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Kurz gefasst

  • Regierungstruppen und oppositionsnahe Milizen kämpften in mehreren Bezirken mit schweren Waffen, beschädigten Eigentum und zwangen Anwohner zur Flucht.

  • Eine Verfassungsreform im März verlängerte die Amtszeit des Präsidenten von vier auf fünf Jahre, sodass Präsident Mohamud nach Ablauf seines Mandats im Amt bleiben konnte.

  • Die Zusammenstöße konzentrierten sich auf die Wohnhäuser des ehemaligen Präsidenten Sharif Sheikh Ahmed und des ehemaligen Premierministers Hassan Ali Khaire, die der Regierung vorwarfen, sie töten zu wollen.

  • Der Verteidigungsminister beschuldigte Khaire eines Putschversuchs, während Khaire den Einsatz von Anti-al-Shabab-Waffen gegen politische Rivalen verurteilte.

  • Mörsergranaten trafen Wohngebiete, und viele Bewohner flohen in sicherere Viertel, während Clanälteste versuchten, einen Waffenstillstand zu vermitteln.

Mogadischu
Mogadischu
Mogadischu · Somalia
Wie es dazu kam
  1. 3.06.Kleinere Kampfausbrüche gemeldet; Opposition ruft für Donnerstag zu Protesten auf.
  2. 3.06.Schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Oppositionsmilizen beginnen in Mogadischu.
  3. 4.06.Kämpfe lassen nach; Clanälteste versuchen, ein Ende der Zusammenstöße auszuhandeln.

Gewalt bricht in der Hauptstadt aus

Am Mittwochnachmittag brachen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu schwere Kämpfe aus, die bis in den Donnerstagmorgen andauerten. Regierungstruppen und oppositionsnahe Milizen lieferten sich in mehreren Bezirken, darunter Howlwadag und Abdiasis, Feuergefechte, wobei Schüsse und Explosionen durch die etwa drei Millionen Einwohner zählende Stadt hallten. Anwohner berichteten von Mörsergranaten, die auf Häuser fielen, Gebäuden in Flammen und mindestens zwei ausgebrannten gepanzerten Fahrzeugen. Die Zusammenstöße ereigneten sich in der Nähe der Wohnsitze des ehemaligen Präsidenten Sharif Sheikh Ahmed und des ehemaligen Premierministers Hassan Ali Khaire, die beide über private Sicherheitskräfte verfügen, die zu militärischen Machtzentren in der Hauptstadt geworden sind.

„Eine Mörsergranate landete auf dem Haus meines Nachbarn und verletzte eine Mutter. Ein großes Haus in unserer Nähe steht ebenfalls in Flammen, Mörser und andere Waffen sind darauf eingeschlagen.“

Ahmed Ismail

Politische Krise verschärft sich

Die Gewalt ist der Höhepunkt monatelanger politischer Spannungen nach der Annahme einer Verfassungsreform durch das Parlament im März. Die Änderungen verlängerten die Amtszeiten des Präsidenten und der Legislative von vier auf fünf Jahre – ein Schritt, der nach Ansicht der Opposition Präsident Hassan Sheikh Mohamud erlaubt, ein weiteres Jahr im Amt zu bleiben, nachdem seine Amtszeit letzten Monat abgelaufen war. Die Reform führt auch das allgemeine Wahlrecht ein und bricht mit dem indirekten, auf Clans basierenden System, das die somalische Politik lange geprägt hat. Die Opposition hatte für Donnerstag zu friedlichen Protesten aufgerufen, doch die Ansammlung bewaffneter Gruppen auf beiden Seiten in strategischen Gebieten der Stadt ließ eine direkte Konfrontation befürchten.

„Somalia erlebt eine offene politische Krise.“

Roland Marchal, Forscher am Centre de recherches internationales

Vorwürfe zwischen den Lagern

Die somalische Polizei bezeichnete die Operation als groß angelegte Sicherheitsaktion zur Neutralisierung schwer bewaffneter Milizen, die Mörserangriffe auf Stadtteile der Hauptstadt gestartet hatten. Verteidigungsminister Ahmed Moallim Fiqi beschuldigte den ehemaligen Premierminister Khaire, durch den Einsatz einer Miliz einen Putschversuch unternommen zu haben. Khaire wiederum sagte, Regierungstruppen hätten versucht, ihn zu töten, während er sich mit Clanältesten traf, und verurteilte den Einsatz schwerer Waffen, die eigentlich zur Bekämpfung von al-Shabab bestimmt waren, gegen politische Gegner und Zivilisten. Der ehemalige Präsident Ahmed erklärte, Präsident Mohamud habe einen anhaltenden und unterschiedslosen militärischen Angriff mit dem offensichtlichen Ziel befohlen, ihn zu töten.

„Dies sind Waffen, die dem somalischen Staat zur Bekämpfung von Al-Shabaab anvertraut wurden, die nun in einer beispiellosen Kampagne politischer Unterdrückung und gezielter Tötungen gegen Somalias eigene Führer und Bürger eingesetzt werden.“

Hassan Ali Khaire, Ehemaliger Premierminister Somalias

Zivilisten im Kreuzfeuer

Anwohner schilderten Panikszenen, als Menschen aus ihren Häusern in sicherere Viertel flohen. Geschäfte schlossen ihre Türen, und dicke Rauchwolken stiegen über der Hauptstadt auf. Eine Anwohnerin, Fartun Da'ud, eine 27-jährige Mutter von zwei Kindern, äußerte ihren Vertrauensverlust in die politische Führung des Landes und Angst um die Sicherheit ihrer Kinder. Offizielle Opferzahlen lagen zunächst nicht vor, obwohl der ehemalige Premierminister Khaire Opfer erwähnte, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Clanälteste, die in der somalischen Politik großen Einfluss haben, versuchten, ein Ende der Kämpfe auszuhandeln.

„Ich vertraue nicht mehr darauf, dass ich in diesem Land leben kann. Kein Politiker scheint sich um unsere Sicherheit zu kümmern.“

Fartun Da'ud

Ein ohnehin angeschlagenes Land

Die Zusammenstöße fügen einem Land, das seit 2007 gegen die bewaffnete Gruppe al-Shabab kämpft und seit 1969 keine direkte nationale Wahl mehr abgehalten hat, gefolgt von mehr als drei Jahrzehnten Bürgerkrieg, eine weitere Ebene der Instabilität hinzu. Die Kämpfe ließen bis 9:30 Uhr Ortszeit am Donnerstag nach, wie aus Berichten hervorgeht, doch der zugrundeliegende politische Stillstand bleibt ungelöst.

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Quellen und Kontext

  • France 24am 4.06. um 22:23Journal de l'Afrique - En Somalie, des affrontements entre les forces gouvernementales et l'opposition aggravent la crise
  • The Telegrapham 4.06. um 18:07Gunfire and mortars rock Somali capital as president clings to power
  • Courrier internationalam 4.06. um 18:03La Somalie entre dans une violente crise institutionnelle
  • RFIam 4.06. um 17:46Invité Afrique Midi - La Somalie s'enfonce dans "une crise politique ouverte"
Hassan Sheikh Mohamud
Präsident Somalias, dessen Amtszeitverlängerung die politische Krise und die Zusammenstöße auslöste.
Hassan Ali Khaire
Ehemaliger Premierminister Somalias, von der Regierung beschuldigt, einen Putschversuch unternommen zu haben, und Ziel der Kämpfe.
Sharif Sheikh Ahmed
Ehemaliger Präsident Somalias und Oppositionsführer, dessen Wohnsitz in der Nähe der Zusammenstöße lag.
Ahmed Moallim Fiqi
Somalias Verteidigungsminister, der dem ehemaligen Premierminister Khaire einen Putschversuch vorwarf.
Roland Marchal
Forscher am Centre de recherches internationales (CERI) des Sciences Po Paris, der die somalische Krise kommentierte.
Samira Gaid
Politikanalystin in Mogadischu, die über die Zusammenstöße und Vermittlungsbemühungen berichtete.

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Veröffentlicht am 5.06. um 00:32.

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Gewalt bricht in der Hauptstadt ausGewalt bricht in der Hauptstadt ausPolitische Krise verschärft sichPolitische Krise verschärft sichVorwürfe zwischen den LagernVorwürfe zwischen den LagernZivilisten im KreuzfeuerZivilisten im KreuzfeuerEin ohnehin angeschlagenes LandEin ohnehin angeschlagenes Land

Auf Grundlage von Berichten von

France 24, The Telegraph, Courrier international, RFI, Al Jazeera Online, The New York Times, Reuters

Liste der Quellen

Konflikte · Mogadischu

Gefechte erschüttern Mogadischu: Verlängerung der Amtszeit des somalischen Präsidenten löst Zusammenstöße mit Oppositionsmilizen aus

Regierungstruppen und mit der Opposition verbündete Milizen lieferten sich in Mogadischu schwere Schusswechsel und Mörserangriffe, die Zivilisten zur Flucht zwangen – vor geplanten Anti-Regierungsprotesten gegen die Entscheidung von Präsident Hassan Sheikh Mohamud, seine Amtszeit zu verlängern.

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, The Telegraph, Courrier international und weiteren Medien. Veröffentlicht am 5.06. um 00:32.

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