Portugal will gegen bereits qualifiziertes Kolumbien in Miami um den Gruppensieg kämpfen – Martínez spielt Klima und Kulisse herunter
Roberto Martínez ist überzeugt, dass sein Team perfekt auf die feindselige kolumbianische Kulisse und die drückende Luftfeuchtigkeit Miamis vorbereitet ist, wenn sie in den frühen Morgenstunden des Sonntags aufeinandertreffen, um die Gruppe K zu entscheiden.
Das dritte Spiel der Gruppe K bringt Portugal und Kolumbien im Hard Rock Stadium von Miami gegeneinander – es geht um den ersten Platz und einen möglicherweise einfacheren Weg ins Achtelfinale. Kolumbien ist mit zwei Siegen bereits qualifiziert und braucht nur ein Unentschieden, um den Gruppensieg zu sichern; Portugal steht bei vier Punkten und muss gewinnen, um an den Südamerikanern vorbeizuziehen.
Vorbereitung und Bedingungen
Gewitter unterbrachen Portugals letzte Trainingseinheiten, doch Martínez betonte, die Arbeit für dieses Spiel habe bereits vor Monaten begonnen. „Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Kolumbien begann im März … Wir haben bereits 13 Trainingseinheiten hier in Miami absolviert, um uns an das Klima anzupassen“, sagte er zu Reportern. Er merkte auch an, dass die Mannschaft faktisch auswärts spielen würde, angesichts der überwältigenden Zahl kolumbianischer Fans, die bereits im November Tickets gekauft hatten.
Gefahren auf beiden Seiten
Kolumbiens Trainer Néstor Lorenzo hob Vitinha und Cristiano Ronaldo als die Spieler hervor, die ständige Aufmerksamkeit erforderten. „Vitinha kontrolliert das Spiel, und Ronaldo vollendet es; wir dürfen sie nicht allein lassen“, warnte er. Lorenzo bezeichnete Portugal als einen der Turnierfavoriten, versprach aber, dass seine Mannschaft ihrem eigenen intensiven, auf Umschaltmomenten basierenden Stil treu bleiben werde.
Vitinha und Ronaldo sind entscheidend. Einer kontrolliert das Spiel, der andere schließt die Aktion ab. Wir dürfen sie nicht allein oder unbeaufsichtigt lassen.
Martínez erwiderte den Respekt und bezeichnete Kolumbien als eine der besten Mannschaften im Umschaltspiel, mit Luis Díaz und Luís Suárez als Schlüsselwaffen. Suárez laboriert an einer Schulterverletzung und ist fraglich, doch Martínez betonte, dass das kolumbianische System wichtiger sei als jeder einzelne Spieler.
Kaderbreite und Mentalität
Alle 26 portugiesischen Spieler sind für die letzte Einheit fit, und Martínez erklärte, dass das Wort „Ersatzspieler“ in seinem Kader nicht mehr existiere. Er führte die Fähigkeit an, zwei oder drei Wechsel zur Halbzeit vorzunehmen, ohne dass die taktische Qualität nachlasse, als Beleg für die Stärke der Mannschaft.
Das Wort Ersatzspieler existiert in unserer Mannschaft nicht mehr. Die Spieler sind bereit, wenn sie beginnen und wenn sie von der Bank kommen, um den Unterschied auszumachen.
Der psychologische Aspekt stand ebenfalls im Fokus, nachdem Portugal die gesamte zweite Gruppenpartie kontrolliert hatte, anders als die erste. Martínez räumte ein, dass der Umgang mit der Emotionalität eines faktischen Auswärtsspiels ein entscheidender Test für die Reife des Teams sein werde.
Was auf dem Spiel steht
Ein Sieg würde Portugal als Gruppensieger ins Achtelfinale schicken; ein Unentschieden oder eine Niederlage bedeutete wahrscheinlich den zweiten Platz und ein mögliches Achtelfinale gegen England oder Kroatien. Anstoß ist um 00:30 Uhr Ortszeit – zum Abschluss einer Gruppenphase, in der Portugals Leistungen sich seit dem Auftakt deutlich verbessert haben.


