
Moldau untersucht Drohneneindringungen an der Grenze und Trümmerteile bei Chișinău
Moldauische Grenzpatrouillen entdeckten am Samstagmorgen mehrere Drohnen nahe Căplani, Stunden nachdem Ermittler Trümmer einer Turbinenjet-Drohne eingesammelt hatten, die auf Feldern außerhalb Chișinăus verstreut lagen.
Luftraumeindringungen über Căplani festgestellt
Patrouillen der Ostregionaldirektion der moldauischen Grenzpolizei entdeckten in den frühen Morgenstunden des Samstags, 19. September 2026, mehrere nicht identifizierte Luftfahrzeuge im nationalen Luftraum. Die Sichtungen begannen gegen 04:00 Uhr nahe des Grenzdorfs Căplani. Grenzüberwachungsteams verfolgten zwei Luftfahrzeuge, die durch den moldauischen Luftraum entlang des Korridors Olănești-Cistovodnoe flogen, bevor sie die Grenze überquerten. Ein drittes unbemanntes Luftfahrzeug drang aus Richtung Crocmaz in den Himmel über Căplani ein und verließ anschließend das Hoheitsgebiet entlang des Vektors Căplani-Crutoiarovca. Grenzposten überwachten die Flugkorridore von Bodenstellen aus und hielten dabei ständige operative Kommunikation mit benachbarten Grenzeinheiten aufrecht.
Grenzuntersuchungen bei Troițcoe
Später am Morgen, um 05:19 Uhr, übermittelten die ukrainischen Behörden eine Warnung an die moldauische Grenzpolizei über ein Luftobjekt, das in der offenen Landschaft nahe Troițcoe niedergegangen sei. Ukrainische Überwachungseinheiten berichteten, dass das fallende Objekt zwischen 1,5 und 2 Kilometern von der Staatsgrenze entfernt landete und beim Aufprall sofort Feuer fing. Eine moldauische Grenzpatrouilleneinheit wurde in den angrenzenden Sektor entsandt, um Bodeninspektionen durchzuführen und verstreute Trümmer oder Brandschäden zu identifizieren. Nach koordinierten Überprüfungsmaßnahmen und Felduntersuchungen gemeinsam mit ukrainischen Grenzbeamten stellten die moldauischen Behörden fest, dass sich keine Fragmente oder Explosionsstellen auf dem Territorium der Republik Moldau befanden.
- Notrufzentrale erhält 112-Anrufe wegen Drohnenexplosion bei Colonița
- Moldauische Grenzpatrouillen entdecken mehrere Drohnen über Căplani
- Ukrainische Behörden melden Absturz und Feuer eines Objekts nahe Troițcoe
Turbinenjet-Drohnenexplosion bei Colonița
Die Grenzwarnung vom Samstag folgte einem separaten Vorfall, der 24 Stunden zuvor am Freitag, 18. September 2026, am Rande von Chișinău registriert worden war. Die Einsatzkräfte des nationalen 112-Notrufdienstes erhielten gegen 04:20 Uhr mehrere Anrufe von Anwohnern, die durch eine laute Explosion südwestlich des Dorfes Colonița in Richtung Tohatin geweckt wurden. Polizeistreifen wurden in die bezeichneten ländlichen Zonen mobilisiert und führten sofortige Durchsuchungen in Colonița und Humulești durch, bevor sie erweiterte Kontrollen in den nahegelegenen Siedlungen Dolinnoe und Maximovca anordneten. Spezialisierte Teams lokalisierten einen Detonationsort in einem offenen Feld, wo Strukturkomponenten und ein intaktes Antriebstriebwerk über einen Radius von etwa 100 Metern verstreut waren. Das Außenministerium bestätigte später, dass die geborgenen Fragmente zu einer unbemannten Drohne mit einem Turbinenjet-Antriebssystem gehörten.
Diplomatische Verurteilung und zivile Sicherheitshinweise
Das Außenministerium verurteilte die grenzüberschreitenden Flüge und bezeichnete sie als direkte Folgen der Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine. Beamte des Außenministeriums erklärten, dass die Auswirkungen militärischer Angriffe auf die Ukraine nicht an den internationalen Grenzen Halt machten und dass jeder nicht genehmigte Eintritt in den moldauischen Luftraum eine Verletzung der Souveränität darstelle.
Der nicht autorisierte Überflug des Hoheitsgebiets unseres Landes stellt eine schwerwiegende Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Republik Moldau dar und birgt ein direktes Risiko für die Sicherheit unserer Bürger.
Die von Strafverfolgungsbehörden zusammengestellten Aufzeichnungen zeigen, dass seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine mehr als 70 Vorfälle mit Raketen und Drohnen auf moldauischem Territorium dokumentiert wurden. Angesichts wiederholter Trümmerfunde forderten die Behörden die Bürger auf, bei Sichtung verdächtiger Luftobjekte oder dem Hören von Explosionsgeräuschen Schutz in sicheren Gebäuden zu suchen, unbekannte Metallteile nicht zu berühren und die Notrufzentrale über die Notrufnummer 112 zu alarmieren.


