
Nea Dimokratia ersetzt Makarios Lazaridis als Verteidigungsberichterstatter nach Auseinandersetzung mit Nikos Dendias' Mitarbeiter
Griechenlands Nea Dimokratia hat den Abgeordneten Makarios Lazaridis durch Giorgos Amyras als Berichterstatter für zwei Verteidigungsgesetze ersetzt, nachdem Lazaridis den Büroleiter von Minister Nikos Dendias öffentlich kritisiert hatte.
Neuzuweisung der parlamentarischen Rolle
Die Fraktion der regierenden griechischen Nea Dimokratia entzog dem Abgeordneten Makarios Lazaridis am 11. September 2026 seine Funktion als Mehrheitsberichterstatter für zwei Ratifizierungsgesetze des Verteidigungsministeriums. Die Parteiführung ernannte den Ioannina-Abgeordneten Giorgos Amyras, um die Berichterstatterpflichten anstelle von Lazaridis zu übernehmen, der den Wahlkreis Kavala vertritt. Die beiden internationalen Verteidigungsabkommen sind für Debatte und eine Plenarabstimmung im griechischen Parlament am Donnerstag, dem 17. September 2026, vorgesehen. Lazaridis war ursprünglich dazu bestimmt, die Ratifizierungsgesetze vor seiner Ablösung im Namen der Regierungsmehrheit vorzustellen und durch das Parlament zu führen.
Social-Media-Kritik an Ministeriumsmitarbeitern
Die Neuzuweisung erfolgte nach einer öffentlichen Stellungnahme, die Lazaridis am Nachmittag des Donnerstags, 10. September 2026, in den sozialen Medien veröffentlichte. Der Abgeordnete aus Kavala zielte auf Dimitris Perdikis, den Büroleiter von Verteidigungsminister Nikos Dendias, und warf ihm vor, offizielle Kommunikation zu ignorieren. Lazaridis erklärte, dass er am Donnerstagmorgen um 11:39 Uhr einen Anruf bei Perdikis getätigt habe, um die bevorstehenden Ratifizierungsabkommen abzustimmen, und nach dem unbeantworteten Anruf eine SMS nachgesendet habe. Er beschuldigte den Ministerialmitarbeiter der Überheblichkeit und Arroganz.
Damit ihr die Überheblichkeit und Arroganz einiger Leute versteht. Sein Name ist Dimitris Perdikis. Direktor von Verteidigungsminister Nikos Dendias. Gestern um 11:39 Uhr habe ich ihn telefonisch kontaktiert. Er hat nicht geantwortet. Gleichzeitig habe ich ihm eine SMS geschickt, damit er mich kontaktiert, da ich kooperieren wollte, denn nächste Woche bin ich der Berichterstatter der Nea Dimokratia für zwei Ratifizierungen des Verteidigungsministeriums. Bis zu diesem Moment, als ich den Beitrag verfasse, hat mich Herr Perdikis nicht kontaktiert. Möge Nikos Dendias ihn genießen!
Ministeriumsabstimmung und Verfahrenswege
Die öffentliche Nachricht erzeugte interne Spannungen innerhalb der Fraktion, was zu Parteigesprächen und der Entscheidung führte, den Berichterstatter auszutauschen. Nach Informationen von Naftemporiki war Lazaridis etwa eineinhalb Tage vor seinem Beitrag geraten worden, direkt mit Vize-Verteidigungsminister Thanasis Davakis zu kommunizieren, anstatt mit Perdikis. Davakis war damit beauftragt, das Ministerium während der parlamentarischen Debatten über die beiden Ratifizierungsgesetze zu vertreten. Nach den internen Gesprächen beantragte Lazaridis seine eigene Ablösung, und die Parteiführung formalisierte die Ernennung von Amyras.
- Lazaridis gerät in einen früheren öffentlichen Streit mit Verteidigungsminister Nikos Dendias
- Lazaridis tätigt einen unbeantworteten Anruf und sendet eine SMS an Ministeriumsdirektor Dimitris Perdikis
- Lazaridis veröffentlicht einen Social-Media-Beitrag, in dem er Perdikis Arroganz vorwirft
- Die Fraktion der Nea Dimokratia ersetzt Lazaridis durch Giorgos Amyras
- Das griechische Parlament soll über die beiden Verteidigungsabkommen abstimmen
Parteihintergrund und frühere Streitigkeiten
Der Vorfall folgt auf frühere öffentliche Reibungen mit Lazaridis innerhalb der Nea Dimokratia. Lazaridis, ein ehemaliger stellvertretender Minister für ländliche Entwicklung und Ernährung und Absolvent des Southeastern College, hatte bereits zuvor öffentliche Diskussionen über seine Hochschulabschlüsse geführt. Im Februar 2026 war Lazaridis auch in eine frühere öffentliche Konfrontation mit Verteidigungsminister Nikos Dendias verwickelt. Mit der Bestätigung von Amyras als Berichterstatter am 11. September 2026 werden die parlamentarischen Verfahren für die Verteidigungsabkommen in Richtung der geplanten Abstimmung am 17. September fortgesetzt.


