattrick gegen Norwegen.
Ouahbi weist Außenseiterrolle zurück
Marokko überstand seine Gruppe souverän mit einem Unentschieden gegen Brasilien und Siegen gegen Haiti und Schottland, sammelte sieben Punkte und schaltete dann die Niederlande und Co-Gastgeber Kanada aus. Ouahbi widersprach Andeutungen, seine Mannschaft habe mit dem Einzug ins Viertelfinale bereits überperformt, und betonte, der einzige Bonus sei der Gewinn der Weltmeisterschaft.
Ich mag dieses Gefühl nicht, 'wir haben es gut gemacht, hierher zu kommen, und alles andere ist Bonus'. Nein, der Bonus ist es, die Weltmeisterschaft zu gewinnen.
Ein Rematch mit Geschichte
Das Spiel im Foxborough Stadium ist ein Rematch des Halbfinales von 2022, als Frankreich Marokkos historischen Lauf in Katar mit einem 2:0-Sieg beendete. Vier Jahre später ist Marokko kein überraschender Außenseiter mehr, sondern eine selbstbewusste Mannschaft, die offen den Titel anvisiert. Die beiden Länder verbindet eine komplexe Geschichte: Marokko war im 20. Jahrhundert größtenteils eine französische Kolonie, und in Frankreich leben mehr als 700.000 Menschen marokkanischer Herkunft.
Was am Donnerstag zu erwarten ist
Ouahbi sagte, es werde keine Überraschungen in Marokkos Herangehensweise geben, und betonte Geduld im Ballbesitz und die Notwendigkeit, Frankreich über die Flügel und durch die Mitte zu schaden. Frankreich hat noch nicht gegen eine Mannschaft mit Marokkos Mischung aus technischer Qualität, athletischer Intensität und Selbstvertrauen gespielt, und das Viertelfinale soll der bisher klarste Test für die Titelambitionen von Les Bleus sein.


