Konflikte · Kiew, Moskau und London
Amnesty International beschuldigt Russland des Menschenhandels mit ausländischen Rekruten für den Kampf in der Ukraine
Ein in Kiew vorgestellter Bericht zeigt, dass Tausende ausländische Staatsangehörige und Migranten aus dem globalen Süden durch gefälschte Stellenangebote gelockt und zum Dienst an der russischen Front gezwungen wurden.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Al Jazeera Online, polsatnews.pl, Libertatea und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Rekrutierer lockten ausländische Männer unter 40 mit gefälschten zivilen Stellenangeboten, bevor sie ihnen die Pässe abnahmen und sie nach weniger als zwei Wochen Ausbildung einsetzten.
Amnesty-Mitarbeiter Aymeric Elluin schilderte, wie russische Behörden Migranten, deren Aufenthaltsgenehmigungen abliefen, unter Androhung der Abschiebung zur Anwerbung drängten.
Ukrainische Schätzungen vom April 2026 identifizierten über 28.000 ausländische Staatsangehörige aus 136 Ländern in der russischen Armee, zusammen mit 14.000 nordkoreanischen Soldaten, die 2024 eingesetzt wurden.
Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard rief zur Rechenschaftspflicht russischer Beamter auf, während Länder wie Kenia und Ghana die Einstellung der Rekrutierung ihrer Bürger fordern.
- April 2026Ukrainische Aufzeichnungen zählen über 28.000 ausländische Soldaten aus 136 Ländern
- Juni 2026AFP enthüllt, dass kenianische Bürger durch falsche Stellenangebote in den Frontkampf gelockt wurden
- 10.09.Amnesty International veröffentlicht Bericht, der die Rekrutierung als Menschenhandel einstuft
Vorwürfe des Menschenhandels
Amnesty International veröffentlichte am 10. September in Kiew einen Bericht, in dem sie russischen Behörden vorwirft, ausländische Staatsangehörige durch Praktiken, die Menschenhandel darstellen, zum Militärdienst an der ukrainischen Front getäuscht zu haben. Die Menschenrechtsorganisation führte zwischen 2024 und 2026 Interviews mit Kriegsgefangenen in zwei ukrainischen Lagern sowie mit ausländischen Kämpfern, deren Familien, Anwälten und Journalisten. Die in der Untersuchung identifizierten Rekruten stammten aus Ländern wie Brasilien, Kolumbien, Kuba, Ägypten, Sierra Leone, Somalia, Südafrika und Sri Lanka. Amnesty kam zu dem Schluss, dass die Rekrutierung aufgrund der systematischen Anwendung von Betrug, Täuschung und körperlichem Zwang gegen das Palermo-Protokoll der Vereinten Nationen verstößt.
Die Generalsekretärin von Amnesty International, Agnès Callamard, verurteilte die Methoden während der Präsentation der Ergebnisse.
„Amnestys Forschung zeigt, wie die russischen Streitkräfte ihre Reihen mit wirtschaftlich verwundbaren ausländischen Staatsangehörigen verstärken und sie im Angriffskrieg gegen die Ukraine als Kanonenfutter einsetzen.“
Täuschungsmanöver bei der Rekrutierung
Der Bericht identifiziert den typischen Rekruten als einen wirtschaftlich verwundbaren Mann unter 40 Jahren aus dem globalen Süden. Rekrutierer setzten lokale Agenten und irreführende Online-Stellenanzeigen für lukrative zivile Positionen in den Bereichen Bauwesen, Informationstechnologie, Logistik und Sicherheit ein. In einem von Amnesty zitierten Fall nahm ein südafrikanischer Bewerber, der einen kommerziellen Fahrerjob in Polen annahm, die Anweisung, über Moskau zu reisen, wo die Behörden seine Dokumente beschlagnahmten und ihn zum Militärdienst zwangen. Ein brasilianischer Staatsangehöriger namens Pedro wurde zu einer militärischen Ausbildungseinrichtung geschickt, nachdem er geglaubt hatte, einen Arbeitsvertrag für eine IT-Position unterschrieben zu haben. Bei ihrer Ankunft wurden den Rekruten ihre Pässe und Mobiltelefone abgenommen, sie wurden gezwungen, Militärverträge auf Russisch zu unterschreiben, die sie nicht lesen konnten, und nach weniger als zwei Wochen Ausbildung an die Front geschickt.
Zwang von Migranten in Russland
Über die Rekrutierung im Ausland hinaus haben russische Behörden systematisch ausländische Arbeiter und Flüchtlinge, die bereits im Land leben, ins Visier genommen. Amnesty-Mitarbeiter Aymeric Elluin erklärte, dass staatliche Stellen Personen ausnutzten, deren Arbeitserlaubnisse oder Aufenthaltsvisa abliefen. Anstatt abgeschoben zu werden, wurden Migranten Positionen als nicht kämpfendes Personal angeboten, wie Köche oder Fahrer, ohne dass offengelegt wurde, dass die Arbeit in Kampfgebieten stattfinden würde. Ein sri-lankischer Staatsangehöriger namens Dinesh wurde nach Ablauf seiner russischen Arbeitserlaubnis zum Militärdienst gezwungen, erhielt zwei Wochen Ausbildung und wurde zwei Monate später von ukrainischen Streitkräften gefangen genommen. Amnesty berichtete, dass staatliche Stellen, darunter die Polizei sowie das Innen- und Justizministerium, an der Menschenhandelskette beteiligt sind.
„Offensichtlich gibt es viele Personen, die für den russischen Staat arbeiten und wissen, dass die Menschen, die sie an die Front rekrutieren, Opfer von Menschenhandel sind. Sie sind an diesem Phänomen beteiligt und müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“
Ausmaß und internationale Reaktionen
Schätzungen der ukrainischen Regierung vom April 2026 zufolge haben mehr als 28.000 ausländische Staatsangehörige aus 136 Ländern in der russischen Armee gedient, gegenüber einer Schätzung von mindestens 27.000 aus 135 Ländern im März. Diese Zahlen schließen etwa 14.000 nordkoreanische Soldaten nicht ein, die 2024 zur Abwehr der ukrainischen Offensive in der Region Kursk entsandt wurden. Traditionelle Herkunftsländer von Migranten wie Tadschikistan, Belarus und Kasachstan stellen die größten ausländischen Kontingente. Die Ukraine beschäftigt ebenfalls ausländische Kämpfer, insbesondere aus Kolumbien, obwohl Amnesty anmerkte, dass es inhaftierte Personen in Russland nicht inspizieren könne, da Moskau die Organisation als ausländischen Agenten eingestuft habe. Der Kreml reagierte nicht öffentlich auf die Vorwürfe, während die Regierungen Kenias und Ghanas von Russland forderten, die Rekrutierung ihrer Staatsbürger einzustellen.
- Ausländische Rekruten (März 2026)
- 27000 Personen
- Ausländische Rekruten (April 2026)
- 28000 Personen
- Nordkoreanische Truppen (2024)
- 14000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Al Jazeera OnlineAmnesty accuses Russia of trafficking foreigners to fight in Ukraine
- polsatnews.plTylu obcokrajowców walczy po stronie Rosji w Ukrainie. Alarmujący raport
- LibertateaRecrutarea străinilor de către Rusia constituie trafic de ființe umane: "Practic, sunt carne de tun
- France 24Ukraine : le recrutement de combattants étrangers par Moscou relève de la "traite des êtres humains"
- Agnès Callamard
- Generalsekretärin von Amnesty International
- Orte
- Moskau
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