Juventus schließt Arkadiusz Milik aus den 25-Mann-Kadern für Serie A und Europa League aus
Trainer Luciano Spalletti ließ den polnischen Stürmer aus gesundheitlichen Gründen aus den Kadern für die nationale Meisterschaft und die Europa League, womit die Coppa Italia sein wichtigster Weg zu Einsatzminuten in Turin bleibt.
Ausschluss aus den Kadern der Serie A und der Europa League
Juventus hat den offiziellen 25-Mann-Kader für die Saison 2026/27 der Serie A eingereicht und dabei den polnischen Stürmer Arkadiusz Milik nicht berücksichtigt. Der Ausschluss folgte auf die frühere Entscheidung von Trainer Luciano Spalletti, den Angreifer auch aus dem Kader für die UEFA Europa League zu streichen. Auch der französische Mittelfeldspieler Khéphren Thuram wurde nach einer Knieoperation nicht in den 25 Spieler umfassenden Kader für die Liga aufgenommen. Für Milik bedeuten die beiden Streichungen, dass er in der ersten Saisonhälfte weder in der Serie A noch in europäischen Wettbewerben eingesetzt werden kann. Italienische Sportmedien verwiesen auf anhaltende Zweifel an seiner körperlichen Verfassung als Hauptgrund für die Entscheidung.
Der polnische Stürmer zahlt für das Fehlen von Garantien auf körperlicher Ebene, da er in den letzten beiden Spielzeiten bei Juventus nur zwei Pflichtspieleinsätze hatte.
Vorbereitungseinsätze und Konkurrenz im Sturm
Milik nahm im März 2026 nach einer langwierigen Rehabilitation einer Knieverletzung, die er sich im Juni 2024 im Spiel gegen die Ukraine zugezogen hatte, wieder am Mannschaftstraining teil. Ende Juli 2026 kehrte er bei einem Testspiel gegen den Schweizer Club FC Basel auf den Platz zurück. Spalletti gab ihm anschließend Einsatzzeit in weiteren Vorbereitungsspielen gegen den FC Chelsea und Palermo, wobei Milik gegen Palermo ein Tor erzielte. Dennoch blieb der Stürmer in den ersten beiden Serie-A-Spielen der Saison gegen Frosinone und Parma ohne Einsatz auf der Bank. Die Konkurrenz in der Offensive nahm durch die Verpflichtung des deutschen Nationalstürmers Nick Woltemade von Newcastle im Laufe dieser Woche weiter zu. Er stößt zu den Rotationsoptionen um den französischen Nationalspieler Randal Kolo Muani.
- Nimmt nach Verletzungsreha das Mannschaftstraining bei Juventus wieder auf
- Rückkehr in den Spielbetrieb bei einem Testspiel gegen den FC Basel
- Tor im Testspiel gegen Palermo nach Einsätzen gegen Chelsea
- Bleibt gegen Frosinone und Parma ohne Einsatz auf der Bank
- Nach zuvor bereits erfolgtem Europa-League-Ausschluss nicht im 25-Mann-Kader für die Serie A
Transferanfragen und Kaderrestriktionen
Angesichts der unsicheren Position Miliks bei Juventus hatte der polnische Club Widzew Łódź vor einigen Wochen Kontakt zu Juventus aufgenommen, um einen möglichen Transfer zu prüfen. Der Journalist Piotr Koźmiński berichtete, dass der Ekstraklasa-Verein die Modalitäten eines Deals abgeklärt habe, jedoch kein offizielles Angebot eingereicht wurde und die Gespräche nicht fortgeschritten seien. Milik hat keine verlockenden Transferangebote erhalten, und eine Rückkehr in die polnische Liga hat für ihn nicht die höchste Karrierepriorität. Juventus steht vor strengen regulatorischen Einschränkungen bezüglich der Kaderzusammenstellung. Die Regularien der Serie A erlauben es dem Club, vor der Öffnung des Wintertransferfensters nur zwei Kaderänderungen vorzunehmen, sofern freie Plätze innerhalb der 25-Mann-Grenze bestehen.
Karrierestatistiken und verbleibende Spiele
Milik wechselte 2022 zu Juventus und hat seitdem 17 Tore in 77 Pflichtspielen für den Club erzielt. Aufgrund immer wiederkehrender Fitnessprobleme war seine Aktivität in den letzten beiden Spielzeiten auf zwei Pflichtspiele beschränkt. Sein Vertrag läuft Berichten zufolge entweder bis zum Ende dieser Saison oder bis Juni 2027. Sein letzter Einsatz für die polnische Nationalmannschaft fand im Juni 2024 vor der EM 2024 statt. Die Coppa Italia bleibt der einzige nationale Wettbewerb, in dem der Stürmer in Turin noch Einsatzminuten sammeln kann, es sei denn, er wird wieder in den Serie-A-Kader aufgenommen. Juventus beginnt seine Europa-League-Kampagne am 17. September 2026 gegen den niederländischen Club NEC Nijmegen und trifft anschließend auf Celta Vigo, Stade Rennes, AZ Alkmaar, Omonia Nikosia, Hapoel Be’er Scheva, Ferencváros und Real Sociedad.


