Regierung · Paris und Saint-Amand-les-Eaux

Fabien Roussel ruft zu französischen Treibstoffprotesten auf und fordert Preissenkung um 30 Cent

Der französische kommunistische Präsidentschaftskandidat Fabien Roussel forderte die Bürger auf, aus Protest gegen die Energiekosten auf Kreisverkehren zu demonstrieren, und verlangte Steuersenkungen sowie staatliche Maßnahmen gegen Energiekonzerne.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Figaro.fr, Franceinfo, BFMTV und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

Für MitgliederDie ersten 30 Sekunden zum Probehören. Synthetische Stimme (KI).

Kurz gefasst

Paris, Saint-Amand-les-Eaux · Frankreich
Wie es dazu kam
  1. 11.09.Fabien Roussel ruft zu Straßen- und Kreisverkehrsmobilisierungen auf
  2. 15.09.Gewerkschaftsübergreifende Mobilisierung des Energiesektors in ganz Frankreich geplant
  3. 17.10.Landesweite Proteste gegen steigende Treibstoff- und Energiepreise angekündigt

Aufruf zu Kreisverkehrsprotesten

Der nationale Sekretär der Französischen Kommunistischen Partei und Präsidentschaftskandidat Fabien Roussel forderte die Bürger am Freitag auf, landesweit Demonstrationen zu starten, falls die Regierung die Energiekosten nicht sofort senkt. In einem Interview auf France 2 vor dem jährlichen Fest der Menschheit (Fête de l'Humanité) berief sich der Bürgermeister von Saint-Amand-les-Eaux auf frühere nationale Protestbewegungen. Er warnte, dass ohne schnelles Eingreifen der Exekutive die öffentlichen Aktionen auf Unterpräfekturen, Präfekturen und Regierungssitze einschließlich des Élysée-Palasts und des Matignon ausgedehnt werden sollten. Roussel verwies insbesondere auf geplante Mobilisierungen am 15. September, angeführt von Gewerkschaften des Energiesektors, sowie auf einen anschließenden Aktionstag, der für den 17. Oktober vorgesehen ist.

„Wenn die Regierung nicht in den kommenden Tagen handelt, rufe ich das französische Volk auf, sich zu mobilisieren, wie wir es 2018 mit den Gelbwesten konnten.“

Fabien Roussel, Nationalsekretär

Vorgeschlagene Treibstoffsteuersenkungen und Unternehmensziele

Um die Ausgaben der Haushalte an der Zapfsäule zu senken, legte Roussel einen spezifischen Steuerplan vor, der die Treibstoffpreise um 30 Cent pro Liter senken würde. Sein Vorschlag verlangt die sofortige Abschaffung der seit dem 1. Januar auf Benzin angewandten Energiesparzertifikate, die 15 Cent pro Liter ausmachen. Er forderte außerdem eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Treibstoff von 20 % auf 5,5 %, was eine weitere Senkung um 15 Cent bringen würde. Zusätzlich zu den Steueranpassungen bestand Roussel darauf, dass die Regierung von Premierminister Sébastien Lecornu direkt gegen die Energiekonzerne Total und Rubis, den wichtigsten Treibstofflieferanten für Korsika, vorgehen solle. Roussel behauptete, dass Totals Gewinne unrechtmäßig seien, und argumentierte, dass sein Vorstandsvorsitzender Patrick Pouyanne vor Gericht gestellt werden sollte.

Vorgeschlagene Treibstoffpreissenkungen pro Liter von Fabien RousselCent
Abschaffung der Energiesparzertifikate
15 Cent
Mehrwertsteuersenkung auf 5,5%
15 Cent

Daten aus dem Artikeltext

Konkurrierende Oppositionsideen und Regierungsreaktion

Auch andere Oppositionspolitiker legten Vorschläge zur Bewältigung der explodierenden Zapfsäulenpreise vor. Die sozialistische Vorwahlkandidatin Ségolène Royal argumentierte auf RTL, dass die Benzinpreise im Einzelhandel 1,70 Euro pro Liter nicht überschreiten sollten. Royal befürwortete gezielte Mehrwertsteueranpassungen zusammen mit strengen Grenzen für Raffineriegewinnmargen und wies darauf hin, dass Zwischenhändler im Energiesektor erhebliche Gewinne erzielt hätten. Die Regierung von Sébastien Lecornu lehnte breite Steuersenkungen ab. Regierungssprecherin Maud Bregeon erklärte, dass allgemeine Steuersenkungen nicht in Frage kämen, und erläuterte, dass die Exekutive gezielte finanzielle Hilfen bevorzuge.

„Die richtige Lösung ist erneut gezielte Hilfe, die für diejenigen bestimmt ist, die sie am meisten benötigen.“

Maud Bregeon, Französische Regierungssprecherin

Wirtschaftlicher Druck und außenpolitische Kritik

Roussel führte die inländische Energiekrise auf eine breitere wirtschaftliche Stagnation und außenpolitische Entscheidungen zurück. Unter Bezugnahme auf aktuelle Wirtschaftsindikatoren von INSEE, die auf steigende Arbeitslosigkeit, verlangsamtes Wachstum und stagnierende Konsumausgaben hindeuten, führte er die steigenden Lebenshaltungskosten auf den anhaltenden Krieg in der Ukraine und die europäische Energiepolitik zurück. Er erklärte, dass die französischen Steuerzahler die Kosten durch zusätzliche 6 Milliarden Euro für den Verteidigungshaushalt sowie durch erhöhte Strom- und Erdgaspreise nach der Einstellung der russischen Gaslieferungen tragen müssten. Roussel argumentierte, dass internationale Friedensverhandlungen und inländische Energiereformen notwendig seien, um eine weitere Verschlechterung des Lebensstandards zu verhindern.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Orte
Paris

Pollar ist kostenlos und ohne Werbung im Text. Getragen wird es von seinen Mitgliedern.

Pollar unterstützen