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Kurz gefasst

  • Die höchste Alarmstufe in Kiew wurde am 21. Oktober um 22:06 Uhr Ortszeit ausgelöst, die zweite Welle folgte etwa anderthalb Stunden später. Bürgermeister Vitali Klitschko meldete mindestens fünf Verletzte, andere Berichte nennen sechs und fünfzehn.

  • Laut Agentstwo unterbrachen Domodedowo, Scheremetjewo, Schukowski und Wnukowo im Oktober nahezu täglich den Flugbetrieb, an manchen Tagen mit Schließungen von bis zu neun Stunden.

  • Kreml-Berater Juri Uschakow sagte, Putin sei „grundsätzlich“ zu Gesprächen mit der Ukraine und den Vereinigten Staaten Mitte November bereit, nachdem Gesandter Steve Witkoff Putin in Sankt Petersburg getroffen hatte.

  • Anfang September kündigte Wolodymyr Selenskyj Pläne an, den russischen Luftraum zu schließen; einen Tag später informierte Kiew die ICAO.

KiewMoskau
Kiew, Moskau, Sankt Petersburg · Ukraine, Russland
Wie es dazu kam
  1. Etwa 90 Minuten späterZweite Angriffswelle auf Kiew, keine neuen Einschläge gemeldet
  2. Gegen Mitternacht OrtszeitLuftalarm gilt für fast die gesamte Ukraine
  3. Gegen 2 Uhr OrtszeitMedien berichten über weitere Einschläge in Kiew

Raketenangriffe auf Kiew in der Nacht

Russische ballistische Raketen trafen Kiew am späten Abend des 21. Oktober. Die höchste Alarmstufe in der Hauptstadt wurde um 22:06 Uhr Ortszeit ausgelöst, zwei Minuten später meldete die ukrainische Luftwaffe die Annäherung mehrerer Raketen. Medien berichteten über laute Explosionen über der Stadt. Etwa anderthalb Stunden nach der ersten folgte eine zweite Welle, ohne dass neue Einschläge gemeldet wurden, was auf eine erfolgreiche Abwehr hindeuten könnte. Gegen Mitternacht Ortszeit galt Luftalarm für fast die gesamte Ukraine, und Medienberichte beschrieben weitere Einschläge gegen 2 Uhr Ortszeit.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, herabfallende Trümmer hätten Wohngebäude und eine Tankstelle am östlichen Ufer des Dnipro beschädigt, mindestens fünf Menschen seien verletzt worden. Er warnte, möglicherweise müssten noch Menschen aus beschädigten Gebäuden gerettet werden, und ein vollständigeres Bild von Opfern und Schäden stehe noch aus. Die gemeldeten Verletztenzahlen unterscheiden sich je nach Medium: Die tagesschau nennt in ihrer Meldung mindestens sechs Verletzte, während die Live-Schlagzeilen von SRF fünfzehn Verletzte bei dem russischen Raketenangriff auf Kiew angeben. Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte, die Ukraine habe von verbündeten Partnern keine Vorwarnung über den Angriff erhalten.

Drohnenangriffe stören Moskauer Flughäfen

Ukrainische Drohnenangriffe haben den Betrieb an den Moskauer Flughäfen wiederholt unterbrochen. Nach Angaben des unabhängigen russischen Rechercheportals Agentstwo mussten Domodedowo, Scheremetjewo, Schukowski und Wnukowo im Oktober nahezu täglich Flüge aussetzen, an manchen Tagen waren sie bis zu neun Stunden geschlossen. Anfang September kündigte Selenskyj an, die Ukraine wolle den russischen Luftraum schließen.

„Heute wollen wir jede Fluggesellschaft warnen, die den russischen Luftraum nutzt, jeden Versicherer und alle, die weiterhin die wichtigsten russischen Flughäfen anfliegen: Der russische Luftraum wird vollständig unsicher werden.“

Wolodymyr Selenskyj

Einen Tag nach dieser Ankündigung richtete Kiew eine entsprechende Mitteilung an die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO). Der ukrainische Luftraum ist seit dem Beginn der russischen Invasion im Februar 2022 geschlossen. Die russische Luftfahrtbehörde Rosawiazija kann ein Notfallprotokoll namens „Teppich“ auslösen, das den Luftraum über einer Region oder über betroffenen Flughäfen sofort schließt. Es greift, wenn ein Flugzeug den russischen Luftraum verletzt, wenn Waffen eingesetzt werden oder wenn nicht identifizierte Objekte in der Luft auftauchen, und es bringt weitreichende Einschränkungen für alle Flüge mit sich.

Der Luftfahrtexperte Oleksandr Laneckij sagte der DW, das Protokoll gelte für jede Drohne.

„Im Grunde stellt jede Drohne eine militärische Bedrohung dar.“

Oleksandr Laneckij

Laneckij verwies auf die Erfolge der Huthi, die Saudi-Arabien lahmgelegt hätten, und erklärte, die militärischen Fähigkeiten der Ukraine lägen seiner Überzeugung nach weit darüber. Er erwartet, dass die Ukraine das Moskauer Luftfahrtdrehkreuz erheblich stören, wenn nicht gar lahmlegen könnte. Der unabhängige Militärexperte Jan Matwejew teilt diese Einschätzung.

Friedensgespräche und die Haltung des Kremls

Der Kreml-Berater Juri Uschakow sagte, Wladimir Putin sei „grundsätzlich“ zu Gesprächen mit der Ukraine und den Vereinigten Staaten Mitte November bereit. Kurz zuvor hatte der US-Gesandte Steve Witkoff in Sankt Petersburg mit Putin gesprochen. Selenskyj unterstützt den US-Vorschlag für trilaterale Gespräche mit Russland und den Vereinigten Staaten und hatte zuvor angedeutet, er könne ein Einfrieren der Frontlinie akzeptieren. Die Live-Schlagzeilen von SRF berichten, Selenskyj hoffe auf ein baldiges trilaterales Treffen, Russland erkläre sich zu neuen trilateralen Gesprächen bereit, und Putin habe vorgeschlagen, Donald Trump in China zu treffen.

Der Politikwissenschaftler Nico Lange ist skeptisch, ob es zu Gesprächen kommt. Im Interview mit dem WDR sagte er, der Kreml erkläre seit dem ersten Tag, zu Verhandlungen bereit zu sein, sofern die Ukraine alle Forderungen Moskaus erfülle. Er argumentierte, Putin setze auf Trumps Druck, um Kiew zur Kapitulation zu drängen, was, wie im vergangenen Jahr, zu keinem Ergebnis führen werde. Berichten zufolge plant Trump zudem, trotz bestehender Sanktionen russisches Öl zu kaufen, und drängt Selenskyj zu einem schnellen Friedensabkommen, während Moskau sich weigert, seine Bedingungen zu senken.

Ausgeweiteter Krieg und humanitärer Bedarf

Russland hat seine Angriffe auf ukrainische Städte in den vergangenen Wochen verstärkt, während sich die Ukraine seit Februar 2022 gegen nahezu tägliche Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe verteidigt. Bereits Anfang Oktober hatten ballistische Raketenangriffe auf Kiew spät Luftalarm ausgelöst. Im selben Nachrichtenzyklus melden die SRF-Schlagzeilen über 600 abgefangene Drohnen bei einem großen Angriff auf Moskau, eine getötete Person bei einem Drohnenangriff nahe dem Kernkraftwerk Saporischschja und eine NATO-Initiative zur Stärkung der Drohnenabwehr im Schwarzen Meer. Die Schweizer Glückskette sammelt mehr als vier Jahre nach Kriegsbeginn Spenden für die Zivilbevölkerung in der Ukraine; die Unterstützung umfasst Familienhilfe, Wohnungsreparaturen, medizinische Versorgung und psychosoziale Hilfe.

Weiter in der heutigen Ausgabe

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Quellen und Kontext

  • Deutsche Wellevor 3 Std.Ukraine-Krieg trifft den zivilen Flugverkehr in Russland
  • SRF Newsvor 4 Std.Krieg in der Ukraine - Nach Gesprächen: Russland und Ukraine mit gegenseitigen Angriffen
  • RP Onlinevor 6 Std.Raketen auf Kiew: Russland bombardiert fast die gesamte Ukraine
  • tagesschau.devor 8 Std.Krieg gegen die Ukraine: Russische Raketen schlagen erneut in Kiew ein
Volodymyr Zelensky
Präsident der Ukraine, der Pläne zur Schließung des russischen Luftraums ankündigte und trilaterale Gespräche unterstützt
Vitali Klitschko
Bürgermeister von Kiew, der über Schäden und Verletzte des nächtlichen Angriffs berichtete
Vladimir Putin
Russischer Präsident, dessen Gesprächsbereitschaft und Treffen mit Trump Thema sind
Yuri Ushakov
Kreml-Berater, der sagte, Putin sei grundsätzlich zu Gesprächen Mitte November bereit
Steve Witkoff
US-Gesandter, der in Sankt Petersburg mit Putin sprach
Donald Trump
US-Präsident, der auf ein Friedensabkommen drängt und Berichten zufolge russisches Öl kaufen will
Nico Lange
Politikwissenschaftler, der Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine skeptisch sieht

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Veröffentlicht heute um 06:47.

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In diesem Text

  1. 1Raketenangriffe auf Kiew in der NachtRaketenangriffe auf Kiew in der Nacht
  2. 2Drohnenangriffe stören Moskauer FlughäfenDrohnenangriffe stören Moskauer Flughäfen
  3. 3Friedensgespräche und die Haltung des KremlsFriedensgespräche und die Haltung des Kremls
  4. 4Ausgeweiteter Krieg und humanitärer BedarfAusgeweiteter Krieg und humanitärer Bedarf

Auf Grundlage von Berichten von

Deutsche Welle, SRF News, RP Online, tagesschau.de, ČT24

Liste der Quellen

Konflikte · Kiew, Moskau und Sankt Petersburg

Russland feuert ballistische Raketen auf Kiew, während Moskauer Flughäfen den Betrieb erneut aussetzen

Russische ballistische Raketen haben in der Nacht auf Donnerstag, 22. Oktober, Kiew getroffen und Wohnhäuser sowie eine Tankstelle beschädigt, während ukrainische Drohnenangriffe den Flugbetrieb an den Moskauer Flughäfen immer wieder unterbrachen. Gespräche zwischen Moskau, Kiew und Washington stehen weiterhin für Mitte November aus.

Kiew
Moskau

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von Deutsche Welle, SRF News, RP Online und weiteren Medien. Veröffentlicht heute um 06:47.

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