
Staatsanwaltschaft Catania ermittelt gegen Bekannten wegen Mordes, nachdem Frau erhängt in brennendem Haus aufgefunden wurde
Die italienische Staatsanwaltschaft in Catania hat einen 49-jährigen Bekannten wegen Mordes unter Ermittlungen gestellt, nachdem die 33-jährige Noemi Impellizzeri erhängt in ihrem brennenden Haus in Riposto aufgefunden wurde.
Umstände des Auffindens
Einsatzkräfte wurden am Sonntag, den 23. August 2026, gegen 04:30 Uhr zu einer Erdgeschosswohnung in Riposto gerufen, nachdem Nachbarn bellende Hunde und Rauch bemerkt hatten, der aus dem Gebäude aufstieg. Feuerwehrleute betraten das Haus, um einen Brand zu löschen, der sich nahe dem Eingangsbereich konzentrierte. In einem Schlafzimmer im Erdgeschoss fanden die Retter den Leichnam der 33-jährigen Noemi Impellizzeri erhängt vor. Ihr Körper war durch Rauch geschwärzt, aber von den Flammen unberührt, und die Ermittler fanden am Tatort keinen Abschiedsbrief. Die ursprüngliche Hypothese ging von Selbstmord aus, doch Ungereimtheiten am Tatort veranlassten die Staatsanwaltschaft in Catania, eine breitere Untersuchung wegen möglicher inszenierter Tötung einzuleiten.
Verdächtiger in formelle Ermittlungen aufgenommen
Die Staatsanwaltschaft stellte den 49-jährigen Tony Proietto am 27. August 2026 formell unter Mordverdacht. Die Justizbehörden bezeichneten die Eintragung als verfahrenstechnische Notwendigkeit, um nicht wiederholbare forensische Tests durchführen zu können, und wiesen darauf hin, dass eine am Policlinico di Catania durchgeführte Autopsie keine eindeutigen Ergebnisse erbracht habe, die mehrere Interpretationen zuließen. Die Ermittler beschlagnahmten das Mobiltelefon des Mannes, um Anrufprotokolle und Zeitstempel zu überprüfen. Sein Verteidiger Ivan Siragusa erklärte, sein Mandant habe vollumfänglich mit den Behörden kooperiert, seine Geräte übergeben und sehe sich keinen Maßnahmen der Untersuchungshaft gegenüber.
Mein Mandant wird ermittelt, weil er als die Person identifiziert wurde, die die letzten Treffen mit der Verstorbenen hatte. Von Anfang an hat er mit den Ermittlern kooperiert, detaillierte Informationen gegeben und Telefone sowie Materialien übergeben, um alle notwendigen Überprüfungen zu ermöglichen.
Widersprüchliche Angaben und Ablauf der Ereignisse
Bei Vernehmungen bestritt Proietto, eine romantische Beziehung mit dem Opfer gehabt zu haben, und beteuerte, er sei verheiratet, habe zwei Kinder und sei nur ein unterstützender Freund gewesen. Er sagte den Ermittlern, Impellizzeri habe ihn am Freitagabend vor ihrem Tod per Videoanruf kontaktiert, eine Selbstmordabsicht geäußert, ein Seil gezeigt und erwähnt, sie müsse im Internet einen Knoten nachschlagen. Proietto gab an, er habe das Gespräch als Scherz abgetan und nicht ernst genommen.
Wenn ich ihre Absichten für ernst gehalten hätte, wäre ich hingegangen, um alles Mögliche zu tun. Die Art, wie sie mit mir sprach, als sie mir sagte: Ich habe das Seil gefunden, und es hat keinen Sinn, dass du herkommst oder meine Familie informierst, ließ mich glauben, es sei ein Scherz.
Proietto erklärte, nachdem er am nächsten Tag keine Antworten auf seine Nachrichten erhalten habe, sei er gegen 02:00 Uhr zu ihrem Haus gegangen, habe sie tot aufgefunden und zunächst nicht den Notruf gewählt, weil er sich schuldig fühlte und glaubte, sie sei bereits seit 24 Stunden tot. Stattdessen habe er versucht, ihre Angehörigen zu erreichen, bevor er mit der Mutter des Opfers zum Tatort zurückkehrte, als die Feuerwehr eintraf.
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Reaktion der Familie und Trauerfeier der Gemeinde
Die Trauerfeier für Impellizzeri fand am Nachmittag des 27. August 2026 in der Basilica di San Pietro in Riposto statt und zog eine große Menschenmenge aus der örtlichen Bevölkerung an. Das Opfer war Mutter von drei Kindern, darunter 14-jährige Zwillingsjungen und eine 12-jährige Tochter, die bei ihrer Großmutter mütterlicherseits leben. Familienangehörige wiesen die Selbstmordhypothese öffentlich zurück und betonten, sie habe niemals Selbstverletzungsabsichten geäußert, und verwiesen auf körperliche Auffälligkeiten bei ihrem Auffinden. Die Staatsanwaltschaft und die Carabinieri analysieren weiterhin forensische Beweise und elektronische Daten, um festzustellen, ob Dritte zu ihrem Tod beigetragen haben.

