
Reyes Maroto schlägt Enma López mit 204 Stimmen Vorsprung bei der PSOE-Vorwahl in Madrid und wird 2027 gegen Almeida antreten
Der ehemaligen Industrieministerin sicherte sich 1.045 Stimmen gegenüber 841 für Enma López und hält damit das von der Parteiführung bevorzugte Ticket für die Kommunalwahlen 2027.
Vorwahlergebnis
Reyes Maroto hat am Sonntag die PSOE-Vorwahl für das Madrider Bürgermeisteramt gewonnen und ihre Stellvertreterin Enma López mit 204 Stimmen Vorsprung geschlagen. Maroto erhielt nach Angaben von Parteiinsidern 1.045 Stimmzettel, López 841. Die Abstimmung fand von 9:30 bis 19:30 Uhr statt; die Wahllokale schlossen früher, um eine Überschneidung mit dem WM-Finale zu vermeiden. Maroto, ehemalige Industrieministerin und derzeitige PSOE-Sprecherin im Stadtrat, wird nun bei den Kommunalwahlen im Mai 2027 gegen den amtierenden Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida von der Partido Popular antreten.
Ein umkämpftes Rennen
Die Vorwahl wurde am 25. Juni ausgelöst, als López, Marotos eigene Nummer zwei und Wahlkampfmanagerin von 2023, überraschend ihre Kandidatur bekannt gab. Der Schritt durchkreuzte die Pläne der Bundes- und Regionalparteiführung, die Maroto neben Óscar López für die Regionalpräsidentschaft bereits als Kandidatin nominiert hatte. In der Unterstützerphase sammelte Maroto 1.376 Unterschriften gegenüber 1.028 von López, doch López dominierte bei den digitalen Unterstützerbekundungen (587 zu 186) und der Kleinspender-Finanzierung. Das Rennen offenbarte Spannungen innerhalb der Madrider sozialistischen Föderation, wobei einige López‘ Herausforderung als Test für die innerparteiliche Demokratie betrachteten.
Wer auch immer gewinnt, morgen wird die Sozialistische Partei gestärkt daraus hervorgehen, denn unser einziges Ziel ist es, 2027 zu gewinnen.
Wahlkampfthemen
Maroto setzte auf Kontinuität und argumentierte, dass ein Wechsel des Kandidaten alle vier Jahre die Chancen der Partei schwäche. Sie verwies auf ihre Erfolge, die Zahl der PSOE-Sitze im Stadtrat 2023 von acht auf elf erhöht zu haben, und versprach, Airbnb-Vermietungen zu verbieten und den Verkauf öffentlicher Grundstücke zu Spekulationszwecken zu stoppen. López trat unter dem Slogan „Ya toca“ (Es ist Zeit) an, in Anspielung auf die fast vier Jahrzehnte, seit die PSOE zuletzt das Madrider Bürgermeisteramt gewann. Sie forderte eine Erneuerung des sozialistischen Projekts in der Hauptstadt.
Sehr stolz auf die geleistete Arbeit, sehr stolz auf das gesamte Team, das mich in diesen Tagen begleitet hat.
Parteidynamik
Die Vorwahl verdeutlichte die Spannung zwischen der institutionellen Kontrolle der Partei und ihrer Basis. Maroto, als Generalsekretärin der PSOE Madrid Stadt, hatte die Unterstützung des Großteils der Stadtratsfraktion und der Bundesparteiführung. López‘ Herausforderung wurde von manchen als Symptom des Unmuts über die Praxis gesehen, nationale Größen in lokale Rennen zu schicken. Maroto selbst wurde 2023 nominiert, nachdem eine Reihe prominenter Kandidaten nach Wahlniederlagen aufgehört hatten. Sie ist die Erste, die bleibt und ein Oppositionsprojekt aufbaut, und erhöhte die PSOE-Vertretung von acht auf elf Stadträte.
Vorwahlen sind eine sehr gesunde Übung innerparteilicher Demokratie und sehr empfehlenswert für andere Parteien, insbesondere die PP.
Was als Nächstes kommt
Marotos Sieg besiegelt das PSOE-Wahlticket für Madrid 2027: Óscar López wird gegen Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso antreten, während Maroto sich Almeida stellt. Das Vorwahlergebnis wurde gegen 20:25 Uhr bekannt gegeben, und beide Kandidaten riefen sofort zur Einheit der Partei auf. Maroto steht nun vor der Aufgabe, eine Plattform aufzubauen, um die PP zu besiegen, die die Stadt seit 2019 kontrolliert. Die PSOE hat das Madrider Bürgermeisteramt seit 1989 nicht mehr gewonnen, und Marotos Ergebnis von 2023 brachte die Partei hinter der PP und Más Madrid auf den dritten Platz.
- Maroto (Unterstützer)
- 1376 Anzahl
- López (Unterstützer)
- 1028 Anzahl
- Maroto (Stimmen)
- 1045 Anzahl
- López (Stimmen)
- 841 Anzahl
- Enma López gibt ihre Kandidatur bekannt
- Wahlbeginn
- Wahllokale schließen (vorgezogen wegen WM-Finale)
- Ergebnis verkündet: Maroto gewinnt

