
Mehr als 2.000 protestieren in Rennes gegen Polizei-Waffengesetz
Mehr als 2.000 Demonstranten versammelten sich am Samstag in Rennes, um gegen einen Gesetzesentwurf zu protestieren, der eine Vermutung der rechtmäßigen Schusswaffennutzung für die französische Polizei einführen würde. Dabei kam es zu fünf Festnahmen nach Zusammenstößen mit Bereitschaftspolizisten.
Mehr als 2.000 Menschen demonstrierten am Samstag, dem 19. September, in Rennes (Ille-et-Vilaine) gegen einen Gesetzesentwurf, der eine Vermutung der rechtmäßigen Schusswaffennutzung durch Polizeibeamte einführen würde. Nach Angaben der Polizei gegenüber ICI Armorique berichteten die Beamten von zahlreichen geworfenen Gegenständen auf Straßenmobiliar und CRS-Bereitschaftspolizisten, was im Laufe des Nachmittags zu fünf Festnahmen führte.
Der Gesetzesentwurf, der noch im Senat geprüft werden muss, stößt auf Widerstand von Gruppen, die die Maßnahme als Freibrief zum Töten und als Rückschlag für die Rechtsstaatlichkeit bezeichnen. Mehr als 150 Organisationen unterzeichneten den Aufruf „Stoppt die Staatsgewalt“ gegen den Vorschlag, darunter lokale Kollektive sowie politische Parteien wie die Sozialistische Partei, die Écologistes und La France insoumise.
Die Versammlung in Rennes war Teil von rund 100 Märschen und Kundgebungen, die am Wochenende in ganz Frankreich geplant waren. Demonstrationen in Paris, Marseille, Lyon und Lille sind für Sonntagnachmittag geplant, wobei der Pariser Marsch um 14:00 Uhr von der Place de la République startet.


