
Tankwagenfahrer nach Beinaheunfall mit Motorradfahrer am Plastira-See in Griechenland angeklagt
Ein 25-jähriger Motorradfahrer entging nur knapp einem Frontalzusammenstoß mit einem Tankwagen, der auf einer unübersichtlichen Kurve nahe dem Plastira-See in Griechenland in den Gegenverkehr geriet. Der Lkw-Fahrer wurde gemäß Artikel 290A des Strafgesetzbuchs wegen gefährlichen Fahrens angeklagt.
Beinaheunfall in einer unübersichtlichen Kurve
Ein 25-jähriger Motorradfahrer entging nur knapp einem Frontalzusammenstoß mit einem Tankwagen nahe dem Plastira-See in Zentralgriechenland, nachdem der Lkw-Fahrer auf einer unübersichtlichen Kurve ein illegales Überholmanöver versuchte und auf die Gegenfahrbahn geriet. Der Vorfall, der von der Helmkamera des Motorradfahrers aufgezeichnet wurde, verbreitete sich in sozialen Medien und löste sofortige polizeiliche Ermittlungen der Verkehrsdirektion Attika aus.
Der Motorradfahrer war auf dem Weg zum Plastira-See, um Aufnahmen für seinen Amateur-YouTube-Kanal zu machen, als er nach zwei oder drei Kurven den Tankwagen entdeckte, der direkt auf ihn in seiner Fahrspur zukam. Er sagte gegenüber Alpha TV, dass er den Lkw früher gesehen habe als seine Kamera, weil er aus Sicherheitsgründen immer die Gegenfahrbahn beobachte. Diese frühe Sichtung verschaffte ihm den Bruchteil einer Sekunde, der nötig war, um an den Fahrbahnrand auszuweichen und das schwere Fahrzeug um Zentimeter zu verfehlen.
Der Bericht des Motorradfahrers
In Gesprächen mit Alpha TV und der MEGA-Sendung „Koinonia Ora“ schilderte der 25-Jährige den Moment im Detail. Er erklärte, dass er in der Kurve leicht abgebremst und nur wenig Platz zum Manövrieren gehabt habe, es aber geschafft habe, dem Lkw haarscharf auszuweichen.
Ich war in einer Kurve. Ich habe wie immer aus Sicherheitsgründen die Gegenfahrbahn beobachtet und bemerkte, wie ein Tankwagen einem Auto sehr nahe kam und schließlich ein Überholmanöver einleitete, das ich vermeiden konnte. Im letzten Moment hatte ich etwas Geschwindigkeit herausgenommen und hatte sehr wenig Platz, und ich konnte ihm ausweichen. Ich meine, knapp, sehr knapp.
Auf die Frage, was er in diesem Moment dachte, sagte er, sein Gehirn habe völlig ausgesetzt. Er sagte MEGA, dass er nichts gedacht habe, es sei gewesen, als hätte er keinen Verstand, und erst hinterher sei ihm klar geworden, dass er Glück gehabt habe, am Leben zu sein. Er betonte, dass ein Frontalzusammenstoß zu hundert Prozent sicher gewesen wäre, wenn er statt eines Motorrads ein Auto gefahren hätte, da auf der Straße keinerlei Platz gewesen sei.
Polizeiliche Ermittlungen und Anklage
Die Verbreitung des Videos in sozialen Medien löste spontane Ermittlungen der Verkehrsdirektion Attika aus, die zunächst nicht wusste, wo der Vorfall stattgefunden hatte. Die Ermittlungen ergaben, dass der Ort am Plastira-See lag, und der Lkw-Fahrer wurde über das Transportunternehmen, das ihn beschäftigt, identifiziert. Der Fahrer wurde in Thessaloniki ausfindig gemacht und zur Verkehrspolizei Thessaloniki gebracht.
Gegen den Lkw-Fahrer wurde eine Ermittlungsakte wegen gefährlichen Fahrens gemäß Artikel 290A des griechischen Strafgesetzbuchs angelegt, zudem wurden entsprechende Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung bestätigt. Laut einem ERT-Bericht befand sich der Fahrer in Chalkidiki mit dem Tankwagen und sollte sich am 13. August um 19 Uhr freiwillig auf der Verkehrspolizeiwache melden, um eine Aussage zu machen und über die Ermittlungsakte informiert zu werden.
- Tankwagen überholt illegal in einer unübersichtlichen Kurve am Plastira-See und verfehlt den Motorradfahrer nur knapp frontal
- Motorradfahrer lädt Helmkameraaufnahmen in soziale Medien hoch, Video verbreitet sich weit
- Die Verkehrsdirektion Attika leitet nach dem Auftauchen des Videos spontane Ermittlungen ein
- Tankwagenfahrer über das Transportunternehmen identifiziert, im Raum Thessaloniki ausfindig gemacht
- Tankwagenfahrer zur Verkehrspolizei Thessaloniki gebracht; Ermittlungsakte wegen gefährlichen Fahrens gemäß Artikel 290A angelegt
Wie das Filmmaterial auftauchte
Der Motorradfahrer erklärte, dass er normalerweise nicht mit Aufnahmegeräten fahre, aber an diesem Tag speziell losgefahren sei, um ein Video für seinen YouTube-Kanal zu machen, weshalb er sowohl Kamera als auch Mikrofon am Helm montiert hatte. Er sagte MEGA, dass er das Material rein zu Bildungszwecken hochgeladen habe, dass er sich nicht umgedreht, nichts falsch gemacht und sich nicht selbst bei der Polizei gemeldet habe, obwohl er später von den Behörden gerufen wurde.


