
PASOK kritisiert Mitsotakis wegen 2,2-Milliarden-Euro-Wirtschaftspaket auf der Thessaloniki-Messe
Oppositionssprecher Kostas Tsoukalas bezeichnete die am 5. September 2026 angekündigten Regierungsmaßnahmen als unzureichende Halbheiten nach sieben Jahren Nea Dimokratia-Herrschaft.
Oppositionelle Reaktion auf die Rede in Thessaloniki
PASOK-KINAL legte eine detaillierte Kritik an Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nach seiner Grundsatzrede auf der 90. Thessaloniki International Fair am 5. September 2026 vor. Parteisprecher Kostas Tsoukalas wies die Regierungserzählung von Fortschritt und Wohlstand zurück und argumentierte, die Regierung versuche, die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit stückweisen Zugeständnissen zu bewältigen. Tsoukalas erklärte, dass die Regierung nach sieben Jahren im Amt die griechische Kaufkraft auf den letzten Platz der Europäischen Union gebracht habe, während die Bürger mit Inflation und Marktkartellen zu kämpfen hätten. Er argumentierte, dass die Nea Dimokratia in eine Phase des Niedergangs eintrete und beschuldigte den Premierminister, eine weitere vierjährige Amtszeit anzustreben, um Aufgaben zu erledigen, die während seines bestehenden Mandats vernachlässigt wurden. PASOK positionierte sein eigenes Programm als umfassende Alternative für Arbeitnehmer im privaten Sektor, Beamte, Landwirte und junge Menschen.
Heute Abend erklärte sich Kyriakos Mitsotakis nach sieben Jahren Regierungsführung mit Korruptionsskandalen, galoppierenden Preisen, Kartellprofiteuren und europäischer Divergenz bei der Kaufkraft der Bürger auf dem letzten Platz in der EU für optimistischer, bereiter und entschlossener.
Streit um fiskalischen Spielraum und Sozialmaßnahmen
Die Opposition konzentrierte sich auf Widersprüche zwischen früheren Regierungswarnungen zu Ausgaben und dem in Thessaloniki vorgestellten 2,2-Milliarden-Euro-Wirtschaftspaket. Im Juli hatte Mitsotakis PASOK-Vorschläge kritisiert, indem er argumentierte, der verfügbare fiskalische Spielraum betrage nur 1,0 Milliarden Euro. Tsoukalas wies darauf hin, dass PASOK-Führer Nikos Androulakis zwei Monate zuvor die Wiederherstellung der 13. Rente in zwei Raten mit genauer Kostenberechnung vorgeschlagen hatte, was die Regierung damals als fiskalische Entgleisung abtat. Auf der Messe kündigte Mitsotakis eine erhöhte dauerhafte Jahreszulage von 400 Euro für Rentner und einen Weihnachtsbonus von 500 Euro für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes an. Tsoukalas erklärte, dass diese Zulagen keine vollständige 13. Rente, eine erneuerte EKAS-Leistung oder ein wiederhergestelltes 13. Gehalt für Beamte darstellten.
- Schätzung Juli 2026
- 1 Mrd. €
- TIF-Paket September 2026
- 2.2 Mrd. €
- Weihnachtsbonus für Beamte
- 500 €
- Jahreszulage für Rentner
- 400 €
Steuern, Wohnungsbau und Staatsverwaltung
Über Geldzulagen hinaus stellte die Kritik die breitere Bilanz der Regierung in den Bereichen Steuern, Wohnungsbau und institutionelle Reformen infrage. Tsoukalas behauptete, der Premierminister versuche, seine eigene frühere Gesetzgebung zur hohen Besteuerung von Selbstständigen rückgängig zu machen, und untergrabe damit seine Glaubwürdigkeit in Bezug auf die Haushaltsstabilität. In der Wohnungspolitik bemerkte der Sprecher, dass eine weitere Runde subventionierter Hypothekendarlehen keine echte soziale Wohnraumversorgung biete. Tsoukalas argumentierte auch, dass der Premierminister keine Abhilfe für Hypothekenkreditnehmer biete, die mit aggressiven Maßnahmen von Investmentfonds konfrontiert seien. In Bezug auf die Regierungsführung wies PASOK Mitsotakis' erneutes Versprechen, den tiefen Staat zu bekämpfen, zurück und behauptete, der öffentliche Sektor sei in den letzten sieben Jahren zentralisierter, klientelistischer und korrupter geworden.


