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Notrufe des Sohns von Mango-Gründer Isak Andic veröffentlicht: Verzweifelte Hilferufe nach tödlichem Sturz

Am Montag veröffentlichte Notruf-Aufzeichnungen dokumentieren die verzweifelten Momente nach dem tödlichen Sturz des Mango-Gründers Isak Andic im Dezember 2024, als sein Sohn Jonathan um Rettungsteams flehte.

Die Veröffentlichung der Audioaufnahmen

Die Aufnahmen, die von Catalunya Ràdio ausgestrahlt und von Verteidigungskreisen bestätigt wurden, dokumentieren Jonathan Andics Anrufe bei den Rettungsdiensten am 14. Dezember 2024, unmittelbar nachdem sein Vater Isak Andic in einer Schlucht in Collbató bei Montserrat abgestürzt war. Gegen Jonathan Andic wird wegen des Vorwurfs des Tötungsdelikts ermittelt; die Audioaufnahmen sind nun zentraler Bestandteil seiner Verteidigung.

Ich brauche Hilfe. Ich glaube, mein Vater ist eine Schlucht hinuntergestürzt, bitte schicken Sie jemanden, schicken Sie einen Krankenwagen, schicken Sie jemanden, bitte.

Die drei Anrufe

Laut der gerichtlichen Zusammenfassung ereignete sich der Sturz um 12:28 Uhr. Jonathan Andic sprach daraufhin nacheinander mit einem 112-Operator, einem Feuerwehrmann der Generalitat und einer Krankenschwester des medizinischen Notfallsystems (SEM). Im ersten Anruf rief er weinend, dass er seinen Vater nicht sehen könne: „Ich sehe ihn nicht.“ Während des dritten Gesprächs mit der Krankenschwester Anna rief er „Alter Mann“, nachdem diese ihn aufgefordert hatte, ruhig zu bleiben. Er erklärte ihr, er wisse nicht, wo sich sein Vater befinde.

Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wo er ist.

Verteidigungsstrategie

Der Anwalt Cristóbal Martell, der Jonathan Andic vertritt, reichte Auszüge der Aufnahmen in einer 27-seitigen Beschwerde beim Provinzgericht Barcelona gegen den Haftbefehl ein. Die Verteidigung will damit belegen, dass die Verzweiflung des Sohnes echt und nicht inszeniert war, und widerspricht damit den polizeilichen Hinweisen auf Ungereimtheiten in seiner Aussage.

Ich sehe ihn nicht, er ist die Schlucht hinuntergestürzt.

Stand der Ermittlungen

Der Fall wird vom Untersuchungsgericht Nr. 5 in Martorell bearbeitet. Jonathan Andic gab gegenüber den Ermittlern an, er habe lediglich das Geräusch von Steinen und ein Schmerzensstöhnen gehört, bevor er den Körper seines Vaters aus den Augen verlor. Die Veröffentlichung der Audios hat die mediale und juristische Aufmerksamkeit für diesen aufsehenerregenden Fall weiter verschärft.

Collbató

3 Quellen

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