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Verkehr·vor 1 Std.

Flugbetrieb am Münchner Flughafen nach Räumung des Kontrollturms wegen defekter Lüftungskomponente wieder aufgenommen

Der Flugverkehr am Flughafen München war am Sonntagabend für knapp zwei Stunden ausgesetzt, nachdem Mitarbeiter einen intensiven Brandgeruch im Kontrollturm gemeldet hatten, der später auf ein defektes Lüftungsteil zurückgeführt wurde.

Turm nach Rauchgeruch geräumt

Der Betrieb am Flughafen München, einem der zehn verkehrsreichsten Europas gemessen an Flugbewegungen, kam am Sonntagabend zum Erliegen, nachdem Fluglotsen einen intensiven Brandgeruch im Turm gemeldet hatten. Der Flughafen bestätigte auf seiner Website, dass der Turm um 20:33 Uhr Ortszeit (18:33 Uhr GMT) geräumt wurde und die Deutsche Flugsicherung alle Starts und Landungen bis auf Weiteres stoppte. Mitarbeiter beschrieben einen „intensiven Geruch“, aber die zur Einsatzstelle entsandten Feuerwehrleute fanden weder Feuer noch Rauch im Turm.

Der Tower am Flughafen München wurde um 20:33 Uhr aufgrund eines Brandgeruchs evakuiert.

Airport spokesperson

Erste Berichte mehrerer deutscher Medien sprachen von einem Brand im Turm, aber die Bundespolizei und der Flughafen stellten später klar, dass keine Flammen sichtbar waren und die Situation nur einen Brandgeruch betraf. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte der DPA, die Lage sei zunächst unklar gewesen: „Wir wissen es noch nicht genau.“

Ursache als defektes Teil identifiziert

Am späten Abend bestätigte ein Flughafensprecher, dass der Alarm durch ein defektes Bauteil der Lüftungsanlage ausgelöst worden war. Das Teil wurde ausgetauscht und der Turm als wieder uneingeschränkt betriebsbereit erklärt. Die Ursache des Geruchs war von der Flughafenfeuerwehr untersucht worden.

Das defekte Bauteil gehörte zur Lüftungsanlage und wurde anschließend ausgetauscht. Der Tower kann nun wieder ohne Einschränkungen betrieben werden.

Airport spokesperson

Flugbetrieb mit Restverspätungen wieder aufgenommen

Die Flüge wurden laut Flughafen um 22:15 Uhr (20:15 Uhr GMT) wieder aufgenommen, etwa eine Stunde und vierzig Minuten nach dem Stopp. Eine Ankündigung der Lufthansa deutete darauf hin, dass am Sonntagabend noch weitere Ankünfte erwartet wurden. Die Flughafen-Website warnte Passagiere vor möglichen Verspätungen, und frühere Abflug- und Ankunftstafeln hatten Flüge als gestrichen, verspätet oder umgeleitet angezeigt. Flugzeuge mit Ziel München wurden zu Ausweichflughäfen, darunter Stuttgart, umgeleitet.

Zeitleiste der Störung am Flughafen München, 7. Juni 2026
  1. Turm geräumt, nachdem Mitarbeiter intensiven Brandgeruch melden; alle Starts und Landungen ausgesetzt.
  2. Brandalarm am Flughafen gemeldet; Feuerwehrleute untersuchen den Turm.
  3. Flüge wieder aufgenommen; Flughafen warnt vor möglichen Verspätungen.
  4. Erster Abflug bestätigt; Lufthansa kündigt weitere erwartete Ankünfte an.
  5. Flughafensprecher bestätigt Austausch des defekten Lüftungsteils; Turm voll betriebsbereit.

Kontext und jüngste Störungen

Die Unterbrechung erfolgte nur zwei Tage nach dem Ende der bayerischen Pfingstferien am Freitag, den 5. Juni, sodass einige der heimkehrenden Urlauber wahrscheinlich von dem Stopp betroffen waren. Der Flughafen München beherbergt 150 Geschäfte und 60 Restaurants und belegt laut seinem statistischen Jahresbericht 2025 den achten Platz unter den größten europäischen Flughäfen gemessen an Flugbewegungen. Die letzte Betriebsunterbrechung am Flughafen ereignete sich am 30. Mai 2026, als eine Drohnensichtung in der Nähe des Flugfelds eine vorübergehende Einstellung erzwang.

München · Stuttgart

8 Quellen

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