
Spanische Polizei verhaftet italienischen Mafiaboss Domenico Paviglianiti in Soria
Domenico Paviglianiti, ein hochrangiger Boss der kalabrischen 'Ndrangheta, wurde am 26. Juni in Soria festgenommen, wo er seit seiner Flucht aus der Haft in Madrid im Jahr 2021 unter dem Schutz von Leibwächtern gelebt hatte. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer internationalen Operation unter der Leitung von Interpol.
Die Festnahme in Soria
Der 65-jährige Paviglianiti wurde am Freitag, den 26. Juni, in der Stadt Soria festgenommen, wo er unauffällig und von Leibwächtern geschützt gelebt hatte. Die spanische Nationalpolizei spürte ihn durch Telefonüberwachung und Observation seines Umfelds auf. Er gilt als einer der gefährlichsten Bosse der 'Ndrangheta, der kalabrischen Mafia.
Die Festnahme war eine gemeinsame Aktion mit der italienischen Guardia di Finanza aus Reggio Calabria und Interpol. Die Behörden verfolgten ihn aufgrund eines europäischen Haftbefehls wegen Drogenhandels, Straftaten gegen die Person und Geldwäsche.
Wer ist Domenico Paviglianiti?
Der 65-Jährige wird mit einem europäischen Haftbefehl wegen Drogenhandels, Straftaten gegen die Person und Geldwäsche gesucht. Die Polizei beschreibt ihn als einen der führenden Köpfe der 'Ndrangheta und einen der meistgesuchten Flüchtigen Italiens.
Seine kriminelle Karriere wurzelt in der kalabrischen Mafia, einer Organisation, die als eine der mächtigsten und gewalttätigsten Europas gilt.
Die Flucht von 2021
Im Jahr 2021 nahm die spanische Polizei Paviglianiti bei einer großangelegten Aktion in Madrid fest. Allerdings kam er nicht ins Gefängnis, da er – so Quellen – kurz nach der Festnahme aus der Haft entkommen konnte. Seitdem war er auf der Flucht und ließ sich schließlich unter falscher Ruhe in Soria nieder.
- In Madrid festgenommen, aber aus der Haft entkommen
- In Soria bei Interpol-Operation festgenommen
Internationale Zusammenarbeit
Die Operation fiel unter das I-CAN-Projekt (Interpol Cooperation Against 'Ndrangheta), an dem 24 Länder direkt gegen Mafianetzwerke zusammenarbeiten. Laut Polizeiquellen war die Zusammenarbeit mit der Guardia di Finanza entscheidend für die Lokalisierung des Bosss.


