- 1.08.Das Wählerverzeichnis schließt nach Angaben des INE bei 38,7 Millionen Menschen
- 16.10.Die PSOE-Sprecherin Montse Mínguez kündigt am Freitagnachmittag ihren Rücktritt an
- 29.11.Eine Kolumne nennt den 29. November als Termin für einen Regierungswechsel
Ein Rücktritt mitten im Wahlkampf
Montse Mínguez, die Sprecherin der PSOE, hat am Nachmittag des Freitag, 16. Oktober, ihren Rücktritt angekündigt. Kolumnen in El Mundo stellen ihn neben frühere Abgänge und nennen einen ehemaligen stellvertretenden Polizeidirektor (DAO), einen ehemaligen CNI-Direktor und Paco Salazar, die laut einer Kolumne allesamt von derselben „Mauer“ abgeschirmt worden seien. Eine Kolumne argumentiert, Skandale und schlechte Führung in ihrem Umfeld hätten bei den Koalitionspartnern nie zu Verantwortungsübernahme geführt, und die Nähe der Wahl habe ihre Position unhaltbar gemacht. Eine andere Kolumne deutet die Sprache der PSOE von guten und schlechten Akteuren als die Kultur, die nun Figuren wie sie hinausdränge.
Die Vergangenheit eines Großvaters
Eine Kolumne in El Mundo berichtet über Erkenntnisse des Historikers und PP-Abgeordneten Pedro Corral zum Großvater mütterlicherseits von Sánchez, Mateo Pérez-Castejón, geboren 1921. Demnach war er 14, als der Bürgerkrieg begann, und log über sein Alter, um in die Volksarmee einzutreten. Im Juli 1938 wurde er von den Republikanern als Deserteur gemeldet, nachdem er im Mai jenes Jahres an der Front von Teruel gedient hatte. Die Kolumne schreibt, er habe sich anschließend in Talavera de la Reina der nationalspanischen Seite angeschlossen und sei dreimal als Legionär ausgezeichnet worden. Die Kolumne kommt zu dem Schluss, Enkel seien nicht für die Entscheidungen ihrer Großeltern verantwortlich, sollten aber die eigene Vergangenheit ehrlich prüfen.
Renten, Auslandsstimmen und das Wählerverzeichnis
Die Renten wurden zum Streitpunkt, als Figaredo, der Sprecher von Sumar im Kongress, das öffentliche Rentensystem infrage stellte. Die parlamentarische Sprecherin der PP, Esther Muñoz, beharrte anschließend darauf, das System sei zusammengebrochen, und Santiago Abascal soll ein Vox-Mitglied umgehend korrigiert haben. Die PP-Führung widersprach Muñoz, ein Schritt, den eine Kolumne als Eingeständnis dessen liest, was sie gesagt hatte. In einem weiteren Streit beschreiben Kolumnen in eldiario.es eine Verfassungsbeschwerde gegen eine Anweisung zum Gesetz über das demokratische Gedächtnis. Das Gesetz verlieh Nachkommen politischer Exilanten die Staatsangehörigkeit, und die Anweisung unterstellte ein Exil für jeden, der Spanien zwischen 1936 und Ende 1955 verließ. Die für Verwaltungsstreitigkeiten zuständige Kammer des Obersten Gerichtshofs hält diese Vermutung für überzogen, und laut den Kolumnen entfernte das Urteil diese neuen Staatsbürger aus dem Wählerverzeichnis der Auslandsspanier (CERA), was Hunderttausende Spanier betrifft. Nach Angaben des INE schloss das Wählerverzeichnis am 1. August 2026 bei 38,7 Millionen Menschen.
Eine gespaltene Linke und ein Kuss in der Familie
Eine Kolumne in El Mundo deutet einen öffentlichen Kuss zwischen Sánchez und seiner Frau Begoña, der von Parteimitgliedern bejubelt wurde, als Zeichen dafür, dass das Familienleben in das öffentliche Bild der Partei eingezogen ist. Eine andere Kolumne merkt an, Begoña sei Gegenstand eines Gerichtsverfahrens und die Familie mache daraus ein Wahlkampfargument. Auf der Linken beschreibt eine Kolumne in ABC eine Front aus Sumar, Izquierda Unida, Más Madrid und Comuns auf der einen Seite, mit Podemos und ERC auf der anderen. Sie ergänzt, Adelante Andalucía, eine Abspaltung von Podemos in Andalusien, mache das Bild noch komplizierter. Die Kolumne schreibt, Gabriel Rufián wolle Einheit unter seiner eigenen Führung, während Irene Montero und Ione Belarra nur ungern ihre Sitze aufgäben. Sie berichtet zudem, die PSOE habe eine Liste von Provinzen in Umlauf gebracht, in denen eine gespaltene Linke unter den für einen Sitz nötigen Prozentsatz fallen könnte.
Die ersten hundert Tage in Andalusien
Die andalusische Regierung hat ihre ersten 100 Tage unter ihrem Pakt aus PP und Vox abgeschlossen, eine Phase, die eine Kolumne in ABC als weitgehend ruhig beschreibt. Um die Vereinbarung zu erreichen, habe die PP Vox-Formulierungen wie „nationale Priorität“ und die Agenda 2030 übernommen. Der hitzigste Moment sei gewesen, als die Regionalregierung 25 Millionen Euro bewilligte, um Minderjährige in Ceuta zu versorgen, was Vox ablehnte. Vox' Gavira brachte seinen Einwand unverblümt vor.
„Hätte diese bescheidene Ratsherrin die Zuständigkeit gehabt, hätten wir uns dagegen ausgesprochen.“
Die Kolumne schreibt, die Aufmerksamkeit der Regierung gelte seither der Vorbereitung des Haushalts, dem Instrument, das sie als klarsten Test jeder Regierung betrachtet.