
Florence + The Machine und Lorde führen eine Nacht der weiblichen Pop-Power beim Mad Cool 2026 an, während Zara Larssons Bühne Beschwerden wegen Überfüllung auslöst
Der zweite Tag des Mad-Cool-Festivals in Madrid brachte 57.000 Fans, um Lorde, Florence + The Machine, Jennie und Zara Larsson zu sehen, wobei der Auftritt der schwedischen Sängerin Beschwerden wegen Überfüllung auslöste.
Eine Nacht der weiblichen Pop-Power
Der zweite Abend des Mad Cool 2026, der am Donnerstag, den 9. Juli, im Iberdrola Music-Areal im Madrider Stadtteil Villaverde stattfand, war den Frauen in der Popmusik gewidmet. Als Headliner traten die Neuseeländerin Lorde sowie die Briten Florence + The Machine, die südkoreanische Solistin Jennie von BLACKPINK, die Schwedin Zara Larsson, die Amerikanerin Reneé Rapp und die Irin CMAT auf. Die 57.000-köpfige Menge, deutlich jünger als das Rockpublikum der vorherigen Nacht mit Foo Fighters, bewegte sich unter großer Hitze und gelegentlichen Verzögerungen zwischen den Bühnen.
Florence Welchs Mitternachtsritual
Florence + The Machine betraten um halb eins die Bühne, wobei Frontfrau Florence Welch barfuß in einem gotischen Gaze-Kleid mit flügelartigen Ärmeln erschien. Begleitet von Tänzern und einem Chor, führte sie ein, was mehrere spanische Kritiker als heidnisches Ritual beschrieben, das Indie-Rock-Hymnen mit gospelgeprägter Widerstandskraft verband. Der Set stützte sich stark auf ihr sechstes Album Everybody Scream, das ihre Nahtoderfahrung durch eine Eileiterschwangerschaft schildert. Tausende sangen bei 'Shake It Out', 'King' und 'Dog Days Are Over' mit.
Lordes emotionaler Sonnenuntergangs-Auftritt
Lorde, die zum ersten Mal in Madrid auftrat, begann ihren Auftritt, als die Sonne unterging. Ein Elektrokardiogramm flackerte auf den Bildschirmen, bevor sie mit 'Royals' begann, gefolgt von den neueren Titeln 'What Was That' und 'Broken Glass'. Der Auftritt war intim und körperlich aufgeladen, eine Abkehr vom besinnlichen Ton ihrer vorherigen Solar Power-Tour. Sie schloss mit 'Supercut', 'Green Light' und 'Ribs' und verwandelte persönliche Bekenntnisse in gemeinschaftliche Mitsing-Aktionen.
Das ist echt, das ist keine Simulation.
Jennies K-Pop-Spektakel
Jennie, die solo ohne ihre BLACKPINK-Bandkolleginnen auftrat, lieferte eine streng choreografierte Show ab, die mit dem Fallen eines roten Vorhangs begann. Fans sprinteten zur Bühne, während sie 'Love Hangover' und 'Extra L' performte, aber die größten Reaktionen erntete der virale Hit 'Drácula' und ihre selbstbetitelte Debütsingle. Der Auftritt wurde als theatralische Produktion beschrieben, die mit den besten Festivals der Welt mithalten kann.
Zara Larssons überfüllte Bühne
Zara Larssons Auftritt auf der zweiten Bühne zog große Menschenmengen an und offenbarte, was mehrere Medien als schlechte Bühnenplatzierung bezeichneten. Die schwedische Sängerin, die von einem Barbie-inspirierten Bühnenbild mit Tänzerinnen als Puppen unterstützt wurde, performte 'Midnight Sun' zweimal und griff auf frühe Hits wie 'Lush Life' und 'Symphony' zurück. Das Gedränge der Besucher machte das Erlebnis für viele unangenehm, im Gegensatz zu den geräumigeren Hauptbühnen-Auftritten.

