Patrick Bruel sagte am 1. September 2026 alle 35 geplanten Herbstkonzerte ab, was über 150.000 Ticketinhaber in ganz Frankreich betrifft.
Bruel wird in vier Fällen wegen mutmaßlicher Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung und sexueller Nötigung formell untersucht und hat in vier weiteren Fällen den Status eines assistierten Zeugen.
Bruels Firma 14 Productions muss alle Tickets erstatten, wobei Medienmanager Nicolas Petit die potenziellen Kosten auf 20 Millionen Euro oder mehr schätzt.
Bürgermeister wie Arnaud Deslandes aus Lille lehnten die Tour ab, während die Anwältinnen Corinne Herrmann und Jade Dousselin die Absage als Sieg für die Anklägerinnen bezeichneten.
Der französische Sänger und Schauspieler Patrick Bruel sagte am 1. September 2026 seine 35 Konzerte umfassende Herbsttournee nach wochenlangem öffentlichem Druck und Protesten ab. Die Tour, die im Oktober in ganz Frankreich beginnen sollte, hatte mehr als 150.000 Tickets verkauft. Der 67-jährige Künstler gab die Entscheidung in einer auf Instagram veröffentlichten Erklärung bekannt und stellte den Schritt als Maßnahme dar, um Störungen zu verhindern und das Publikum zu schützen. Seine Anwältin Fanny Colin erklärte auf LCI, das Produktionsteam habe Bedrohungen in sozialen Medien identifiziert, die mögliche Eindringlinge und gewaltsame Zutritte zu den Veranstaltungsorten beträfen.
„Die Bedingungen sind einfach nicht mehr gegeben, damit diese Konzerte das bleiben, was sie hätten sein sollen: Momente der Musik und des Teilens. Ich weigere mich, dass das Publikum und die Teams ins Visier genommen werden, also treffe ich die Entscheidung zur Beruhigung.“
Die Absage erfolgt nach Monaten zunehmender rechtlicher Prüfung des Sängers, gegen den nach einer Zählung von BFMTV rund 30 Beschwerden vorliegen. Bruel wurde Anfang Juni 2026 in Fällen von Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung, sexueller Nötigung und sexueller Belästigung unter formelle Untersuchung gestellt. Die französischen Justizbehörden ordneten zudem in vier weiteren Fällen den Status eines assistierten Zeugen an, während sie eine gerichtliche Aufsicht verhängten, die ihm das Auftreten rechtlich nicht untersagte. Die Vorwürfe erlangten öffentliche Sichtbarkeit nach einer im März 2026 von Mediapart veröffentlichten Untersuchung, die auf Aussagen von acht Frauen zu Ereignissen zwischen 1991 und 2019 beruhte. Im Mai 2026 reichte die Fernsehmoderatorin Flavie Flament in Paris eine Zivilklage ein, in der sie behauptete, 1991 im Alter von 16 Jahren von Bruel vergewaltigt worden zu sein. Auch die Schauspielerin Helena Noguerra hat den Künstler der sexuellen Nötigung beschuldigt.
Daten aus dem Artikeltext
Vor der landesweiten Absage hatten lokale Amtsträger in mehreren französischen Städten starken Widerstand gegen Bruels Auftritte in kommunalen Veranstaltungsorten geäußert. Bürgermeister wie Arnaud Deslandes, der sozialistische Bürgermeister von Lille, und Ladislas Vergne, der Bürgermeister von Chartres, argumentierten, dass die Ausrichtung der Konzerte während laufender strafrechtlicher Ermittlungen unangemessen sei. Bereits früher im Jahr waren geplante Termine in Montreal, Kanada, sowie mehrere Sommerfestivalauftritte und die letzten Aufführungen eines Pariser Theaterstücks abgesagt worden. Nach der Tourneeabsage bezeichnete Deslandes den Rückzug als notwendigen Schritt aus Respekt vor den Frauen, die ausgesagt hatten. Anwälte der Beschwerdeführerinnen, darunter Corinne Herrmann und Jade Dousselin, begrüßten die Entscheidung als Zeichen dafür, dass die Aussagen der Opfer öffentliche Anerkennung fänden.
„Es ist das Anständigste, darüber hinaus, gegenüber den Opfern, gegenüber denen, die ausgesagt haben. Und es gab etwas, das es unmöglich machte, eine Tournee und Konzerte zu machen, während er selbst in Vorfälle verwickelt ist, die am Rande von Tourneen oder Konzerten stattfanden. Also, ich denke, es war das Einzige, was zu tun war, sicherlich das Vernünftigste.“
Alle gekauften Konzertkarten werden den Ticketinhabern über die jeweiligen Ticketagenturen erstattet. Da die Tournee von Bruels eigener Firma 14 Productions organisiert und vollständig produziert wurde, wird das Unternehmen die finanziellen Verluste direkt tragen. Nicolas Petit, Informationschef bei Voici, schätzte, dass die Absage finanzielle Größenordnungen von 20 Millionen Euro oder mehr erreichen könnte. Während Vertreter der Beschwerdeführerinnen den Stopp begrüßten, zeigten sich öffentliche Persönlichkeiten gespalten: Die Schauspielerin Mimie Mathy äußerte auf RTL Trauer über den Arbeitsausfall für die Technikteams und argumentierte, dass die rechtliche Schuld vor Gericht noch nicht festgestellt sei. Bruel beteuert seine Unschuld und erklärte, dass der Rückzug von der Bühne seine Entschlossenheit, sich vor Gericht zu verteidigen, nicht schmälere.
„Ich bin sehr traurig, dass er sich gezwungen sieht, abzusagen, denn die Justiz hat bisher nicht entschieden. Es ist Sache der Justiz, zu entscheiden.“
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Der französische Sänger Patrick Bruel sagte am 1. September 2026 seine 35 Konzerte umfassende Herbsttournee durch Frankreich ab und berief sich auf Sicherheitsbedenken, nachdem gegen ihn wegen Sexualstraftaten ermittelt wird.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Franceinfo, RTBF, RFI und weiteren Medien. Geändert .