
Light stellt Light Flip vor: Minimalistisches Klapphandy mit Tastatur für 299 US-Dollar
Lights neues Klapphandy verzichtet auf den Touchscreen und setzt stattdessen auf eine physische Tastatur. Für 299 US-Dollar soll es Nutzer von app-getriebenen Smartphones weglocken.
Ein Klapphandy für Smartphone-Müde
Light, der in Brooklyn ansässige Hersteller ablenkungsfreier Telefone, hat das Light Flip vorgestellt – ein Klappgerät, das auf Touchscreen und App-Ökosystem moderner Smartphones verzichtet. Das Telefon läuft mit LightOS, einer angepassten Version von Android, die auf einem 2,8-Zoll-OLED-Display nur eine Liste vereinfachter Werkzeuge (Musik, Podcasts, Navigation) bietet. Es gibt keinen Webbrowser, keine sozialen Medien und keinen App-Store. Die Navigation erfolgt ausschließlich über ein 12-Tasten-Tastenfeld, ein Vier-Wege-Steuerkreuz und drei Funktionstasten – ein Aufbau, der nach Angaben des Unternehmens Nutzer ansprechen soll, die mit etwas anderem als einem Smartphone gesehen werden möchten.
Wir haben Nutzer, die uns sagen: 'Hey, ich hasse Smartphones. Ich möchte nicht mit einem Smartphone gesehen werden.'
Design und Hardware
Im Inneren wird das Light Flip von einem MediaTek MT8873-Prozessor mit 128 GB Speicher und 6 GB RAM angetrieben. Es unterstützt 5G und 4G LTE, Bluetooth 5.0 sowie Nano-SIM- und eSIM-Karten. Eine 50-Megapixel-Kamera auf der Rückseite liefert 12-Megapixel-Bilder, und der 1.800-mAh-Akku ist hinter einer verschraubbaren Platte herausnehmbar – ein Zeichen für Reparierbarkeit. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, nicht aus Aluminium wie das Light Phone III, und ist in sechs Farben erhältlich: Schwarz, Marineblau, Rot, Pink, Gelb und Hellgrau. Es gibt kein externes Display; stattdessen leuchtet eine sternförmige Benachrichtigungsleuchte auf, wenn ein Anruf oder eine Nachricht eingeht. Ein USB-C-Anschluss und ein 3,5-mm-Kopfhöreranschluss runden die physischen Anschlüsse ab.
Software und Philosophie
LightOS auf dem Flip spiegelt die Benutzeroberfläche des Light Phone III wider: weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund mit einer kurzen Liste von Werkzeugen. Mitgründer Kaiwei Tang sagt, das Unternehmen habe bewusst auf ein Außendisplay verzichtet, um eine bewusste Handlung zu erzwingen. „Ich liebte diese Aktion, deine Technologie zu öffnen, und dann schließt du sie und sie verschwindet“, sagte er gegenüber The Verge. Das Telefon ist in erster Linie als Zweitgerät positioniert, das es Besitzern ermöglichen soll, ihr iPhone oder Galaxy zu Hause zu lassen, ohne völlig unerreichbar zu sein. Tang räumte ein, dass der Preis von 699 US-Dollar für das Light Phone III auf Kritik gestoßen sei, und der Flip sei preislich so gestaltet, dass er sich verkaufe.
Ich liebte diese Aktion, deine Technologie zu öffnen, und dann schließt du sie und sie verschwindet.
Preis und Verfügbarkeit
Das Light Flip wird für 299 US-Dollar ohne Vertrag verkauft. Light führt außerdem einen gebündelten Tarif ein: 39 US-Dollar pro Monat für 24 Monate beinhalten das Telefon und Lights Dienst mit unbegrenzten Gesprächen, unbegrenzten SMS und 1 GB Daten. Ein unbegrenzter Datentarif für 69 US-Dollar pro Monat ist für intensivere 5G-Nutzung verfügbar, obwohl das Unternehmen erwartet, dass die meisten Käufer bei der 1-GB-Stufe bleiben. Das Gerät soll Anfang nächsten Jahres ausgeliefert werden.
- Light Phone III
- 699 $
- Light Flip
- 299 $
Ein bewusster Schritt zurück
Indem das Light Flip den Touchscreen und jede Andeutung eines App-Rasters entfernt, dringt es weiter in die Kategorie der „Dumbphones“ vor als das Light Phone III. Das Tastenfeld und das Steuerkreuz erinnern an die Nokia- und Motorola-Ära, aber das Telefon behält moderne Essentials wie Sprache-zu-Text und Sprachnachrichten bei. Für Nutzer, die iOS und Android zunehmend überladen mit KI-Assistenten und endlosen Feeds empfinden, bietet das Flip eine hardwaregestützte Fluchtmöglichkeit – eine, die ein physisches Aufklappen erfordert, um in die digitale Welt einzutreten und sie wieder zu verlassen.

