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Fußball·vor 2 Std.

Florentino Pérez als Real-Präsident wiedergewählt, ebnet Weg für José Mourinhos Rückkehr von Benfica

Florentino Pérez sicherte sich am Sonntag eine achte Amtszeit als Präsident von Real Madrid, indem er Herausforderer Enrique Riquelme in der ersten umkämpften Wahl des Klubs seit 20 Jahren besiegte. Sein Sieg löst eine Trainerkaskade aus: José Mourinho wird Benfica für eine zweite Amtszeit im Bernabéu verlassen, wobei Marco Silva bereitsteht, um den portugiesischen Klub zu übernehmen.

Das Wahlergebnis

Florentino Pérez, 79, gewann spät am Sonntagabend die Wiederwahl als Präsident von Real Madrid und besiegte den Geschäftsmann Enrique Riquelme in der ersten umkämpften Abstimmung des Klubs seit 2006. Pérez erzielte den Sieg an allen 60 Wahltischen und nannte es „das zweitbeste Ergebnis der Geschichte.“ Spanische Medien-Wahlprognosen gaben ihm 60 bis 70 Prozent der Stimmen. Riquelme, der 37-jährige Gründer der Energiegruppe COX, räumte seine Niederlage kurz vor 1:00 Uhr ein, noch vor der Veröffentlichung der offiziellen Ergebnisse.

Wir werden weiter daran arbeiten, dass Real Madrid weiterhin mehr Titel gewinnt.

Die Wahl wurde von Pérez selbst nach einer zweiten Saison ohne großen Titel ausgerufen, einer Saison, die durch den Saisonmitte-Wechsel von Trainer Xabi Alonso zu Álvaro Arbeloa und ein Champions-League-Viertelfinal-Aus gegen Bayern München geprägt war. Pérez hat den Klub von 2000 bis 2006 und erneut von 2009 bis heute geführt und dabei sieben der vereinsrekordverdächtigen 15 Europapokaltitel miterlebt.

Mourinhos Rückkehr nach Madrid

Pérez bestätigte in seiner Siegesrede, dass seine erste große Entscheidung der neuen Amtszeit die Rückkehr von José Mourinho als Cheftrainer sein wird, 13 Jahre nach der ersten Amtszeit des Portugiesen von 2010 bis 2013. Mourinho, 63, gewann in dieser ersten Amtszeit einen La-Liga-Titel, eine Copa del Rey und einen spanischen Supercup. Pérez beschrieb ihn als „einen der besten Trainer der Welt“ und „einen Madridista.“

Stolz, die besten Spieler der Welt zu haben. Stolz, das beste Stadion der Welt zu haben und einen Madridista wie José Mourinho.

Mourinho hatte Pérez angeblich bereits vor Wochen zugestimmt, aber auf den Wahlausgang gewartet, um seinen Abschied von Benfica zu finalisieren. Der portugiesische Klub war am vergangenen Donnerstag darüber informiert worden, dass Pérez‘ Kandidatur „die feste Absicht geäußert habe, Mourinho zu verpflichten“ und sich verpflichtet habe, die Ablösesumme von 15 Millionen Euro in seinem Vertrag zu zahlen.

Der Benfica-Dominoeffekt

Benfica wartet nun auf diese Zahlung von 15 Millionen Euro, die portugiesische Medien zufolge Pérez für Montag versprochen hat. Sobald das Geld eingeht, wird Benfica die portugiesische Wertpapieraufsichtsbehörde (CMVM) über Mourinhos Abgang und die finanziellen Erlöse informieren und damit den Weg freimachen, Marco Silva als seinen Nachfolger zu verkünden.

Silva, 48, lehnte ein lukratives Angebot ab, bei Fulham zu bleiben, wo er fünf Jahre lang trainiert hatte. Er erzielte letzte Woche eine Einigung mit Benfica und wird 11 Jahre nach seinem Weggang von Sporting zu Olympiakos nach Portugal zurückkehren. Zu seinen früheren Erfolgen gehören ein portugiesischer Pokal mit Sporting und ein griechischer Meistertitel mit Olympiakos.

Transferversprechen und institutionelle Pläne

Während des Wahlkampfs versprach Pérez die sofortige Verpflichtung des französischen Verteidigers Ibrahima Konaté und des niederländischen Außenverteidigers Denzel Dumfries nach der Wiederwahl, sowie ein Angebot von mindestens 150 Millionen Euro für einen Starspieler. Die spanische Presse brachte Bayern Münchens Flügelspieler Michael Olise mit diesem Spitzenplatz in Verbindung, allerdings erklärte Bayerns Präsident Herbert Hainer anschließend, der Klub werde jedes Angebot ablehnen.

Über den Transfermarkt hinaus wird erwartet, dass Pérez‘ großer Wahlvorsprung seinen angekündigten Plan stärkt, das Klubkapital für einen externen Aktionär zu öffnen – ein struktureller Wandel, der das Governance-Modell des mitgliedergeführten Vereins umgestalten würde.

Trainerkarussell-Ablauf
  1. Benfica informiert, dass Pérez‘ Kandidatur beabsichtigt, Mourinho zu verpflichten und die Ablösesumme von 15 Mio. € zu zahlen
  2. Florentino Pérez als Real-Präsident wiedergewählt; bestätigt Mourinhos Rückkehr in der Siegesrede
  3. Pérez soll Mourinhos Ablösesumme zahlen; Benfica informiert CMVM über Abgang
  4. Marco Silva als neuer Benfica-Cheftrainer für die Saison 2026/27 angekündigt

Was als Nächstes kommt

Die formelle Ankündigung von Mourinhos Ernennung bei Real Madrid wird in Kürze erwartet, wobei der Trainer Álvaro Arbeloa ersetzen soll. Bei Benfica hängt die Abfolge von der Zahlung der Ablösesumme ab: Sobald diese bearbeitet ist, wird der Klub seine Meldung bei der Börsenaufsicht einreichen und Marco Silva für die Saison 2026/27 vorstellen. Pérez‘ neue Amtszeit läuft bis 2030.

Madrid · Lissabon

8 Quellen

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