Feuerwehr bekämpft Großbrand von Plastikmüll in Strzegom – Anwohner aufgefordert, Fenster geschlossen zu halten
Ein Haufen zerkleinerter Kunststoffe von etwa 50 mal 70 Metern und bis zu acht Metern Höhe geriet am Samstagnachmittag auf einem ehemaligen Bahngelände in Strzegom (Niederschlesien) in Brand. Dicker Rauch veranlasste die Behörden, die Anwohner aufzufordern, in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster zu versiegeln, während über 180 Feuerwehrleute die Nacht über daran arbeiteten, die Flammen einzudämmen.
Brand auf ehemaligem Bahngelände ausgebrochen
Am Samstag, den 11. Juli, gegen 17:00 Uhr brach in stillgelegten Bahngebäuden neben einem riesigen Müllhaufen in Strzegom (Niederschlesien) ein Feuer aus. Der Haufen, der etwa 50 mal 70 Meter groß und bis zu acht Meter hoch war, bestand hauptsächlich aus zerkleinerten Kunststoffen, was den Brand extrem qualmig und schwer zu bekämpfen machte. Das Gelände in der Nähe der Aleja Wojska Polskiego und der ulica Kolejowa hatte keine Wohngebäude in unmittelbarer Nähe, aber der Wind trug eine dichte schwarze Rauchwolke über die Stadt.
Rasche Eskalation des Feuerwehreinsatzes
Feuerwehrleute aus Świdnica und den umliegenden Gebieten reagierten schnell. Nach Angaben lokaler Medien wurden zunächst 14 Einheiten entsandt, aber das Ausmaß des Feuers führte zu einer raschen Eskalation: Um 20:00 Uhr waren 80 Feuerwehrleute vor Ort, und um 22:00 Uhr war die Zahl auf 180 angewachsen. Auf dem Höhepunkt waren 37 bis 40 Einheiten (einschließlich spezialisierter Chemie-Rettungsteams) im Einsatz. Die Sondergruppe aus Wołów überwachte die Luftqualität während der gesamten Nacht.
Der Müllhaufen misst etwa 50 mal 70 Meter und ist bis zu acht Meter hoch. Verschiedene geschredderte und gemahlene Abfälle, größtenteils Kunststoffe, was die Arbeiten erschwert und viel Arbeit mit Atemschutzgeräten erfordert.
Hauptmann Paweł Szydłowski von der Świdnica PSP sagte Radio Sudety 24, dass der Einsatz mindestens bis zum Morgen dauern würde.
Wir schätzen, dass wir mit Sicherheit mindestens bis zum Morgen arbeiten werden.
- Brand in ehemaligen Bahngebäuden und Abfalllager in Strzegom gemeldet.
- 80 Feuerwehrleute von PSP und OSP vor Ort; Feuer breitet sich weiter aus.
- 180 Feuerwehrleute und 37 Einheiten auf dem Höhepunkt; Chemie-Rettungsgruppe überwacht Luftqualität.
- Feuer unter Kontrolle, aber Müllhaufen glimmt weiter; Rauchwarnung bleibt bestehen.
Gesundheitswarnung für Anwohner herausgegeben
Da der brennende Kunststoff beißenden Rauch erzeugte, gab die Feuerwehr eine dringende Warnung heraus. Anwohner in der Umgebung wurden aufgefordert, alle Fenster zu schließen, Aktivitäten im Freien zu vermeiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. In der Stellungnahme wurde gewarnt, dass der Rauch und die Verbrennungsprodukte mit dem Wind ziehen und zu einer Verschlechterung der Luftqualität führen könnten, und es wurde hinzugefügt, dass der Rauch die Atemwege reizen könne. Das Chemiemonitoring-Team aus Wołów maß kontinuierlich die Luftschadstoffe. Es wurden keine Evakuierungen angeordnet, aber die klare Botschaft lautete, drinnen zu bleiben und die Häuser abzudichten.
Verdacht auf illegale Mülldeponie
Radio Wrocław berichtete, dass die Feuerwehr vermutet, dass das Gelände möglicherweise als illegale Abfalllagerstätte genutzt wurde. Die große Menge an zerkleinerten Kunststoffen, die offenbar ohne Aufsicht gelagert wurden, deutet auf einen unregulierten Sammelpunkt hin. Sollte sich dies bestätigen, würde der Vorfall zu einer Reihe von gefährlichen Bränden im Zusammenhang mit illegaler Abfalllagerung in Polen hinzukommen. Die Behörden haben sich noch nicht zum rechtlichen Status des Geländes geäußert, und nach vollständiger Löschung des Feuers wird eine Untersuchung erwartet.
Andauerndes Glimmen und Ermittlungen
Bis Sonntagmorgen, den 12. Juli, waren die Hauptflammen unter Kontrolle, aber das Feuer war noch nicht vollständig gelöscht. Der massive Kunststoffhaufen glimmte weiter und erzeugte Restschmutz, der die Gesundheitswarnung aufrechterhielt. Die Feuerwehrleute wechselten sich in Schichten ab, brachten Wasser heran und setzten schwere Geräte ein, um die Trümmer für eine gründliche Abkühlung zu zerlegen. Es wurden keine Verletzten gemeldet, und die Beamten erklärten, dass es viele Stunden dauern könnte, bis das Gelände für Ermittler sicher sei. Katarzyna Bagniuk, Sprecherin der Landesinspektion PSP in Breslau, bestätigte, dass auf dem Höhepunkt 37 Einheiten im Einsatz waren und der Brand eingedämmt war.


