
32-jährige Frau vor Elternhaus in Scorzè bei Venedig mit Säure verätzt
Eine 32-jährige Frau liegt nach einem Säureangriff mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus. Ein Mann hatte ihr am Abend des 26. Juni in Peseggia di Scorzè, einem Ort nahe Venedig, eine ätzende Flüssigkeit ins Gesicht geschleudert. Lebensgefahr besteht nicht.
Der Angriff
Eine 32-jährige Frau wurde am 26. Juni kurz vor 22 Uhr in Peseggia di Scorzè bei Venedig mit Säure angegriffen. Sie war von Mestre zum Haus ihrer Eltern gefahren und stieg gerade aus ihrem Auto, als ein Mann auf sie zukam und eine ätzende Flüssigkeit auf sie schleuderte. Die Substanz traf ihren Hals, die Arme und Teile ihres Gesichts. Der Angreifer flüchtete; die Flüssigkeit wurde noch nicht endgültig identifiziert, könnte aber Salzsäure gewesen sein.
Zustand des Opfers
Die Frau wurde in das Brandverletztenzentrum des Krankenhauses von Padua eingeliefert, mit Verbrennungen auf 18 Prozent ihres Körpers, wie die Repubblica berichtet. Das medizinische Personal beschreibt ihre Wunden als schwer, aber nicht lebensbedrohlich. Sie befindet sich noch im Schockzustand und konnte den Ermittlern bisher keine detaillierte Schilderung geben.
Ermittlungen
Die Carabinieri von Scorzè leiten die Ermittlungen. Die Frau hat den Beamten gesagt, dass sie nicht glaube, das Ziel einer bestimmten Person gewesen zu sein. Die Ermittler durchleuchten daher ihr soziales Umfeld, ihre jüngsten Kontakte und mögliche Ereignisse, die den Angriff erklären könnten.
Reaktion
Der Bürgermeister von Scorzè, Giovanni Battista Mestriner, nannte den Vorfall „eine schreckliche Tragödie, die sich mitten im Stadtzentrum ereignet hat, plötzlich und vorerst unerklärlich“. Er fügte hinzu: „Die junge Frau ist eine unserer Mitbürgerinnen, hier geboren und aufgewachsen. Wir brauchen Klarheit und vertrauen auf die Carabinieri von Scorzè, die stets sehr aufmerksam und wachsam sind, um Antworten zu finden. In der Zwischenzeit stehen wir ihr angesichts dieser schockierenden Tat zur Seite. Die zerstörerische Gewalt gegen Frauen muss ein Ende haben.“


