
Tiefe partielle Mondfinsternis färbt den Mond am 28. August 2026 kupferrot
Eine partielle Mondfinsternis wird am 28. August 2026 bis zu 96 % der Mondoberfläche bedecken und einen rötlichen Schimmer erzeugen, der vor der Morgendämmerung auf vier Kontinenten sichtbar ist.
Globale Zeitplanung und Himmelsbeobachtung
Himmelsbeobachter auf mehreren Kontinenten werden in der Nacht vom 27. auf den 28. August 2026 eine partielle Mondfinsternis beobachten. Das gesamte Ereignis wird 5 Stunden und 38 Minuten dauern und ist in Europa, Amerika, Afrika und Westasien sichtbar. Während des Höhepunkts der Ausrichtung wird der Kernschatten der Erde bis zu 96 % der Mondoberfläche bedecken. Da diese Ausrichtung mit dem August-Vollmond zusammenfällt, der in der traditionellen Folklore oft als Stör-Mond bezeichnet wird, werden die Beobachter sehen, wie sich die Mondscheibe über mehrere Stunden verdunkelt und ihre Farbe verändert.
Morgendliche Sichtbedingungen in Polen
In Polen wird die Finsternis in den frühen Morgenstunden des Freitags, 28. August, stattfinden. Die partielle Phase beginnt um etwa 04:30 polnischer Zeit, wobei der Erdschatten um 05:00 fast die Hälfte der Mondoberfläche bedeckt. Die maximale Phase der Finsternis tritt um etwa 06:12 ein, doch Beobachter in Polen werden diesen Höhepunkt nicht sehen, da der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits unter dem westlichen Horizont verschwunden ist. Die Sichtbedingungen sind im Westen Polens vergleichsweise besser, wo der Mond später untergeht.
- Die partielle Phase beginnt, wenn der Erdschatten die Mondscheibe berührt
- Der Erdschatten bedeckt fast die Hälfte der Mondoberfläche
- Der Mond geht in Warschau unter dem westlichen Horizont unter
- Der Mond geht in Posen unter dem westlichen Horizont unter
- Die maximale Finsternis tritt bei Sonnenaufgang ein
Der Mond wird in Warschau um etwa 05:45 und in Posen kurz nach 06:00 untergehen. Die Polnische Raumfahrtagentur (POLSA) rät Beobachtern, erhöhte Standorte mit uneingeschränkter Sicht auf den westlichen Horizont zu wählen, fern von Bäumen und hohen Gebäuden. Im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen erfordert die Beobachtung einer Mondfinsternis keine Schutzfilter und ist mit bloßem Auge völlig ungefährlich, obwohl ein Fernglas oder ein kleines Teleskop hilft, die Grenze des Erdschattens über die Mondlandschaft zu verfolgen.
Rayleigh-Streuung und optische Effekte
Während der Ausrichtung wird der Mond einen rötlichen, kupferfarbenen oder tief orangefarbenen Farbton annehmen, anstatt vollständig vom Nachthimmel zu verschwinden. Dieser visuelle Effekt beruht auf der Rayleigh-Streuung, dem gleichen atmosphärischen Prozess, der den Taghimmel blau erscheinen lässt. Kürzere Wellenlängen des Sonnenlichts, darunter blaues und violettes Licht, werden in der Erdatmosphäre stark gestreut, während längere rötliche und orangefarbene Wellenlängen durch die Atmosphärenschicht gebrochen werden und in den Kernschattenkegel abgelenkt werden. POLSA erläuterte diesen Mechanismus in einem offiziellen Bulletin:
Die Erde blockiert das direkte Sonnenlicht, sodass der Mond theoretisch vollständig verschwinden sollte, aber die Atmosphäre unseres Planeten beugt dieses einfache Szenario. Ein Teil der Sonnenstrahlen durchdringt die Erdatmosphäre, wird gestreut und gebrochen und erreicht dann den Schattenbereich und beleuchtet sanft die Mondoberfläche. Die NASA beschreibt die Erdatmosphäre als eine Art ringförmige Linse, die das Licht in Richtung des Erdschattens bricht.
Über Bodenbeobachtungen hinaus erfordert der Durchgang des Erdschattens betriebliche Anpassungen für Mondorbiter. Sonden, die den Mond umkreisen, sind auf Solarmodule zur Stromerzeugung angewiesen, und der Verlust des direkten Sonnenlichts schränkt die Stromerzeugung für die Bordinstrumente vorübergehend ein.
Kommende astronomische Ereignisse
Die Finsternis schließt einen Monat bemerkenswerter Himmelsaktivität ab, nach der Sonnenfinsternis vom 12. August und dem jährlichen Perseiden-Meteorschauer. Astronomen haben bereits die folgenden Mondereignisse kartiert, die in den kommenden Jahren sichtbar sind.
- Partielle Mondfinsternis mit bis zu 96 % Schattenabdeckung
- Halbschatten-Mondfinsternis
- Partielle Mondfinsternis
- Totale Mondfinsternis
Die nächste Mondfinsternis wird ein Halbschattenereignis am 20. Februar 2027 sein. Danach werden die Beobachter eine weitere partielle Mondfinsternis am 12. Januar 2028 sehen, die zu einer totalen Mondfinsternis am 31. Dezember 2028 führt.


