Wahlen · Moskau, Kiew und Donezk
Russland schließt Staatsduma-Wahl ab, Drohnenangriffe treffen Region Moskau
Die Abstimmung über alle 450 Sitze in der russischen Staatsduma endet am Sonntag, nachdem nächtliche Drohnenangriffe in der Region Moskau zwei Menschen getötet und eine Ölraffinerie beschädigt haben.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Ouest France, RFI und France 24. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Wahlberechtigte in ganz Russland geben von Freitagmorgen bis Sonntag 18:00 Uhr GMT ihre Stimmen ab, um die 450 Sitze in der Staatsduma zu erneuern. Es wird erwartet, dass Einiges Russland die Kontrolle über das Parlament behält.
Regionalgouverneur Andrei Worobjow berichtete von 249 über der Oblast Moskau abgeschossenen Drohnen, bei denen zwei Menschen starben, während Bürgermeister Sergei Sobjanin 186 über der Hauptstadt abgefangene Drohnen meldete.
Russische Behörden richteten neun Wahlkreise in den Oblasten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson ein, wo die vorgezogene Stimmabgabe Ende August unter Aufsicht bewaffneter Soldaten begann.
Die Antikriegspartei Jabloko wurde von der Teilnahme ausgeschlossen, während OSZE und Europäische Union erklärten, dass Wahlen in besetztem ukrainischem Gebiet keine rechtliche Gültigkeit haben.
- 20.09.Hunderte Drohnen greifen Moskau und die umliegende Region an
- 20.09.Exilopposition ruft zu koordinierter Anti-Kriegs-Wahl um 12 Uhr auf
- 20.09.Wahllokale schließen, erste Auszählung beginnt
Letzter Tag der Staatsduma-Wahl
Die Abstimmung endet am Sonntag, den 20. September, bei der dreitägigen Wahl zur Erneuerung aller 450 Sitze im russischen Unterhaus, der Staatsduma. Es ist die erste bundesweite Parlamentswahl seit der groß angelegten Invasion der Ukraine im Februar 2022. Analysten erwarten, dass die regierende Partei Einiges Russland, die im scheidenden Parlament die Mehrheit hat, die Kontrolle über die Legislative behält. Neben Einiges Russland wurden nur Kreml-genehmigte Parteien zur Teilnahme zugelassen, darunter die Kommunistische Partei, die Liberaldemokratische Partei Russlands, Gerechtes Russland und die Partei Neue Leute. Die Antikriegspartei Jabloko wurde von der Stimmabgabe ausgeschlossen, woraufhin exilierte Oppositionsfiguren die Kriegsgegner aufforderten, sich am Sonntag um 12 Uhr gleichzeitig an den Wahllokalen zu versammeln. Die Wahllokale öffneten am Freitagmorgen und schließen am Sonntag um 18:00 Uhr GMT, erste Ergebnisse werden kurz danach erwartet.
Drohnenangriffe auf die Hauptstadt und die umliegende Region
Russische Behörden berichteten, dass Moskau und die umliegende Region in der Nacht vor den letzten Wahlstunden von Hunderten ukrainischer Drohnen angegriffen wurden. Der Gouverneur der Oblast Moskau, Andrei Worobjow, erklärte, die Luftabwehr habe 249 Drohnen über der Region abgeschossen. Durch herabfallende Trümmer und Einschläge kam es in Wohngebieten zu Schäden, bei denen eine 44-jährige Frau und ein älterer Mann an verschiedenen Orten getötet wurden. In einer anderen Siedlung evakuierten Rettungskräfte 400 Bewohner, nachdem eine Drohne ein Wohnhaus getroffen und einen Brand ausgelöst hatte. In Moskau selbst berichtete Bürgermeister Sergei Sobjanin, die Luftabwehr habe mindestens 186 Flugkörper abgefangen, und wies darauf hin, dass eine Anlage der Moskauer Ölraffinerie beschädigt wurde, ohne dass Verletzte gemeldet wurden.
- Oblast Moskau (Worobjow)
- 249 Drohnen
- Stadt Moskau (Sobjanin)
- 186 Drohnen
Daten aus dem Artikeltext
Erzwungene Stimmabgabe in besetzten ukrainischen Gebieten
Die russischen Behörden weiteten die Parlamentswahl auf vier teilweise besetzte und annektierte Regionen der Ukraine aus: Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson. In diesen Gebieten wurden neun Einmandatswahlkreise eingerichtet, um Vertreter in die Staatsduma zu entsenden. Die vorgezogene Stimmabgabe in der Ost- und Südukraine begann Ende August, wobei mobile Wahlteams von maskierten, bewaffneten russischen Soldaten begleitet wurden, die mit Wahlurnen von Tür zu Tür gingen. Der Wissenschaftler Serhij Danylow erklärte, dass Bewohnern, die sich weigern zu wählen, damit gedroht wird, auf Listen unzuverlässiger Bürger gesetzt und willkürlich in Kellern festgehalten zu werden. Alena Lunova von der Menschenrechtsorganisation Zmina beschrieb die Zwangsbedingungen, denen die lokale Bevölkerung ausgesetzt ist.
„Russland hat eine Situation geschaffen, in der es unmöglich ist, sich der Teilnahme am Wahlprozess zu entziehen. Jemand kann an Ihre Tür klopfen, und ein bewaffneter Soldat kann Ihnen dann einfach „raten“, an der Wahl teilzunehmen.“
Internationale Verurteilung und innerer Druck
Ukrainische Amtsträger lehnten die Stimmabgabe in den besetzten Gebieten als rechtswidrigen Versuch ab, die territoriale Kontrolle zu formalisieren. Der stellvertretende Vorsitzende der ukrainischen Zentralen Wahlkommission, Serhij Dubowyk, kritisierte die Wahl.
„Diese Nachahmung eines Wahlverfahrens zielt darauf ab, die Besetzung eines ukrainischen Gebiets zu legitimieren, das von den Vereinten Nationen als solches anerkannt ist.“
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa erklärte, dass Wahlergebnisse in besetztem ukrainischem Gebiet nach internationalem Recht keine rechtliche Gültigkeit besitzen, während die Europäische Union die Stimmabgabe verurteilte, da sie unter systematischer und institutionalisierter Unterdrückung stattfinde. In Russland selbst nehmen die Wähler unter westlichen Wirtschaftssanktionen, regelmäßigen grenzüberschreitenden Angriffen, lokalen Internetbeschränkungen und regionalen Treibstoffknappheiten teil.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Ouest FranceEn Russie, la population veut et la guerre et la paix en Ukraine
- RFIRussie: au dernier jour des législatives, Moscou ciblée par des centaines de drones
- France 24Les Russes aux urnes pour le dernier jour des législatives
- RFI"Jetés à la cave en cas d'abstention": dans les territoires ukrainiens occupés, les élections russes riment avec coercition
- Vladimir Putin
- Präsident Russlands, dessen Regierungspartei die Wiederwahl anstrebt
- Andrei Vorobyov
- Gouverneur der Oblast Moskau, der über Opfer und Schäden durch Drohnenangriffe berichtet
- Sergei Sobyanin
- Bürgermeister von Moskau, der über Drohnenabwehr und Schäden an der Raffinerie berichtet
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