
Meta enthüllt KI-Schlüsselanhänger Muse Charm und 1.299-Dollar-VR-Brille auf der Meta Connect
Mark Zuckerberg kündigte auf der Meta Connect den handtellergroßen KI-Assistenten Muse Charm und die leichte 1.299-Dollar-VR-Brille an, nachdem der Aktienkurs nach dem Start des Muse-Assistenten um 11 % gestiegen war.
Hardware-Debüt auf der Meta Connect
Auf der Meta Connect-Entwicklerkonferenz in Menlo Park enthüllte Meta-Chef Mark Zuckerberg ein dediziertes Hardwaregerät namens Muse Charm. Das taschengroße Accessoire in Schlüsselanhängergröße soll direkten Zugriff auf den KI-Assistenten des Unternehmens bieten und soll bis Ende 2026 auf den Markt kommen. Die Hardware verfügt über ein kompaktes Display, ein Mikrofon, zwei Kameras und eine unabhängige Internetverbindung über 5G-Mobilfunknetze, wobei Zuckerberg erklärte, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen sei und die Startländer noch nicht bekannt gegeben würden. Meta zeigte außerdem einen Vorgeschmack auf die kommende Meta-VR-Brille, ein 100-Gramm-Headset in Form einer herkömmlichen Brille mit Displays direkt vor den Augen. Bei einem praktischen Vorgeschmack erschien die visuelle Displayqualität der Meta-Brille aufgrund der geringeren Bildschirmauflösung etwas schlechter als die der Vision Pro. Das Gerät soll im Frühjahr zu einem Verkaufspreis von 1.299 Dollar in den USA auf den Markt kommen und damit gegen Apples 3.699-Dollar-Vision Pro für Spiele, Fernsehen, dreidimensionale Sportübertragungen und Computermonitornutzung antreten.
- Meta VR Glasses
- 1299 $
- Apple Vision Pro
- 3699 $
Software-Einführung und Marktreaktion
Die Hardware-Ankündigungen bauen auf dem Start von Muse in den USA auf, einem KI-Assistenten für den Alltag, den Meta vor mehreren Wochen veröffentlichte. Das Tool verzeichnete in den ersten zwei Wochen Millionen von Downloads und trug zu einem Anstieg des Meta-Aktienkurses um 11 % seit Wochenbeginn bei. Brent Thill, Analyst bei der Investmentbank Jefferies, bezeichnete das Tool als wichtigen Meilenstein für Konsumenten-Agenten.
Muse ist ein absolutes Spitzenprodukt.
Avi Greengart von der Beratungsfirma Techsponential erklärte, dass Meta es geschafft habe, sich bei der Bereitstellung von KI-Hardware für den Alltag vor seinen Mitbewerbern zu positionieren. Greengart merkte an, dass trotz anhaltender Datenschutzbedenken hinsichtlich integrierter Kameras Meta weiterhin Millionen von Smart-Brillen verkauft und täglich Milliarden aktive Nutzer auf Instagram, Facebook und WhatsApp erreicht.
Aber kann es ergänzt werden? Absolut!
Wettbewerbsrivalität mit Apple und OpenAI
Die neue Produktpalette stellt einen erneuten Vorstoß von Meta dar, die Dominanz von Apple und Google auf dem Mobilplattformmarkt herauszufordern. Apple-Chef John Ternus präsentierte kürzlich neue iPhone-Modelle und bekräftigte Apples Ansicht, dass Smartphones der Dreh- und Angelpunkt des Personal Computing bleiben. Unterdessen entwickelt OpenAI eigene KI-Hardware zusammen mit dem ehemaligen Apple-Chefdesigner Jony Ive, der zuvor am Design von iPhone und iPad beteiligt war. Dieses Vorhaben wird durch eine Klage von Apple erschwert, die OpenAI beschuldigt, durch ehemalige Mitarbeiter Geschäftsgeheimnisse veruntreut zu haben. Dabei wird darauf hingewiesen, dass mehr als 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter jetzt bei OpenAI arbeiten.
- Open-Claw-Schöpfer Peter Steinberger wechselt zu OpenAI, nachdem Metas Rekrutierungsversuch gescheitert ist
- Chinesische Behörden blockieren Metas 2-Milliarden-Dollar-Übernahme des Pekinger KI-Startups Manus
- Meta veröffentlicht den KI-Assistenten Muse in den USA und erzielt Millionen von Downloads
- Mark Zuckerberg enthüllt den Muse Charm-Schlüsselanhänger und die 100-Gramm-VR-Brille
- Geplantes Erscheinungsfenster für das Muse-Charm-Hardwaregerät
- Geplanter Marktstart der Meta-VR-Brille in den USA für 1.299 Dollar
Erholung von früheren strategischen Rückschlägen
Die Produktveröffentlichungen folgen auf zwei gescheiterte Geschäfte von Meta im Jahr 2026. Nach der anfänglichen Popularität des Open-Claw-KI-Frameworks zu Jahresbeginn versuchte Zuckerberg, dessen österreichischen Schöpfer Peter Steinberger anzuwerben, der jedoch ablehnte und zu OpenAI wechselte. Meta erlitt zudem das Scheitern der geplanten 2-Milliarden-Dollar-Übernahme des in Peking ansässigen KI-Startups Manus, das Agentensysteme entwickelte. Chinesische Staatsbehörden griffen während des Abschlusses der Transaktion ein, nahmen die Gründer des Startups in Peking fest, blockierten ihre geplante Reise zur Meta-Zentrale in Menlo Park und untersagten den Deal formell.


