CHA und Frente Amplio bilden gemeinsame Liste in Aragón für den 29-N, Podemos bleibt außen vor
Chunta Aragonesista und Frente Amplio Aragón haben sich auf eine gemeinsame Liste für die Parlamentswahl am 29. November verständigt, Podemos steht weiterhin außerhalb des Abkommens. Koalitionen müssen bis Freitag, den 16. Oktober, um 23:59 Uhr bei der Wahlbehörde registriert werden.
Koalition in Aragón unterzeichnet
Chunta Aragonesista (CHA) und Frente Amplio Aragón haben vereinbart, bei der Parlamentswahl am 29. November gemeinsam unter dem Namen CHA-Frente Amplio Aragón anzutreten. Die Koalition vereint die CHA mit Izquierda Unida, Movimiento Sumar, Partido Verde und Recortes Cero. El Periódico berichtete, das Abkommen sei am Donnerstag, dem 15. Oktober, nach 23:00 Uhr unterzeichnet worden. Am Freitag, dem 16. Oktober, stellten die Partner das Projekt in Zaragoza gemeinsam mit Ada Colau vor, der Frente-Amplio-Kandidatin für das Amt des Regierungspräsidenten und ehemaligen Bürgermeisterin von Barcelona, sowie mit Emilio Delgado von Más Madrid, der die Frente-Amplio-Liste in Madrid anführt. Auch Marta Abengochea, Generalkoordinatorin von IU Aragón, nahm teil.
- Unterzeichnung des Koalitionsabkommens der fünf Parteien laut El Periódico
- Gemeinsame Vorstellung in Zaragoza, laut El Periódico für 12:30 Uhr angesetzt
- Frist zur Registrierung von Wahlkoalitionen
Podemos bleibt außen vor
Podemos ist die einzige Kraft der alternativen Linken, die bei dem Aragón-Abkommen fehlt. Pueyo verkündete die Einigung in den sozialen Medien und rief die Partei zum Beitritt auf:
Ein Akteur fehlt, Podemos, und dort wollen wir noch einmal sagen, dass von unserer Seite eine ausgestreckte Hand gereicht wird
Auf die Frage, warum Podemos außen vor geblieben sei, sagte Pueyo, er wisse es nicht, und verwies auf mögliche Strategien aus Madrid, die sich von Region zu Region unterscheiden könnten. Das Verhältnis zu den Podemos-Mitgliedern in Aragón bezeichnete er als ausgezeichnet. Laut El Periódico wollten die Podemos-Mitglieder am Freitagnachmittag in ihrer Zentrale zusammenkommen, um ihre interne Lage zu erörtern. Von EL MUNDO in Aragón und auf den Balearen befragte Quellen schlossen nicht aus, dass Podemos noch vor der Registrierung der Koalitionen beitreten könnte.
Warum die CHA der Liste beitrat
Pueyo sagte, Umfragen hätten der CHA die Chance auf einen eigenen Sitz gegeben, doch er argumentierte, die aragonesische Gesellschaft wolle Einheit und eine einzige Stimme in Madrid, und verwies dabei auf José Antonio Labordeta als Beispiel. Die Koalition wolle der extremen Rechten entschlossen entgegentreten und der Stimme Aragóns im Abgeordnetenhaus Gehör verschaffen. Wohnen und Renten seien seine vorrangigen Anliegen, und er forderte eine progressive Regierung, die Dinge verändern könne. Pueyo wies das Bild Aragóns als vernachlässigte Region zurück:
Wir sind kein Gebiet des Vergessens und der Aufopferung.
Programm und Kandidatenlisten
Pueyo sagte, das Programm werde aus zwei Teilen bestehen: einem gesamtstaatlichen Paket und einer 'aragonesischen Agenda' mit lokalen Forderungen. Zu diesen Forderungen gehören das Vorortbahnnetz, der kantabrisch-mittelmeerische Korridor, der Ausbau der Straßen und ein Finanzierungsmodell, das Entvölkerung und Geländebeschaffenheit berücksichtigt. Die CHA wird die Liste in Zaragoza anführen, während die Listen in Huesca und Teruel noch offen sind. Die Namen sollen ab der Woche des 19. Oktober feststehen, was Pueyo auf etwa eineinhalb Wochen bezifferte. LaSexta wies darauf hin, dass die CHA bei der letzten aragonesischen Regionalwahl im Februar 2026 ihr Ergebnis verdoppelt habe.
Gespräche der breiteren Linken
EL PAÍS führt als Frente Amplio Izquierda Unida, Comuns, Más Madrid und Movimiento Sumar auf. Die Kanaren sind der klarste Fall einer Einigung unter Einschluss von Podemos, wo Unidad del Pueblo Canario laut EL PAÍS Podemos, Nueva Canaria und IU vereint, während EL MUNDO auch Movimiento Sumar nennt. Asturien (Somos Asturies), die Balearen (Ara Más) und Navarra (Batzarre) erzielten laut EL PAÍS territoriale Abkommen mit dem Frente Amplio. EL MUNDO berichtete, die Gespräche in der Comunitat Valenciana würden wegen dortiger Probleme länger dauern, und schätzte Madrid und Katalonien als sehr schwierig ein. Colau forderte Gabriel Rufián von ERC, der gute Beziehungen zu Podemos pflegt, auf, dabei zu helfen, die Parteien zusammenzubringen. EL PAÍS berichtet, Podemos trete mit Irene Montero als Kandidatin an. Koalitionen müssen bis Freitag, den 16. Oktober, um 23:59 Uhr registriert werden.
