Regierung · Paris, Marseille und Lyon
Fast 49.000 Menschen marschieren in Frankreich gegen Gesetz zur Vermutung rechtmäßigen Waffengebrauchs der Polizei
Demonstranten versammelten sich am 20. September 2026 in Paris, Marseille und anderen Städten, um vom Senat die Ablehnung eines Gesetzes zu fordern, das der Polizei eine rechtliche Vermutung rechtmäßigen Waffengebrauchs einräumt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20minutes, Franceinfo, Le Parisien und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Das Innenministerium verzeichnete am 20. September 2026 landesweit 48.750 Demonstranten, darunter 21.000 in Paris und je 4.500 in Marseille und Lyon.
Die Nationalversammlung verabschiedete den Gesetzesentwurf am 7. Juli 2026, der festlegt, dass Polizeibeamte und Gendarmen bei der Verwendung von Schusswaffen als rechtmäßig handelnd vermutet werden.
Die Fraktionsvorsitzende von La France Insoumise, Mathilde Panot, schloss sich Gruppen wie Amnesty International an, um den Senat aufzufordern, das Gesetz nicht auf seine Tagesordnung zu setzen.
- 7.07.Abgeordnete der Nationalversammlung verabschieden das Gesetz zum Waffengebrauch der Polizei
- 19.09.Erste Wochenenddemonstrationen mit Festnahmen in Rennes
- 20.09.Innenministerium zählt 48.750 Protestierende bei landesweiten Mobilisierungen
Landesweite Mobilisierung in französischen Städten
In ganz Frankreich haben sich am Sonntag, dem 20. September 2026, insgesamt 48.750 Menschen gegen ein Gesetz mobilisiert, das eine Vermutung rechtmäßigen Waffengebrauchs durch Polizeikräfte vorsieht, wie aus Zahlen des Innenministeriums hervorgeht. In Paris marschierten nach Schätzungen der Polizeipräfektur 21.000 Demonstranten zwischen Place de la République und Nation. Die von den lokalen Behörden erfassten regionalen Teilnehmerzahlen umfassten 4.500 Menschen in Marseille, 4.500 in Lyon und 3.700 in Toulouse, sowie Versammlungen in Grenoble und Lille. Die Proteste brachten mehr als 150 Organisationen zusammen, darunter Amnesty International, die Menschenrechtsliga (LDH), den Syndicat de la magistrature und das Kollektiv Stop aux violences d'État. Politiker von La France Insoumise (LFI), darunter Parteichef Jean-Luc Mélenchon, Fraktionsvorsitzende Mathilde Panot, Abgeordneter Éric Coquerel und der Bürgermeister von Saint-Denis, Bally Bagayoko, schlossen sich dem Pariser Marsch an.
- Paris
- 21000 Personen
- Marseille
- 4500 Personen
- Lyon
- 4500 Personen
- Toulouse
- 3700 Personen
- Rennes
- 2000 Personen
Daten aus dem Artikeltext
Gesetzesbestimmungen und Beweislast
Der umstrittene Text wurde am 7. Juli 2026 von den Abgeordneten der Nationalversammlung verabschiedet und wartet nun auf die Beratung im französischen Senat. Die Maßnahme sieht vor, dass Polizeibeamte und Gendarmen bei der Verwendung ihrer Waffen als gesetzeskonform handelnd vermutet werden, wobei die Vermutung durch Gegenbeweise widerlegt werden kann. Gegner bezeichnen das Gesetz als „Lizenz zum Töten“ und argumentieren, dass es die Beweislast von den Strafverfolgungsbehörden wegverlagert. Der Anwalt Raphaël Kempf erklärte, dass die Änderung von den Familien der Opfer und nicht vom Staat verlangen würde, nachzuweisen, dass ein Beamter nicht berechtigt war, das Feuer zu eröffnen. Eine öffentliche Petition gegen den Gesetzesentwurf sammelte 730.000 Unterschriften auf der Website der Nationalversammlung, bevor die parlamentarische Rechtskommission sie im Juli ablehnte.
„In der Republik kann es keine Organisation von Polizei-Straflosigkeit geben. In der Republik kann es keine Kategorie von Bürgern geben, die das Recht über Leben und Tod anderer Bürger haben.“
Unterschiedliche Positionen von Gewerkschaften und Aktivisten
Menschenrechtsgruppen und Aktivistinnen-Kollektive äußerten Bedenken hinsichtlich der Ausweitung des rechtlichen Schutzes für bewaffnete Polizisten. Samia El Khalfaoui, Mitbegründerin von Stop aux violences d'État, verlas während der Kundgebung die Namen junger Menschen aus Arbeiterinnenvierteln, die durch Polizeischüsse ums Leben kamen. Amal Bentousi, deren Bruder Amine 2012 in Seine-Saint-Denis von einem Beamten in den Rücken geschossen wurde, bezeichnete das Gesetz als eine Maßnahme, die die rechtliche Verantwortlichkeit umkehrt. Polizeigewerkschaften hingegen verteidigten die Reform mit Hinweis auf die zunehmenden physischen Risiken bei der Ausübung von Polizeiaufgaben. Axel Ronde, Sprecher der CFTC-Polizeigewerkschaft, verwies auf Statistiken, wonach landesweit täglich 17 Beamte durch Gewalttaten verletzt werden.
„Hinter einer Uniform stehen Männer und Frauen, wir werden nicht dafür bezahlt, die Prügelknaben der Republik zu sein.“
Zusammenstöße, Festnahmen und parlamentarische nächste Schritte
Das gesamte Wochenende über wurden Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, nachdem Innenminister Laurent Nuñez die Polizeikräfte am Samstag angewiesen hatte, erhöhte Wachsamkeit walten zu lassen. In Rennes, wo sich am Samstag etwa 2.000 Demonstranten versammelten, registrierten die örtlichen Behörden acht Festnahmen und drei verletzte Beamte, nachdem Gegenstände geworfen worden waren. Während des Sonntagsmarsches in Paris setzten Sicherheitskräfte Tränengas ein, eine Schaufensterscheibe wurde zertrümmert, und ein AFP-Reporter beobachtete einen Demonstranten mit einer Kopfverletzung. Oppositionsabgeordnete versuchen nun, den Gesetzesentwurf von der offiziellen Tagesordnung des Senats fernzuhalten.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- 20minutesPrès de 50.000 personnes ont manifesté contre la loi " permis de tuer "
- Franceinfo"Non au permis de tuer" : des manifestations en France contre la proposition de loi sur la présomption de légitime défense pour les forces de l'ordre
- Le ParisienLoi sur la présomption d'usage des armes par la police : des milliers de manifestants défilent à Paris contre le " permis de tuer "
- France 24Thousands protest in France against bill expanding protections for police use of force
- Mathilde Panot
- Vorsitzende der Fraktion von La France Insoumise in der Nationalversammlung
- Jean-Luc Mélenchon
- Vorsitzender von La France Insoumise
- Laurent Nuñez
- Französischer Innenminister
- Éric Coquerel
- Abgeordneter von La France Insoumise in der Nationalversammlung
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