
Rumänien nimmt russischen Staatsbürger wegen mutmaßlichen Sabotageplans gegen NATO-Stützpunkte und Frachtflugzeuge fest
Rumänische Sicherheitsbehörden haben einen 40-jährigen russischen Staatsbürger nach monatelanger Überwachung wegen angeblicher Ausspähung von Militärstützpunkten und ukrainischen Frachtflugzeugen festgenommen.
Überwachung und Festnahme
Am 8. September 2026 gaben rumänische Sicherheitsbehörden die Festnahme eines 40-jährigen russischen Staatsbürgers mit Wohnsitz in Rumänien bekannt, der verdächtigt wird, Spionage betrieben und einen von russischen Stellen koordinierten Sabotageakt vorbereitet zu haben. Der rumänische Geheimdienst (SRI) bestätigte, dass Sicherheitsbeamte den Verdächtigen seit Februar 2026 im Rahmen einer umfangreichen Untersuchung ausländischer Subversion kontinuierlich überwacht hatten. Staatsanwälte der rumänischen Direktion für die Untersuchung organisierter Kriminalität und Terrorismus (DIICOT) reichten anschließend einen formellen Antrag ein, die Person für 30 Tage in Untersuchungshaft zu nehmen.
Die Operation wurde in enger Zusammenarbeit zwischen dem SRI, der DIICOT, der Direktion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität der rumänischen Polizei (MAI-DCCO) und der Generaldirektion für Verteidigungsaufklärung (MApN-DGIA) durchgeführt. Auch ausländische Partnerdienste leisteten operative Unterstützung für die gemeinsame Mission. Die rumänischen Behörden erklärten, dass das koordinierte Eingreifen einen geplanten Sabotageakt auf nationalem Territorium verhindert habe.
Ausspähung von NATO-Stützpunkten und ukrainischen Transportflugzeugen
Nach Ermittlungsergebnissen des SRI sammelte der Verdächtige Foto- und Videomaterial, das strategische Einrichtungen, Kommunikationsknotenpunkte und nationale Verteidigungsinstitutionen dokumentierte. Die Aufklärungsaktivitäten konzentrierten sich stark auf Militärstützpunkte, die von NATO-Verbündeten genutzt werden, wo der Agent stationiertes Personal, logistische Bewegungen und Verteidigungsausrüstung filmte.
Die Überwachungsoperationen erstreckten sich über mehrere Regionen Rumäniens, darunter die Kreise Cluj, Constanța, Călărași und Ilfov sowie sensible Orte in und um die Hauptstadt Bukarest. Die Ermittler stellten fest, dass der Verdächtige auf Anweisung eines entfernten Mittelsmanns handelte, mit spezifischen Anweisungen, ukrainische Antonow-Frachtflugzeuge auf rumänischem Boden zu filmen. Der SRI merkte an, dass die Rekrutierungsstrategie darauf abzielte, verletzliche Personen für verdeckte Aufgaben auszunutzen.
Die Ermittlungen ergaben zudem, dass die Russische Föderation weiterhin Menschen aus verletzlichen Gruppen einsetzt, um diese Art illegaler Aktivitäten durchzuführen.
Muster europäischer Sabotagenetzwerke
Der SRI erklärte, dass die Vorgehensweise des Verdächtigen einem etablierten Muster entspreche, das zuvor in europäischen Ländern identifiziert wurde, wo von russischen Stellen koordinierte Netzwerke nachrichtendienstliche Sammlung und Sabotagevorbereitungen durchführen. Die Behörde merkte an, dass der Fall früheren Operationen sehr ähnelt, die in den Jahren 2024 und 2025 in Rumänien vereitelt wurden, als ein russischer Agent ebenfalls über einen Mittelsmann angewiesen wurde, kritische militärische Ziele und ukrainische Transportflugzeuge zu dokumentieren.
- Rumänische Behörden vereiteln ein von Russland gesteuertes Komplott zur Filmaufnahme strategischer Verteidigungsinfrastruktur und ukrainischer Frachtflugzeuge.
- Sicherheitskräfte vereiteln eine weitere von Mittelsmännern geführte Aufklärungsoperation gegen rumänische Militäreinrichtungen.
- Der rumänische Geheimdienst stellt einen 40-jährigen russischen Staatsbürger unter aktive Überwachung.
- Behörden nehmen den russischen Verdächtigen fest und beantragen 30 Tage Untersuchungshaft wegen Vorbereitung von Sabotageakten.
Europäische Verbündete, die die Ukraine unterstützen, haben wiederholt über eine Zunahme koordinierter hybrider Operationen gegen kritische Infrastruktur und Verteidigungsversorgungskorridore berichtet. Die russische Regierung hat jegliche Beteiligung an Sabotageplänen in Europa stets bestritten. Nach der Ankündigung der rumänischen Behörden am Dienstag reagierte die russische Botschaft in Bukarest nicht auf Anfragen zur Festnahme.
Untersuchungshaft und laufende gerichtliche Ermittlungen
Die Justizbehörden bestätigten, dass der 40-jährige Verdächtige weiterhin einer 30-tägigen Untersuchungshaft unterliegt, während die DIICOT-Staatsanwälte beschlagnahmte technische Geräte, Fotodateien und Videoaufnahmen überprüfen. Spezialisierte Cyber- und Spionageabwehrteams untersuchen die Kommunikationswege zwischen dem Verdächtigen und dem Auftraggeber, der die operativen Aufgaben erteilte.
Die Ermittlungen bleiben unter der Aufsicht der rumänischen Justiz- und Militärgeheimdienstbehörden in Koordination mit internationalen Sicherheitspartnern offen. Die Beamten prüfen, ob weitere Infrastruktureinrichtungen fotografiert wurden, und setzen die Bemühungen fort, das breitere Netzwerk von Mittelsmännern zu identifizieren, das hinter dem vereitelten Anschlag operiert.


