
Neutrogena reagiert auf Boykottaufrufe nach Trennung von Hayden Panettiere
Die Hautpflegemarke Neutrogena hat nach dem Tod der Schauspielerin Hayden Panettiere im Alter von 36 Jahren eine öffentliche Stellungnahme abgegeben und Investitionen in die Gesundheitsversorgung zugesagt.
Öffentliche Empörung und Boykottaufrufe
Nach dem Tod der Schauspielerin Hayden Panettiere am 16. August 2026 im Alter von 36 Jahren sah sich die Kosmetikmarke Neutrogena massiver Kritik in den sozialen Medien und Boykottaufrufen ausgesetzt. Nutzer und Content-Ersteller, darunter die Influencerin Érica Ann mit über 700.000 Followern, teilten Videos, in denen sie Neutrogena-Produkte wegwarfen. Auslöser der Wut waren wieder aufgetauchte Äußerungen Panetieres, die sie Anfang des Jahres über die Beendigung ihres zehnjährigen Vertrags mit dem Unternehmen gemacht hatte. Kommentatoren brachten das Ende der Geschäftsbeziehung mit ihrer Entscheidung in Verbindung, öffentlich über ihre postpartale Depression zu sprechen.
Vertragsende und Enthüllungen
Panettiere war zwischen 2005 und 2015 das Gesicht der Neutrogena-Werbung. Nach der Geburt ihrer Tochter Kaya im Jahr 2014 litt die Schauspielerin an einer schweren postpartalen Depression und begab sich 2015 in Behandlung, als das Kind vier Monate alt war. Panettiere sprach in der Talkshow Live with Kelly and Michael über ihre Erkrankung, erhielt jedoch kurz darauf die Mitteilung, dass Neutrogena die Partnerschaft nicht fortsetzen werde. In ihren im Mai 2026 veröffentlichten Memoiren „This Is Me: A Reckoning“ und in einem Interview mit Jay Shettys Podcast „On Purpose“ beschrieb sie, wie das Unternehmen Moral-Klauseln im Vertrag nutzte, um sie fallen zu lassen.
Ich hatte meine Tochter bekommen und wusste, dass etwas ganz und gar nicht stimmte.
Sie erklärte, sie habe zehn Jahre lang mit der Marke zusammengearbeitet, doch niemand von dem Unternehmen habe sich persönlich bei ihr gemeldet, nachdem der Vertrag ausgelaufen war. Panettiere berichtete zudem, dass sie in dieser Zeit zu Alkohol und Opioiden gegriffen habe, um sich selbst zu behandeln.
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- Panettiere schildert die Vertragskündigung in ihren Memoiren und in Jay Shettys Podcast
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- Neutrogena veröffentlicht eine Stellungnahme auf Instagram und sagt Finanzierung für die mütterliche Gesundheitsversorgung zu
Unternehmensreaktion und Gesundheitsinvestition
Am 20. August 2026, vier Tage nach Panetieres Tod, veröffentlichte Neutrogena eine Stellungnahme auf Instagram, bei der die Kommentarfunktion deaktiviert war. Das Unternehmen räumte ein, dass sein früheres Handeln der Schauspielerin in einer persönlich schwierigen Zeit nicht die nötige Unterstützung geboten habe.
Wir sind stolz darauf, mit ihr zusammengearbeitet zu haben, und verstehen, dass wir ihr das Gefühl gegeben haben, nicht unterstützt zu werden. Das ist nicht das, wofür Neutrogena steht oder sein möchte.
Die Marke kündigte eine finanzielle Investition in einen langjährigen Partner im Gesundheitsbereich an, um den Zugang zu Frauengesundheitsleistungen, einschließlich Behandlungen für postpartale Depressionen, zu verbessern. Neutrogena erklärte, man habe die öffentliche Stellungnahme aus Respekt vor Panetieres Familie verzögert.
Diskussionen über mütterliche psychische Gesundheit
Nach öffentlichen Gesundheitsdaten, die im Zuge der Kontroverse zitiert wurden, sind zwischen 10 % und 15 % der Frauen in den Vereinigten Staaten, die ein Kind bekommen, von einer postpartalen Depression betroffen. Das wieder aufgetauchte Interview löste eine breitere Debatte über die Stigmatisierung mütterlicher psychischer Erkrankungen und das Verhalten von Unternehmen gegenüber schutzbedürftigen Werbepartnern aus. Michelle Battersby, Präsidentin der App für Mütter namens Peanut, betonte, dass Panetieres Erfahrung viele Mütter anspreche, die nach der Geburt mit ähnlichen emotionalen Problemen zu kämpfen hätten.
Können wir uns dann wundern, wenn Frauen nicht über ihr postpartales Leiden oder ihre psychische Gesundheit sprechen?
Battersby erklärte, Panettiere habe wiederholt Hilfe gesucht, bevor sie mit beruflichem Verrat konfrontiert wurde, und wies auf bestehende Hürden hin, die Mütter davon abhielten, offen über psychische Probleme zu sprechen.

