
Stürme legen Stromversorgung von über 200.000 Kunden in Nord- und Ostpolen lahm
Schwere Stürme fegten am Samstag über Polen hinweg, unterbrachen die Stromversorgung von rund 200.000 Kunden und lösten landesweit über 6.500 Notfalleinsätze der Feuerwehr aus.
Netzausfälle in Nord- und Ostpolen
Schwere Wetterbedingungen haben am Samstag, den 22. August, das Stromnetz in weiten Teilen Nord- und Ostpolens gestört. Bis 14:00 Uhr meldete der regionale Verteilnetzbetreiber PGE Dystrybucja, dass in seinem nordöstlichen Versorgungsgebiet rund 145.000 Kunden ohne Strom waren. Gleichzeitig meldete der Betreiber Energa Operator weitreichende Netzstörungen in seinen Betriebszweigen Toruń und Płock, die sich bis 13:00 Uhr auf das Gebiet Olsztyn ausweiteten. Im gesamten Versorgungsgebiet von Energa Operator, das etwa ein Viertel des Landes mit 200.000 Kilometern Leitungen und 3,4 Millionen Kunden abdeckt, blieben über 56.000 Kunden ohne Strom. Die kombinierten Zahlen der Versorger beliefen sich am Nachmittag auf insgesamt über 200.000 betroffene Kunden in den betroffenen Verteilgebieten.
- Region Białystok (PGE)
- 71000 Kunden
- Region Ełk (PGE)
- 36000 Kunden
- Zweige von Energa Operator
- 56000 Kunden
Regionale Aufschlüsselung in Podlachien und Ermland-Masuren
Die Störung konzentrierte sich stark auf die Woiwodschaft Podlachien und angrenzende Teile der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Im Betriebsbereich Białystok waren etwa 71.000 Kunden betroffen, hauptsächlich im ländlichen und vorstädtischen Gebiet des Kreises Białystok. Weiter nordwestlich, in der von der Białystok-Abteilung von PGE Dystrybucja verwalteten Energie-Region Ełk, waren rund 36.000 Kunden ohne Strom. Techniker der Versorger wurden sofort eingesetzt, um beschädigte Leitungen zu sichern, aber anhaltende Windböen verursachten weiterhin sekundäre Leitungsfehler, schneller als die Reparaturtrupps sie beheben konnten. Kunden, die Hilfe suchten, hatten lange Wartezeiten, da hohe Anrufvolumina die lokalen Notrufleitungen bei Pogotowie Energetyczne überlasteten.
Die Einsatzkräfte von PGE Dystrybucja arbeiten seit Beginn der Störung im Feld, lokalisieren Schäden, sichern Einsatzstellen und stellen die Stromversorgung der Kunden schrittweise wieder her. Wir tun alles, um die Stromunterbrechungen so kurz wie möglich zu halten und die Versorgung unserer Kunden so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Notdienste mobilisieren landesweit
Die Sturmfront führte zu einem großflächigen Einsatz von Notfallpersonal, um Straßen zu räumen und beschädigte Infrastruktur zu sichern. Der Sprecher der Staatlichen Feuerwehr, Brigadegeneral Karol Kroć, bestätigte am Samstagnachmittag in einem Briefing den Umfang der landesweiten Reaktion.
Wir haben über 6.500 Einsätze verzeichnet.
In der Woiwodschaft Podlachien verzeichneten die Feuerwehreinheiten bis 15:00 Uhr fast 700 separate Einsätze, hauptsächlich wegen Windwürfen, entwurzelten Bäumen und blockierten Verkehrswegen. Starke Windböen beschädigten außerdem rund 20 Wohn- und Geschäftsgebäude in Podlachien. Die regionalen Behörden berichteten, dass keiner der Gebäudeschäden zu Verletzten oder Todesfällen führte.
- Energa Operator meldet über 56.000 Kundenausfälle in Toruń, Płock und Olsztyn.
- PGE Dystrybucja verzeichnet 145.000 Kundenausfälle in Nordostpolen.
- Feuerwehr in Podlachien erreicht fast 700 sturmbedingte Notrufeinsätze.
- Zieltermin für die Wiederherstellung der Stromversorgung im Raum Białystok.
Krisenkoordination und Reparaturpläne
Die Regionalverwaltung berief eine Notfallkoordinationssitzung im Amt der Woiwodschaft Podlachien in Białystok ein, um die Reaktion zu steuern. An dem Treffen nahmen der stellvertretende Woiwode Paweł Krutul, hochrangige Kommandeure der Staatlichen Feuerwehr und Betriebsdirektoren von PGE Dystrybucja teil. PGE-Vertreter teilten den Gemeindevertretern mit, dass die Leitungsräumung und Transformatorenreparaturen bis in den späten Abend dauern würden. Die technischen Teams priorisierten die Beseitigung von Stromgefahren und die Wiederherstellung von Hochspannungsleitungen zu kritischen Gemeinschaftseinrichtungen, bevor sie einzelne lokale Verteilzweige wieder anschlossen. Die Energie-Notdienste warnten, dass die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung aller betroffenen Haushalte im Raum Białystok bis Mitternacht dauern könnte.


