
Paraguay bezwingt Deutschland im Elfmeterschießen und zieht ins Achtelfinale ein
Paraguay hat den vierfachen Weltmeister Deutschland bei der WM 2026 nach einem 1:1 und einem 4:3-Elfmeterschießen in Boston aus dem Turnier geworfen und ist in einer der größten Überraschungen des Turniers ins Achtelfinale eingezogen.
Schock in Boston
Paraguay sorgte für eine der größten Überraschungen der WM 2026, indem es den vierfachen Weltmeister Deutschland nach einem 1:1 im Achtelfinale in Boston mit 4:3 im Elfmeterschießen besiegte. Die Südamerikaner zogen ins Achtelfinale ein, während Deutschland die früheste Turnierniederlage seit acht Jahren erlitt und zum ersten Mal in seiner Geschichte ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft verlor. Deutschland hatte zuvor alle vier Elfmeterschießen bei Endrunden gewonnen.
Defensiv-Meisterklasse
Deutschland hatte von Beginn an Ballbesitz, fand aber kaum ein Mittel gegen Paraguays kompakten Abwehrblock. Die erste echte Chance hatte Paraguay in der zweiten Minute, als Manuel Neuer einen Kopfball aus kurzer Distanz abwehren musste. Im Laufe der ersten Halbzeit wurde Julian Nagelsmanns Mannschaft zunehmend frustrierter; das Passspiel verlangsamte sich und Orlando Gil wurde kaum geprüft. Dann, in der 42. Minute, schlug Paraguay zu. Eine Flanke von rechts von Galarza fand Julio Enciso, der ungedeckt aufstieg und den Ball fest an Neuer vorbei köpfte, um den Außenseiter in Führung zu bringen. Deutschland ging in die Pause, ohne das paraguayische Tor ernsthaft gefährdet zu haben.
Deutschlands Aufholjagd und VAR-Drama
Die zweite Halbzeit begann mit einer fast doppelten Führung Paraguays, aber Encisos Schuss wurde von Neuer nach einem Abwehrfehler gehalten. Deutschland glich in der 54. Minute aus, als Florian Wirtz eine Flanke von links brachte und Kai Havertz den Ball über Gil hinweg köpfte. Die vierfachen Weltmeister drängten auf den Siegtreffer, und Havertz kam in der 77. Minute erneut nah heran, doch Gil parierte einen weiteren Kopfball glänzend. In der Verlängerung sah es so aus, als hätte Deutschland das Comeback vollendet, als Jonathan Tah in der 102. Minute per Kopf traf, aber Schiedsrichter Jayed aus Marokko das Tor nach VAR-Überprüfung aberkannte, da Anton den Torwart gefoult hatte. Deutsche Spieler protestierten, aber die Entscheidung blieb bestehen.
Elfmeter-Drama
Das Elfmeterschießen begann schlecht für Deutschland, als Gil Havertz' ersten Schuss hielt. Mauricio, Kimmich, Gomes, Musiala und Galarza trafen alle, sodass Paraguay nach vier Runden mit 3:2 führte, aber dann hielt Gil Woltemades Versuch. Neuer hielt Deutschland am Leben, indem er Balbuenas Schuss stoppte, und Amiri verwandelte zum 3:3. Nachdem Tah über das Tor schoss, trat Canale an und schoss den Ball zum 4:3-Sieg und ins Achtelfinale.
- 42. Minute – Julio Enciso eröffnet den Torreigen für Paraguay
- 54. Minute – Kai Havertz gleicht für Deutschland aus
- 102. Minute – Jonathan Tahs Kopfballtor wird vom VAR aberkannt
- Elfmeterschießen beginnt
- Canale verwandelt den entscheidenden Elfmeter, Paraguay gewinnt 4:3
Was vor ihnen liegt
Paraguay trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden. Deutschland reist unter einem Sturm der Kritik ab; die heimischen Medien bezeichneten das Ergebnis als Desaster und bemängelten die mangelnden Angriffsideen der Mannschaft. Das Turnier wird mit den verbleibenden Achtelfinal-Partien in den USA, Kanada und Mexiko fortgesetzt.

