
Zürcher Polizei duldet vorübergehend Besetzung des Lindenhofs
Aktivisten besetzten am Freitagabend den erhöht gelegenen Lindenhof-Park in Zürich, um gegen die europäische Migrationspolitik und Aufrüstung zu protestieren. Die Stadtpolizei duldete den Ort am Samstag vorübergehend.
Besetzung des Lindenhof-Hügels
Am Freitagabend, dem 28. August 2026, begannen politische Aktivisten mit der Besetzung des Lindenhofs, einem erhöht gelegenen öffentlichen Park und Aussichtspunkt auf einem Moränenhügel in der Zürcher Altstadt im Kreis 1. Die Gruppe brachte Banner an der Stätte an, darunter eines mit dem Slogan „Solidarität statt Aufrüstung“, und erklärte den Hügelpark zur „Festung Lindenhof“. Über öffentliche Bekanntmachungen auf Instagram und Telegram erklärten die Organisatoren ihre Absicht, den Platz bis Sonntagnachmittag unter Kontrolle zu halten. Als Reaktion auf die Versammlung entsandte die Stadtpolizei Zürich mehrere Streifenwagen und mit Helmen und Schutzausrüstung ausgestattete Einsatzkräfte, um die Zugangswege zum Hügel abzuriegeln, begleitet von Einheiten des Konsularschutzdienstes.
Wochenendprogramm und Reaktion der Polizei
Am Samstagmorgen, dem 29. August 2026, gab die Stadtpolizei Zürich über die Nachrichtenagentur Keystone-SDA bekannt, dass die Stadtbehörden die Anwesenheit der Aktivisten auf dem Platz vorübergehend dulden. Vertreter der Polizei erklärten, dass die Einsatzleiter die Lage vor Ort im Laufe des Tages kontinuierlich neu bewerten würden, bevor sie über mögliche Durchsetzungsmaßnahmen entscheiden. Die Demonstranten erstellten ein umfangreiches politisches und musikalisches Programm für die mehrtägige Versammlung. Nach einem Eröffnungsabend mit DJ-Sets, Livemusik und Reden planten die Organisatoren für Samstag Workshops und Präsentationen zu Themen wie Palästina, Migration und Grenzkontrollen, Rechenzentren, Überwachungstechnologien und Antiimperialismus.
- Aktivisten besetzen den Lindenhof in Zürich, Polizei riegelt Zugangswege ab
- Stadtpolizei Zürich bestätigt vorübergehende Duldung der Versammlung
- Demonstranten planen Abbau provisorischer Einrichtungen und Reinigung um 17:00
Politische Beschwerden und Erklärungen der Aktivisten
In Mitteilungen über Nachrichtenkanäle rechtfertigten die Demonstranten die Besetzung mit Hinweis auf internationale bewaffnete Konflikte, die europäische Grenzsicherung, die Klimakrise und das Wachstum von Technologie- und Rüstungskonzernen. Die Texte argumentierten, dass Schweizer Finanz- und Unternehmensakteure in Zürich und in der gesamten Schweiz Mitverantwortung für globale Krisen tragen, und verwiesen insbesondere auf Grenzsicherungsmaßnahmen um die spanische nordafrikanische Exklave Ceuta, um gegen die derzeitige Migrationspolitik zu argumentieren.
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In ihrer Öffentlichkeitsarbeit am Freitagabend appellierten die Organisatoren über soziale Netzwerke an Unterstützer, sich der Versammlung auf dem Hügel anzuschließen, und wiesen die Ankommenden an, sich vom Polizeikordon nicht abschrecken zu lassen. Die Nachrichten enthielten konkrete Wegbeschreibungen und empfahlen alternative Zugänge zur Moränenterrasse von den Ufern der Limmat und dem Zürcher Seeufer.
Demobilisierung und Reinigungspläne
Laut dem vom Kollektiv verbreiteten Zeitplan sollen die Veranstaltungen auf dem Lindenhof bis Sonntagnachmittag mit weiteren politischen Diskussionsrunden und Aufführungen fortgesetzt werden. Die Organisatoren erklärten, dass die Besetzung am Sonntag, dem 30. August 2026, um 17:00 Uhr offiziell beendet wird, woraufhin die teilnehmenden Gruppen zugesagt haben, mit dem Abbau ihrer provisorischen Einrichtungen und einer gründlichen Reinigung des öffentlichen Platzes zu beginnen. Die Stadtpolizei Zürich hat am Samstagmorgen noch nicht bekannt gegeben, ob sie den Protest bis zum geplanten Sonntag 17:00 Uhr ohne Eingreifen durchlaufen lassen wird.


