
Kommandeur der Guardia Civil bestätigt, dass Leire Díez ihm einen Spitzenposten im Austausch für schädliche UCO-Informationen angeboten hat, unter Berufung auf Befehle von 'dem Einen'
Rubén Villalba sagte vor einem Madrider Gericht, dass die ehemalige PSOE-Aktivistin Leire Díez ihm versprochen habe, ihn zum Berater des Chefs der Guardia Civil zu machen, wenn er kompromittierende Informationen über die Anti-Korruptions-Einheit liefere, und behauptete, sie handele im Auftrag von 'dem Einen' in der Regierung.
Villalbas Aussage
Der Kommandeur Rubén Villalba, der derzeit suspendiert ist und im separaten 'Koldo-Fall' ermittelt wird, erschien am Dienstag vor Richter Santiago Pedraz am Audiencia Nacional. Er bestätigte die Aussage, die er am 28. Mai der UCO der Guardia Civil gemacht hatte, und bestätigte zwei Treffen mit Leire Díez am 10. und 26. März 2025. Nach Angaben von Justizquellen sagte Villalba, Díez habe nach 'kompromittierenden Informationen' über die UCO gefragt, insbesondere gegen Oberstleutnant Antonio Balas und Hauptmann Bonilla.
Sie sagte mir, sie komme von 'dem Einen' von oben, gemeint seien die Regierung und die PSOE.
Der 'Eine' und die Angebote
Im Austausch für die Informationen bot Díez an, Villalbas Karriere zu rehabilitieren, seine Ehre wiederherzustellen und ihm einen Posten als Berater von Mercedes González, der Generaldirektorin der Guardia Civil, zu sichern. Sie erwähnte auch die Möglichkeit einer Position an der spanischen Botschaft in Rom. Villalba sagte, er habe die Treffen nur besucht, um zu beurteilen, ob Díez ihre Versprechen einhalten könne, und kam zu dem Schluss, dass sie dies nicht könne. Er lehnte alle Angebote ab und übergab kein Material.
Der Zweck des Treffens war nichts anderes, als kompromittierende Informationen über die Guardia Civil zu erlangen.
Die breitere Untersuchung
Richter Pedraz untersucht ein angebliches kriminelles Netzwerk unter der Führung von Díez und dem ehemaligen PSOE-Organisationssekretär Santos Cerdán, das darauf abzielte, Gerichtsverfahren zu sabotieren, die die Regierung von Pedro Sánchez und seinen inneren Kreis betreffen. Der Fall umfasst neun mögliche Straftaten, darunter kriminelle Vereinigung und Geheimnisverrat. Mercedes González, die eingeräumt hat, dass Díez Villalbas Versetzung vorgeschlagen habe, soll am 16. Juli als Beschuldigte aussagen. Sie hat erklärt, sie habe 'niemals' an einer Verschwörung gegen die UCO teilgenommen.
Ich habe niemals, niemals an einer Verschwörung gegen die UCO teilgenommen, weder beeinflusst von Leire Díez noch von irgendjemand anderem.
Weitere Zeugen und Medienverbindungen
Ebenfalls am Dienstag sagten Francisco Ortega, der die Treffen zwischen Díez und Villalba arrangierte, und die Journalistin Patricia Isabel Espinar aus, die mit dem digitalen Medium Crónica Libre verbunden ist. Die UCO hat eine Zahlung von 20.000 Euro vermerkt, die die PSOE angeblich über eine Agentur an die Grupo Crónica Libre im April–Mai 2024 geleistet hat, und dies als Werbekampagne dargestellt. Der Richter stellt fest, dass Crónica Libre, das im April 2022 gegründet wurde, eine 'überragende Rolle' bei der Verbreitung der vom Netzwerk gesammelten Informationen gespielt habe.
- Erstes Treffen zwischen Leire Díez und Rubén Villalba.
- Zweites Treffen; Villalba nimmt Bilder auf, später von EL MUNDO veröffentlicht.
- Díez trifft Mercedes González und bittet um Villalbas Rehabilitation.
- Villalba sagt vor der UCO aus und schildert die beiden Begegnungen.
- Villalba bestätigt seine Aussage vor Richter Santiago Pedraz.
- Mercedes González soll als Beschuldigte aussagen.
Was als Nächstes kommt
Die Ermittlungen ziehen sich weiter um hochrangige PSOE-Figuren zusammen. Mit Villalbas Aussage, die nun protokolliert ist, und González' Auftritt, der für Mitte Juli geplant ist, setzt das Gericht zusammen, wie weit die angebliche Verschwörung in die Regierung und den Parteiapparat reichte.


