Karlsruher SC verliert 0:1 gegen Nürnberg – Trainer Maximilian Senft im ersten Krisenmodus
Mohamed Ali Zoma erzielte in der 30. Minute das Siegtor für den 1. FC Nürnberg beim 1:0-Erfolg im Wildpark und bescherte dem Karlsruher SC die dritte Heimniederlage der Saison.
Niederlage im Wildparkstadion
Der Karlsruher SC kassierte am Samstag in der 2. Bundesliga eine 0:1-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten 1. FC Nürnberg. 31.067 Zuschauer im Wildparkstadion erlebten eine ungewohnt harmlose Offensivleistung der Hausherren über die gesamte Spielzeit. Der entscheidende Moment war die 30. Minute, als Nürnbergs Top-Torjäger Mohamed Ali Zoma eine schöne Kombination zum einzigen Tor des Spiels abschloss. Für den Karlsruher SC war es die dritte Heimniederlage der laufenden Saison, nachdem man zuvor bereits 0:3 gegen Aufsteiger Energie Cottbus verloren hatte.
Überlegenheit in der ersten Halbzeit und frühe Wechsel
Nürnberg kontrollierte weite Teile der ersten Halbzeit und hatte zwischenzeitlich über 80 Prozent Ballbesitz. Der Karlsruher SC fand im Spielaufbau kaum zu seiner Normalform, kämpfte mit ungenauen Pässen und ließ beim hohen Pressing gegen die Gästeabwehr die nötigen Abstände vermissen. Cheftrainer Maximilian Senft, 37, sprach in der Halbzeitpause lautstark in der Kabine. Senft wechselte zur Pause doppelt und nahm die hoch gehandelten Offensivspieler Louey Ben Farhat und Lilian Egloff vom Platz.
- Mohamed Ali Zoma erzielt das Führungstor für den 1. FC Nürnberg
- Maximilian Senft wechselt Louey Ben Farhat und Lilian Egloff aus
- 1. FC Nürnberg sichert sich den 1:0-Sieg, während im Wildpark Pfiffe ertönen
- Karlsruher SC nimmt das Mannschaftstraining während der dreiwöchigen Länderspielpause wieder auf
Taktische Analyse und Reaktionen der Verantwortlichen
Nach dem Abpfiff äußerten sich die Verantwortlichen des Karlsruher SC zu den technischen Mängeln, die das Spiel mit dem Ball prägten. Senft erklärte, dass die Mannschaft die geforderte defensive Einstellung gezeigt habe, um sich von der Niederlage gegen Cottbus zu erholen, kritisierte jedoch das weiterhin tiefgreifend fehlerhafte Spiel mit dem Ball. Der Trainer bewertete die Laufleistung der Mannschaft in der Defensive nach der Drei-Tore-Pleite in Cottbus.
Das Herz hat gestimmt, sie wollten es viel besser verteidigen als gegen Cottbus.
Timon Pauls, Direktor Profifußball beim Karlsruher SC, betonte die Notwendigkeit, trotz der dritten Heimniederlage der Saison im Wildpark sachlich zu bleiben. Pauls verwies direkt auf ungewohnte Passfehler über das gesamte Spielfeld beim Versuch, Angriffe aufzubauen.
Immer wenn wir den Ball hatten, waren wir zu ungenau, das bin ich von unserer Mannschaft überhaupt nicht gewohnt.
Trost von Klose und die Länderspielpause
Nach dem Spiel suchte 1.-FC-Nürnberg-Cheftrainer und Weltmeister von 2014, Miroslav Klose, das Gespräch mit Senft und sprach ihm Mut zu. Für Senft war es das sechste Zweitligaspiel als Verantwortlicher des Karlsruher SC, und der Trost des gegnerischen Trainers gilt traditionell als Warnsignal für abstiegskämpfende Teams.
Max, ich wünsche dir alles Gute, denn vor zwei Jahren haben wir genauso angefangen wie ihr, und ihr müsst euch treu bleiben, auf dem Weg bleiben, denn ich sehe viele, viele gute Dinge.
Pfiffe von Teilen der Heimfans beim Abpfiff begleiteten die erste Krise der Saison. Der Karlsruher SC geht nun in die dreiwöchige Länderspielpause, wobei Senft die Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings für Montag der kommenden Woche anberaumt hat, um sich auf die kommenden Ligaspiele vorzubereiten.


