Diplomatie · Gaza-Stadt und Washington
Netanjahu lehnt Trumps 15-Punkte-Gaza-Friedensplan ab und fordert vollständige Entwaffnung der Hamas
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am 9. August Donald Trumps 15-Punkte-Gaza-Friedensplan abgelehnt und darauf bestanden, dass sich die Hamas vor einem israelischen Rückzug vollständig entwaffnet – eine Position, die den Kernmechanismus des Plans aus gleichzeitiger Entwaffnung und Rückzug umkehrt.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von POLITICO, The Wall Street Journal, eldiario.es und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er
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Kurz gefasst
Am 9. August 2026 erklärte Netanjahu, die IDF werde nicht abziehen, bis die Hamas vollständig entwaffnet sei, und lehnte damit den Kernmechanismus des Plans aus gleichzeitiger Entwaffnung und Rückzug ab.
Die Hamas nahm den Plan Ende Juli an; er setzte 200 bis 300 Tage für die Entmilitarisierung fest, mit israelischen Rückzügen ‚schrittweise in Richtung festgelegter Linien, abgestimmt auf den Fortschritt der Überprüfung‘.
Israel kontrolliert zwischen 60 % (AP) und 70 % (France 24) von Gazas 365 Quadratkilometern; seit dem Waffenstillstand im Oktober 2025 sind über 1.200 Palästinenser gestorben.
Netanjahu stehen in weniger als drei Monaten Wahlen bevor; Trump hat im November US-Kongresswahlen vor sich, während der Iran-Krieg feststeckt und die Benzinpreise hoch sind.
Ein europäischer Diplomat sagte, ‚Trump verliert an Glaubwürdigkeit‘; Nimrod Novik sagte, Netanjahu ‚teste die Toleranz‘ des Friedensrat-Teams.
- Oktober 2025Waffenstillstand im Oktober beendet groß angelegte israelische Militäroperationen in Gaza; verbliebene Geiseln freigelassen
- Juli 2026Hamas akzeptiert Trumps 15-Punkte-Friedensplan
- 9.08.Netanjahu lehnt den Plan vor seinem Kabinett ab
- 10.08.Trump sagt, er pflege gute Beziehungen zu Netanjahu
Netanjahu lehnt den 15-Punkte-Plan ab
Am Sonntag, 9. August 2026, lehnte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den 15-Punkte-Gaza-Friedensplan ab, den Donald Trumps Friedensrat Ende Juli vorgelegt hatte. Vor seinem Kabinett erklärte Netanjahu, Israel lehne das Dokument ab, und bestand darauf, dass das israelische Militär nicht abziehen werde, bis die Hamas entwaffnet sei.
„Die IDF wird keinen Rückzug durchführen, bis die Hamas entwaffnet ist.“
Der Plan, den die Hamas Ende Juli angenommen hatte, sah eine schrittweise Entwaffnung vor, die mit einem phasenweisen israelischen Rückzug verknüpft war, sowie Bestimmungen für eine begrenzte palästinensische Selbstverwaltung, überwachte Entwaffnung und einen Weg zur palästinensischen Staatlichkeit. Netanjahu fordert, dass die Hamas zuerst alle Waffen, schwere und leichte, abgibt, bevor sich ein Panzer zurückzieht, und bezeichnet alles andere als „fiktive Entwaffnung“. Die Hamas befürwortet eine schrittweise Entwaffnung und keine einseitige Kapitulation ihres Arsenals.
Die strukturelle Fragilität des Plans
Der Plan setzte Zeitrahmen von 200 bis 300 Tagen für die Entmilitarisierung, mit israelischen Rückzügen „schrittweise in Richtung festgelegter Linien, abgestimmt auf den Fortschritt der Überprüfung“. Das Design folgt einer konditionierten reziproken Abfolge, ist aber strukturell fragil: Jede Seite kann ihre Verpflichtungen einfrieren, indem sie sich auf die Verzögerung der anderen Seite beruft. Das NCAG, ein palästinensisches technokratisches Gremium, das Gaza während einer Übergangsphase verwalten soll, bleibt in Ägypten blockiert, weil Israel ihm die Einreise verweigert. Mohammed Dahlan, ein exilierter Gaza-Politiker, der seine Kontakte zur Trump-Administration nutzte, um bei der Ausarbeitung des Rahmens zu helfen, war über die Ablehnung verärgert.
Umstrittene Zahlen und anhaltende Gewalt
Israel kontrolliert einen umstrittenen Anteil von Gazas 365 Quadratkilometern: AP berichtet von etwa 60 %, die Irish Times von über 65 %, France 24 gibt 70 % an. Seit dem Waffenstillstand im Oktober 2025, der groß angelegte israelische Operationen beendete und die verbliebenen Geiseln freiließ, sind weiterhin Palästinenser gestorben. AP nennt über 1.250 Tote laut Gesundheitsministerium von Gaza, die Irish Times berichtet von etwa 1.200. Israelische Luftangriffe haben zuletzt nachgelassen, doch die Dauer der Atempause ist ungewiss. Sieben Tage nachdem Mladenov sich mit Netanjahu getroffen hatte, griff Israel die Hamas nicht an – doch kein einziger Hamas-Kämpfer gab eine Waffe ab.
Politischer Druck auf beiden Seiten
Netanjahu stehen in weniger als drei Monaten israelische Wahlen bevor; jeder Kompromiss mit der Hamas könnte sich für seine Wiederwahl in einem Land, das vom Angriff vom 7. Oktober 2023 traumatisiert ist, als fatal erweisen. Dem Druck der rechtsextremen Kabinettsmitglieder nachgebend, besteht er darauf, dass die Hamas vollständig besiegt werden müsse, bevor ein Rückzug erfolge. Trump, der im November US-Kongresswahlen vor sich hat, während der Iran-Krieg feststeckt und die Benzinpreise hoch sind, hat politisches Kapital in den Friedensprozess investiert. Vizepräsident JD Vance hat durchblicken lassen, dass er die Gaza-Strategie zutiefst skeptisch betrachtet. Am Montag, 10. August, sagte Trump, er pflege „gute Beziehungen“ zu Netanjahu.
Verbündete und Analysten bezweifeln US-Einfluss
Ein europäischer Diplomat, dem Anonymität gewährt wurde, sagte, die Lösung sei nicht so nah wie erwartet.
„Die Lösung ist nicht so nah wie erwartet oder wie Trump es uns irgendwann sagte. Ich glaube, Trump verliert an Glaubwürdigkeit.“
Hildegard Bentele, eine deutsche MdEP, lobte Mladenovs Arbeit und sagte, der Plan könne vorankommen, wenn er nach den israelischen Wahlen erneut vorgelegt werde. Nimrod Novik, früher Berater von Schimon Peres und jetzt am Israel Policy Forum, sagte, Netanjahu „teste die Toleranz des amerikanischen bzw. Friedensrat-Teams“. Zaha Hassan, die palästinensische Unterhändler beriet, stellte die Frage, ob die USA Israel zügeln könnten, wenn sie es nicht zum Abzug aus Gaza bewegen könnten.
„Es ist wirklich ein persönliches Unternehmen von Trump. Wenn es Israel nicht dazu bringen kann, in Gaza einzuhalten, sich zurückzuziehen und dem Friedensrat die Arbeit zu ermöglichen, wie kann dann ein anderer regionaler Akteur glauben, dass die USA Israel in ihrer Nachbarschaft zügeln können?“
Denis Charbit, Politikwissenschaftsprofessor an der Open University of Israel, sagte, niemand in Israel glaube, dass es der Hamas mit der Entwaffnung ernst sei.
„Niemand in Israel glaubt auch nur eine Sekunde – nicht einmal links –, dass es der Hamas mit der Entwaffnung ernst ist.“
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- POLITICOAmerica's allies doubt US negotiating tactics in Israel after Netanyahu rejected peace plan
- The Wall Street JournalOpinion | Who's Really Holding Up the Gaza Deal?
- eldiario.es¿Por qué Israel no quiere ningún plan de paz para Gaza?
- The Irish TimesThe Irish Times view on the Gaza peace plan: Netanyahu says no
- Benjamin Netanyahu
- Israels Ministerpräsident, der am 9. August 2026 Trumps 15-Punkte-Gaza-Friedensplan ablehnte
- Donald Trump
- US-Präsident, dessen Friedensrat den 15-Punkte-Gaza-Plan vorlegte
- Nickolay Mladenov
- Direktor und Chefunterhändler von Trumps Friedensrat für Gaza
- Mohammed Dahlan
- Exilierter Gaza-Politiker, der seine Kontakte zur Trump-Administration nutzte, um bei den Verhandlungen über den Entwaffnungsrahmen zu helfen
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der durchblicken ließ, dass er die Gaza-Strategie zutiefst skeptisch betrachtet
- Hildegard Bentele
- Deutsche Mitte-Rechts-MdEP im Europäischen Parlament, die Mladenovs Arbeit am 15-Punkte-Plan lobte
- Shimon Peres
- Ehemaliger israelischer Ministerpräsident, erwähnt als Noviks früherer Arbeitgeber
- Zaha Hassan
- Ehemalige Beraterin des palästinensischen Verhandlungsteams, jetzt Fellow bei der Carnegie Endowment for International Peace
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