
Rumänischer Verteidigungsminister widerlegt Falschbehauptungen: 7 von 9 SAFE-Autobahnlosen an inländische Firmen, nicht an ukrainische
Der Interimsverteidigungsminister Radu Miruță hat Behauptungen zurückgewiesen, dass EU-finanzierte Autobahnverträge im Rahmen des SAFE-Programms an ukrainische Unternehmen vergeben worden seien, und enthüllt, dass sieben der neun Lose an rumänische Firmen gingen, je eines an Italien und Spanien.
Replik des Ministers
Am Samstag, den 27. Juni, veröffentlichte der Interimsverteidigungs- und Verkehrsminister Radu Miruță ein Video auf Facebook, in dem er eine Erzählung widerlegte, die er als Fake-News-Narrativ bezeichnete. Die Behauptung lautete, dass alle SAFE-finanzierten Autobahnaufträge an ukrainische Unternehmen vergeben worden seien. Miruță hielt dagegen, dass von den neun Autobahnlosen, die über das Programm „Sicherheitsaktion für Europa“ finanziert werden, sieben von rumänischen Unternehmen gewonnen wurden, eines von einem italienischen Unternehmen und eines von einem spanischen Unternehmen.
Von neun Verträgen wurden sieben von rumänischen Unternehmen gewonnen. Der achte von einer italienischen Firma, der neunte von einer spanischen. Das ist es, was ‚Geld an andere schicken‘ bedeutet, sieben von neun, mehrere Milliarden Euro, an rumänische Unternehmen.
Vertragsstatus und Einsprüche
Die neun Lose sind Teil der Verkehrsinfrastrukturkomponente von SAFE. Bis Ende Mai waren sechs Verträge unterzeichnet. Drei wurden durch Einsprüche beim Nationalen Rat für die Beilegung von Beschwerden (CNSC) blockiert. Miruță merkte an, dass zwei davon inzwischen geklärt seien, während die Gespräche über internationale Abkommen für grenzüberschreitende Verbindungen in die Ukraine und nach Moldau fortgesetzt würden. Er fügte hinzu, dass ukrainische Unternehmen nur als Subunternehmer in bestimmten Abschnitten auftauchen, nicht als Generalunternehmer.
SAFE-Programm und Rumäniens Zuteilung
Rumänien hat die zweitgrößte SAFE-Zuteilung in der Europäischen Union erhalten, in Höhe von 16,68 Milliarden Euro, nach Polen. Die Kredite haben einen Höchstzinssatz von 3 %, mit einer Rückzahlung über 45 Jahre und einer tilgungsfreien Zeit von 10 Jahren, was bedeutet, dass die ersten Rückzahlungen im Jahr 2036 beginnen. Der Anteil des Verkehrsministeriums beträgt 4,2 Milliarden Euro, aus denen die Autobahnlose finanziert werden.
SAFE ist das erste große Programm, das bewiesen hat, dass es die rumänische Industrie unterstützt.
Verteilung der Mittel
Gemäß einem vom Finanzministerium veröffentlichten Regierungsbeschluss werden die 16,68 Milliarden Euro auf mehrere Institutionen verteilt. Das Verteidigungsministerium erhält den größten Anteil (9,70 Milliarden Euro), gefolgt vom Verkehrsministerium (4,20 Milliarden Euro) und dem Innenministerium (2,10 Milliarden Euro). Kleinere Beträge gehen an den Rumänischen Geheimdienst (501 Millionen Euro), den Schutz- und Wachdienst (68,2 Millionen Euro), den Sonderfernmeldedienst (38,5 Millionen Euro), die Nationale Strafvollzugsverwaltung (33,2 Millionen Euro) und den Auslandsnachrichtendienst (32,3 Millionen Euro). Der Investitionsplan umfasst 35 Projekte, von denen etwa 75 % für militärische Ausrüstung, öffentliche Ordnung und Zivilschutz bestimmt sind, die restlichen 25 % für andere strategische Verwendungen.
- Ministerium für Landesverteidigung
- 9.7 Mrd. €
- Verkehrsministerium
- 4.2 Mrd. €
- Innenministerium
- 2.1 Mrd. €
- Rumänischer Geheimdienst
- 0.501 Mrd. €
- Schutz- und Wachdienst
- 0.0682 Mrd. €
- Sonderfernmeldedienst
- 0.0385 Mrd. €
- Nationale Strafvollzugsverwaltung
- 0.0332 Mrd. €
- Auslandsnachrichtendienst
- 0.0323 Mrd. €
Bekämpfung von Desinformation
Miruțăs Stellungnahme erfolgt vor dem Hintergrund von Online-Gerüchten, dass die SAFE-Mittel an ukrainische Firmen und nicht an rumänische weitergeleitet würden. Mit der Veröffentlichung der Vertragsaufschlüsselung wollte der Minister die Öffentlichkeit beruhigen, dass EU-Verteidigungsdarlehen der heimischen Industrie zugutekommen. Sein Büro hatte zuvor am 21. Mai erklärt, dass die Europäische Kommission das SAFE-Abkommen mit Rumänien abgeschlossen habe, sodass der erste Zahlungsantrag eingereicht werden könne.


