
Polen wird bei der Europameisterschaft Vierter nach 1:3-Niederlage gegen Serbien im Spiel um Bronze
Kapitänin Magdalena Stysiak erzielte 28 Punkte in Istanbul, doch die polnische Frauen-Volleyball-Nationalmannschaft unterlag im Spiel um Platz drei nach einer ungeschlagenen Gruppenphase mit 1:3 gegen Serbien.
Spiel um Bronze in Istanbul
Die polnische Frauen-Volleyball-Nationalmannschaft beendete die Europameisterschaft ohne Podestplatz, nachdem sie am 6. September 2026 in Istanbul das Spiel um Platz drei mit 1:3 gegen Serbien verlor. Serbien übernahm die Kontrolle über die Partie, indem es die ersten beiden Sätze für sich entschied, konsequent über Konter punkten und lange Ballwechsel gewinnen konnte. Polen konterte im dritten Satz, gewann ihn und verlängerte das Match, wodurch sich die Chance bot, einen entscheidenden Tie-Break zu erzwingen. Serbien schloss den vierten Satz ab und sicherte sich die Bronzemedaille. Polens Mannschaftskapitänin und Diagonalangreiferin Magdalena Stysiak erzielte 28 Punkte und zeigte eine starke Offensivleistung, obwohl sie nur begrenzte Unterstützung von den übrigen Angreiferinnen erhielt.
- Polen zieht ohne Niederlage in die K.-o.-Phase ein
- Justyna Łysiak ersetzt Aleksandra Szczygłowska aus gesundheitlichen Gründen auf der Libero-Position
- Polen kassiert die erste Turnierniederlage gegen Italien
- Polen wird nach einer 1:3-Niederlage gegen Serbien in Istanbul Vierter
Stysiak zieht Bilanz des Turnierverlaufs
Stysiak zeigte in Istanbul eine Leistungssteigerung, nachdem sie im Halbfinale gegen Italien weniger Punkte erzielt hatte. In einem Interview mit Polsat Sport nach der Bronzeniederlage betonte die Mannschaftskapitänin, dass das Team den gesamten Sommer mit maximalem Einsatz gearbeitet habe, um die Medaillenrunde zu erreichen. Sie erklärte, dass die Fans zwar enttäuscht sein mögen über die verpasste Medaille, das Team aber stolz darauf sei, ohne Niederlage ins Halbfinale eingezogen zu sein.
Es herrscht große Reue. Wir haben nach diesen beiden verlorenen Sätzen gekämpft, waren nah dran, einen Tie-Break zu erzwingen, aber Serbien war besser. Es hat nicht geklappt. Das ist eine große Lehre für uns. Es fehlt uns noch ein bisschen zu diesen besten Teams der Welt. Ich denke, das ist eine gute Prognose für die Zukunft.
Stysiak wies darauf hin, dass Polen während des Wettbewerbs nur gegen die Weltspitze verlor. Sie zeigte sich zuversichtlich, dass sich die aktuelle Mannschaft weiterentwickeln und international erfolgreich sein werde.
Europa ist die stärkste Region, wir haben gegen absolute Top-Teams gespielt. So viele erfahrene Spielerinnen, die heute gegeneinander spielten, haben auch ihre Erfahrung gezeigt und dieses Spiel einfach gewonnen. Wir können stolz sein und den Kopf hochhalten. Wir arbeiten, denn ich denke, diese Nationalmannschaft wird in Zukunft Großes erreichen.
Umstellungen im Libero-Posten
Polens Trainerstab musste die Defensivaufgaben bereits früh im Turnier umstellen, als die etatmäßige Libera Aleksandra Szczygłowska gesundheitlich ausfiel. Justyna Łysiak übernahm im zweiten Spiel Polens die Libero-Position und behielt diese Rolle bis in die K.o.-Runden. Łysiak äußerte Bedauern über die verpasste Medaille und merkte an, dass defensive Schwierigkeiten gegen Serbiens Spielübergänge das frühe Defizit verursacht hätten.
In den ersten beiden Sätzen konnten wir Serbiens Konterangriffe nicht stoppen, und die Gegnerinnen gewannen fast alle langen Ballwechsel. Schade, dass unsere gute Leistung im dritten Satz nicht länger anhielt.
Łysiak wies darauf hin, dass das Hineinwachsen in die Startaufstellung eine schnelle mentale Vorbereitung erforderte, und beschrieb das Turnier als wertvolles Training im Umgang mit Emotionen und der Bewältigung von hohem Druck unter schwierigen Umständen.
Einordnung und Bilanz bei Europameisterschaften
Der vierte Platz markiert Polens ersten Einzug ins Halbfinale der Europameisterschaft seit sieben Jahren. Die Nationalmannschaft hatte diese Runde zuletzt 2019 erreicht, als Polen ebenfalls Vierter wurde – nach einer Niederlage gegen Italien im Spiel um Bronze. Stysiak ist die einzige Spielerin im Kader von 2026, die bereits 2019 dabei war. Polen beendet das Turnier 2026 nach einer ungeschlagenen Gruppenphase und Siegen in allen Partien vor der Halbfinalrunde.


