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Kurz gefasst
Zwischen 6.000 (Polizeiangabe) und 8.000 (Erwartung der Organisatoren) Menschen versammelten sich am 5. September 2026 auf dem Domplatz in Magdeburg unter dem Motto Sachsen-Anhalt. Weltoffen.
Die Alternative für Deutschland ging als Spitzenreiter in die Wahl am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt, einem Bundesland mit 2,1 Millionen Einwohnern, und strebt die Bildung ihrer ersten Landesregierung seit 1945 an.
Die etablierten Parteien schlossen eine Regierungsbeteiligung der AfD aus, während die Mitglieder der prorussischen Linkspartei BSW über eine mögliche Zusammenarbeit uneins sind.
Der deutsche Verfassungsschutz hat die AfD in Sachsen-Anhalt und vier weiteren Bundesländern als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.
- 5. September 2026, NachmittagDemokratiefest beginnt am Magdeburger Domplatz, während die AfD ihren Wahlkampfabschluss abhält
- 5. September 2026, AbendReden und Konzerte enden nach 12 geplanten Versammlungen in Magdeburg
- 6.09.Wahllokale in ganz Sachsen-Anhalt für die Landtagswahl geöffnet
Zivilgesellschaft mobilisiert in Magdeburg
Tausende Demonstranten versammelten sich am Samstag, dem 5. September 2026, in Magdeburg, um demokratische Institutionen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu verteidigen. Die Demonstration wurde von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis aus Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Gemeindegruppen unter dem Namen Sachsen-Anhalt. Weltoffen. organisiert. Die zentrale Kundgebung versammelte sich rund um den Magdeburger Dom, wo die Organisatoren ein Fest der Demokratie veranstalteten. Teilnehmer aller Generationen füllten den Domplatz ab dem frühen Nachmittag, sie trugen Regenbogenfahnen und handgemachte Schilder. Sichtbare Transparente in der Menge trugen Botschaften wie „Mehr Liebe, weniger Hass“, „Ein besseres Leben ohne Nazis“ und ein satirisches Schild, das daran erinnerte, dass auch die Kartoffel aus dem Ausland stammt.
Teilnehmerzahlen und konkurrierende Wahlkampfveranstaltungen
Nach Angaben der Polizei registrierten die Behörden am Samstag in ganz Magdeburg 12 separate öffentliche Versammlungen und Veranstaltungen. Das zivilgesellschaftliche Bündnis hatte geschätzt, dass etwa 8.000 Menschen an der zentralen Demokratiekundgebung teilnehmen würden. Am Samstagnachmittag schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl rund um den Dom auf etwa 6.000. Das geplante Programm mit politischen Reden und Live-Musik sollte bis in den späten Abend dauern. Gleichzeitig hielt die Alternative für Deutschland ihre offizielle Abschlusskundgebung im genau gleichen Stadtgebiet ab, was am letzten Tag vor der Wahl zu einer räumlichen Nähe zwischen Parteianhängern und Gegendemonstranten führte.
- Polizeischätzung (Nachmittag)
- 6000 Teilnehmer
- Erwartung der Organisatoren
- 8000 Teilnehmer
Daten aus dem Artikeltext
Regionalwahl mit hohem Einsatz
Die Wähler in Sachsen-Anhalt gehen am Sonntag, dem 6. September 2026, zur Wahl, um ein neues Landesparlament für den ostdeutschen Staat mit 2,1 Millionen Einwohnern zu wählen. Die Alternative für Deutschland ging mit Umfragevorsprung in das Wahlwochenende und strebt die Kontrolle über die Landesregierung an. Die AfD-Führung hat ihr Ziel bekundet, eine alleinige Landesregierung zu bilden. Sollte die Partei die Regierungsmacht erlangen, wäre dies das erste Mal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945, dass eine rechtsextreme Partei in einem deutschen Bundesland die Regierung übernimmt. Veröffentlichte Umfragezahlen zeigen jedoch, dass es unsicher bleibt, ob die Partei die absolute parlamentarische Mehrheit erreichen kann, die für eine Alleinregierung erforderlich ist.
Politische Lager und Einstufung durch den Verfassungsschutz
Die Aussicht auf eine AfD-Mehrheit hat zu Spaltungen unter den politischen Parteien in Magdeburg und bundesweit geführt. Die etablierten Parteien im Landtag haben eine Koalition mit der rechtsextremen Gruppe stets ausgeschlossen. Die einzige Ausnahme von dieser Haltung ist die linke, prorussische Partei BSW, deren Mitglieder und Führung uneins darüber sind, ob eine Zusammenarbeit in Betracht gezogen werden soll. Die Alternative für Deutschland hat mit einem Programm gegen Einwanderung Wahlkampf gemacht, eine prorussische außenpolitische Haltung vertreten und Unterstützung für Donald Trump geäußert. In Sachsen-Anhalt und vier weiteren Bundesländern hat der deutsche Verfassungsschutz die regionale AfD-Landesorganisation offiziell als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft.