
Polnisches Militär birgt russische Gerbera-Drohne aus der Ostsee nahe Übungsplatz Ustka
Spezialeinheiten und Pioniere haben am Montag einen Strand in Rusinowo abgeriegelt, um eine mutmaßliche russische Aufklärungsdrohne zu inspizieren, die aus internationalen Gewässern angetrieben wurde.
Bergung vor der Ostseeküste
Das polnische Militär hat ein unbemanntes Luftfahrzeug in der Ostsee nahe des Strandes von Rusinowo, in der Nähe von Jarosławiec in der Woiwodschaft Westpommern, geortet und geborgen. Das Maritime Einsatzkommando entsandte ein Bergungsboot, um das Objekt zu sichern, bevor es der Militärpolizei und den zivilen Rettungsdiensten übergeben wurde. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz meldete den Fund am Montag und erklärte, dass erste technische Untersuchungen das Gerät als russische Militärdrohne identifizieren. Rusinowo liegt etwa 250 Kilometer in direkter Linie von der russischen Exklave Kaliningrad entfernt und befindet sich in der Nähe des zentralen Luftwaffen-Übungsgeländes in Ustka, einer Einrichtung, die regelmäßig für polnische und NATO-Militärübungen genutzt wird.
Im Strandbereich der Ortschaft Rusinowo bei Jarosławiec hat das Militär eine Drohne aus der Ostsee geortet und geborgen. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass es sich um ein militärisches unbemanntes Luftfahrzeug russischer Herkunft handelt.
Technische Inspektion und Flugbahn
Der Sprecher des Führungskommandos der Streitkräfte, Oberstleutnant Jacek Goryszewski, erklärte, dass es sich bei der geborgenen Hardware höchstwahrscheinlich um eine russische unbemannte Drohne des Typs Gerbera handelt. Die polnischen Radar- und Überwachungsnetze haben seit Ende Juli keine Luftraumverletzungen registriert, was die Militärführung zu dem Schluss kommen lässt, dass das Gerät durch internationale Gewässer getrieben ist, bevor es an Land gespült wurde. Kampfmittelbeseitigungstechniker und Angehörige der Militärgendarmerie riegelten den Strand ab, um zu untersuchen, ob die Flugzelle eine scharfe Nutzlast enthielt. Oberstleutnant Dariusz Rozkosz vom Generalkommando der Militärgendarmerie bestätigte, dass behördenübergreifende Teams, darunter örtliche Polizei- und Feuerwehrkräfte, den Ort gesichert haben, um forensische Untersuchungen durchzuführen.
Eskalation an der Ostgrenze
Die Entdeckung in der Ostsee folgt auf nächtliche russische Angriffe in der Westukraine, die am Morgen des 13. September 2026 in sechs Kreisen der Woiwodschaft Lublin Luftalarm auslösten. Polnische Radarsysteme verfolgten über ein Dutzend düsengetriebene Drohnen des Typs Gerań-5, die nahe der Grenze operierten, woraufhin das Militär Kampfjets aufsteigen ließ, während die Zivilbehörden Luftgefahrenwarnungen herausgaben. Premierminister Donald Tusk berief am Sonntagabend eine Notfallbesprechung im Regierungssicherheitszentrum ein, um die Verteidigungsbereitschaft zu überprüfen. Tusk wies die Grenzkontrollstellen und staatlichen Dienste an, in einen verstärkten Betriebsmodus zu wechseln.
Die kommenden Wochen und Monate werden eine Phase sehr intensivierter Aktionen der russischen Seite sein. Leider können wir nicht ausschließen, dass diese Eskalation auch polnisches Territorium betreffen wird.
- Russland greift die Westukraine mit Düsendrohnen an und löst Luftwarnungen in der gesamten Woiwodschaft Lublin aus.
- Premierminister Donald Tusk beruft eine Notfallbesprechung im Regierungssicherheitszentrum ein.
- Polnische Kräfte bergen eine mutmaßliche russische Gerbera-Drohne aus dem Meer nahe Rusinowo.
Reaktion der Regierung und Überwachungsbedenken
Vor dem Sejm erklärte Vize-Verteidigungsminister Cezary Tomczyk am Montag, Polen sei ein Hauptziel für russische hybride Operationen und Luftaufklärung. Tomczyk sagte, die polnischen Streitkräfte überwachen und fangen routinemäßig russische Militärflugzeuge ab, die über internationalen Gewässern in der polnischen ausschließlichen Wirtschaftszone operieren. Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass die geborgene Drohne an spezialisierte Untersuchungseinheiten zur umfassenden Zerlegung und Analyse übergeben wurde. Tomczyk erklärte, dass weitere Erkenntnisse der Öffentlichkeit mitgeteilt werden, sobald die technische Überprüfung abgeschlossen ist.
Solange die Bedrohung durch Russland besteht, werden wir auf verschiedene Weise getestet werden. Überwachungsflugzeuge oder Kampfjets werden auftauchen. Wir werden sie in internationalen Gewässern innerhalb der polnischen Wirtschaftszone abfangen. Lassen Sie uns gesellschaftliches Bewusstsein und Widerstandsfähigkeit aufbauen.


