
Griechische Polizei weist Untätigkeitsvorwürfe nach Angriff auf U-Bahn-Stationsleiter in Korydallos zurück
Die griechische Polizei gab am 24. August 2026 eine Erklärung heraus, in der sie Berichte dementierte, wonach Beamte nicht eingegriffen hätten, als ein Mann am 21. August am U-Bahnhof Korydallos einen Stationsleiter und einschreitende Polizisten angriff.
Körperliche Auseinandersetzung am Bahnhof Korydallos
Ein gewalttätiger Vorfall ereignete sich am Abend des Freitags, 21. August 2026, am U-Bahnhof Korydallos in der Region Attika. Eine männliche Person griff den diensthabenden Stationsleiter in den Räumlichkeiten des Bahnhofs körperlich an. In der Nähe eingesetzte Polizeikräfte im Rahmen einer speziellen Nahverkehrsinitiative begaben sich zum Ort, um die Situation zu bewältigen. Während des Einschreitens und der anschließenden Verfolgung wandte sich der Angreifer gegen die einschreitenden Polizisten und griff sie direkt an. Trotz des gewalttätigen Verhaltens des Verdächtigen gelang es den Beamten, ihn zu überwältigen und am Tatort festzunehmen. Die Polizeidienststelle Korydallos übernahm den Verdächtigen und erstellte eine formelle Strafanzeige, in der ihm Ungehorsam sowie Gewalt gegen Angestellte und Justizpersonen vorgeworfen werden.
Griechische Polizei bestreitet Medienbehauptungen
Die griechische Polizeiführung gab am 24. August 2026 eine offizielle Erklärung heraus, um die Ereignisse rund um den Angriff am Bahnhof Korydallos zu klären. Das Einschreiten erfolgte nach mehreren Medienveröffentlichungen, die behaupteten, Polizeibeamte hätten nicht reagiert oder der Täter sei nach der Auseinandersetzung unkontrolliert geblieben. Die Strafverfolgungsbehörden wiesen diese Darstellungen entschieden zurück und erklärten, die Berichte entsprächen nicht der Realität des operativen Einsatzes.
Berichte, die den Eindruck erwecken, dass dieser Vorfall nicht von der Polizei behandelt wurde oder der Täter unkontrolliert blieb, entsprechen nicht der Realität.
Die Polizeiführung erklärte, die Beamten hätten ohne Zögern eingegriffen, um das Personal des Nahverkehrs und die Fahrgäste zu schützen, was zur Überwältigung und Festnahme des Verdächtigen führte, trotz der gegen die Beamten selbst gerichteten körperlichen Angriffe.
- Beginn des operativen Überwachungszeitraums des Plans Ariadne
- Ende des 16-monatigen Überwachungszeitraums der öffentlichen Nahverkehrssicherheit
- Polizei veröffentlicht Evaluierungsbericht zu den Nahverkehrsoperationen des Plans Ariadne
- Mann greift Stationsleiter und einschreitende Polizisten am U-Bahnhof Korydallos an
- Griechische Polizei gibt Erklärung heraus, die Medienvorwürfe der Untätigkeit widerlegt
Operatives Design des Plans Ariadne
Die einschreitenden Beamten waren im Rahmen des Plans Ariadne eingesetzt, einer operativen Sicherheitsinitiative für die öffentlichen Nahverkehrsnetze in ganz Attika. Der Plan nutzt sowohl sichtbare uniformierte Streifen als auch verdeckte Polizeimethoden in Zügen, U-Bahnsteigen, Bushaltestellen und zentralen Umsteigeknotenpunkten. Polizeiführer führen tägliche Bewertungen der Sicherheitsdaten durch, um das Personal entsprechend den operativen Anforderungen im gesamten Verkehrsnetz zuzuweisen. Eine Truppe von 410 Polizisten ist derzeit für Aufgaben im Rahmen des Plans Ariadne abgestellt. Diese Beamten sind auf mehrere öffentliche Verkehrsbetreiber verteilt, darunter STASY-Stadtbahn und Straßenbahn, die Proastiakos-Vorortbahn, OSY-Buslinien und KTEL-Regionalbusdienste.
Durchsetzungsmaßnahmen im Nahverkehr in Attika
Neben ihrer Stellungnahme zum Angriff auf den Stationsleiter überprüfte die griechische Polizei die operative Leistung des Plans Ariadne zwischen dem 19. Februar 2025 und dem 30. Juni 2026. Die gemeldeten Zahlen beziehen sich auf eine Bewertung, die erstmals in einer Veröffentlichung vom 14. Juli 2026 mit dem Titel „Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr – Das Programm ‚Ariadne‘ im Dienste der Bürger“ skizziert wurde. Im 16-monatigen Überwachungszeitraum führten die Nahverkehrsbeamten 283.988 Sicherheitskontrollen auf den Attika-Linien durch, was zu 4.432 Festnahmen führte. Die Polizeikräfte leisteten auch Unterstützung für Fahrkartenkontrolleure bei mehr als 11.500 Kontrollen. Zu den weiteren erfassten Aktivitäten gehörten 938 Eingriffe wegen Bettelns, 876 Eingriffe im Zusammenhang mit Drogenabhängigen, 211 Fälle der Unterstützung schutzbedürftiger Personen und 42 Erste-Hilfe-Leistungen.
- Sicherheitskontrollen
- 283988
- Festnahmen
- 4432
- Eingriffe wegen Bettelns
- 938
- Drogenbezogene Eingriffe
- 876
- Hilfe für schutzbedürftige Personen
- 211
- Erste-Hilfe-Leistungen
- 42


