
Oscar-nominierter Regisseur von 'On Golden Pond', Mark Rydell, stirbt mit 97
Mark Rydell, der Henry Fonda und Katharine Hepburn in 'On Golden Pond' zu Oscars führte und Bette Midlers Filmkarriere mit 'The Rose' startete, ist im Alter von 97 Jahren in Los Angeles gestorben.
Tod und Bestätigung
Mark Rydell, der Oscar-nominierte Regisseur von "On Golden Pond" und "The Rose", ist im Alter von 97 Jahren gestorben. Seine Tochter Amy Rydell bestätigte den Tod gegenüber dem Hollywood Reporter und erklärte, er sei eines natürlichen Todes in einer Einrichtung der Filmbranche in Woodland Hills, Los Angeles, gestorben. Das Magazin Focus nennt den 13. August als Datum, während Bette Midler den Tod am Freitag, 14. August, auf Instagram bekannt gab und schrieb, er sei „heute Morgen“ gestorben. Seine Nichte, die Schauspielerin Maggie Wagner, bestätigte den Tod ebenfalls über das Actors Studio West in Los Angeles, eine Einrichtung, die Rydell mitbegründet hatte.
Vom Schauspieler zum Regisseur
1929 in New York geboren, studierte Rydell zunächst Musik, bevor er am Actors Studio unter der legendären Lehrerin Sanford Meisner eine Schauspielausbildung absolvierte. In den 1950er Jahren trat er in der Seifenoper „As the World Turns“ auf und gab sein Spielfilmdebüt als jugendlicher Straftäter in dem Drama „Crime in the Streets“ von 1956. Er trat auch am Broadway in „Seagulls Over Sorrento“, „Handful of Fire“ und „Moonbirds“ auf. Anfang der 1960er Jahre wechselte er hinter die Kamera und führte zunächst bei Fernsehproduktionen Regie, bevor er 1967 mit einer Adaption von D.H. Lawrences „The Fox“ seinen ersten Spielfilm drehte.
- Geboren in New York
- Spielfilmdebüt als Schauspieler in 'Crime in the Streets'
- Regiedebüt mit 'The Fox', adaptiert von D.H. Lawrence
- 'The Reivers' bringt Rupert Crosse eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller ein
- 'Cinderella Liberty' bringt Marsha Mason eine Oscar-Nominierung ein
- 'The Rose' markiert Bette Midlers Leinwanddebüt und Oscar-Nominierung
- 'On Golden Pond' bringt eine Oscar-Nominierung als bester Regisseur; Henry Fonda und Katharine Hepburn gewinnen Schauspiel-Oscars
- 'The River' bringt Sissy Spacek eine Oscar-Nominierung ein
- 'Intersection' bringt Sharon Stone und Richard Gere zusammen
- Der Fernsehfilm 'James Dean' startet James Francos Hollywood-Karriere
- Stirbt im Alter von 97 Jahren in Los Angeles
Ein Regisseur, der Leistungen hervorbrachte
Rydells Stärke lag darin, Darbietungen zu entlocken, die von der Academy ausgezeichnet wurden. Im Laufe seiner Karriere führte er acht Schauspieler zu Oscar-Nominierungen: Rupert Crosse („The Reivers“, 1969), Marsha Mason („Cinderella Liberty“, 1973), Bette Midler („The Rose“, 1979, und „For the Boys“, 1991), Jane Fonda, Henry Fonda und Katharine Hepburn („On Golden Pond“, 1981), Sissy Spacek („The River“, 1984) und Frederic Forrest. „The Rose“ markierte Midlers Leinwanddebüt, in dem sie Aufstieg und Fall der Rock- und Bluessängerin Janis Joplin darstellte, und brachte Midler in ihrer ersten Filmrolle eine Oscar-Nominierung ein.
„On Golden Pond“ und darüber hinaus
Sein größter Erfolg war „On Golden Pond“ (1981), adaptiert von Ernest Thompsons Bühnendrama über Familienbeziehungen. Der Film wurde als bester Film nominiert und brachte Rydell eine Nominierung als bester Regisseur ein. Henry Fonda, der zu dieser Zeit schwer krank war, gewann den Oscar für seine letzte Hauptrolle, seinen einzigen Film gemeinsam mit Tochter Jane Fonda, die ebenfalls für die beste Nebendarstellerin nominiert war. Hepburn gewann ihren vierten Schauspiel-Oscar für den Film, und Thompson gewann für seine Drehbuchadaption.
Bette Midler würdigte ihn auf Instagram und beschrieb Rydell als einen Mentor, der ihre Karriere geprägt habe.
Mark Rydell, der Regisseur meines ersten Films „The Rose“, ist heute Morgen gestorben. Er war ein angesehener Schauspieler, bevor er Regisseur wurde, und ich hatte so großes Glück, ihn damals kennengelernt zu haben; er hat mir bei „The Rose“ und später bei „For the Boys“ so viel beigebracht. Zwei Oscar-Nominierungen – beide ihm zu verdanken. Er war der Flüsterer der Schauspieler; es brauchte nur ein paar Worte, um zu verstehen, was nötig war.
Spätere Karriere und Vermächtnis
Rydell führte bis in die 1990er und 2000er Jahre Regie. „Intersection“ (1994) brachte Sharon Stone und Richard Gere als frustriertes Ehepaar zusammen. 2001 hatte James Franco seinen Hollywood-Durchbruch, als er die Titelrolle in Rydells preisgekröntem Fernsehfilm „James Dean“ spielte. Mitte der 1980er Jahre ging Rydell mit Sydney Pollock eine Produktionspartnerschaft ein, Sanford Prods. In späteren Jahren übernahm er gelegentlich Schauspielrollen, am bekanntesten als psychotischer Gangster in Robert Altmans „The Long Goodbye“. Rydell war zweimal verheiratet; seine zweite Ehe wurde 2007 geschieden. Er hinterlässt drei Kinder, mehrere Enkel und Urenkel.


